Mannheim
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  1. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 19

    Der Eid der Juden. 195 auch, falsche Eide kommen hei allen Völkern und Rassen vor und bei den Juden auch, das Kolnidregebet beweise nicht eine ausnehmende, bessere Qualifikation der Juden, so sind das Dinge, die Wort für Wort unterschrieben…

  2. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 20

    Der Eid der Juden. gesetzbuch (Schulchan aruch) an derselben Stelle, wo vom Kolnidre-Gebete die Rede ist. S. a. Jore deak e. 211 § 4 beißt es: ״Diese Worte (Kolnidre u. s. w.) gelten nur bezüglicb eines Schwurs oder eines Gelöbnisses, die m…

  3. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 21

    Das Gichon-Kätsel. 197 Wohltätigkeitsgelübde in andern Kapiteln): Da hätte man ja einen dicken Strich über alle diese skrupulösen religionsgesetzliehen Vorschriften ziehen können, durch die kurze Bemerkung, daß durch das eingeführte Kolnidr…

  4. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 22

    198 Das Gichon-Rätsel. aus einem Raum unter den Stufen emporquillt. Das Wasser fließt durch einen Ausgang ab und läuft unter dem Berge durch einen gegen 1700 F. langen in den Felsen gehauenen Kanal in südwestlicher Richtung fort, bis es in …

  5. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 23

    Das Gichon-Kätsel. Man sieht, daß die Auffassung Neumanns von der Schwarzschen in einem wesentlichen Punkt abweicht. Dieser hält die obere Gichonquelle für verloren seit den Tagen des Hiskia und sieht in der Siloahquelle (Marienquelle) den …

  6. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 24

    200 Das Gichon-Bätsel. immerhin darf man eine Übereinstimmung der Meinungen bei allen neueren Schriftstellern, die aus eigener An schauung der in Betracht kommenden Stätten urteilen, dahin feststellen, daß die Identität von Gichon und Schil…

  7. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 25

    Das Grichon-Rätsel. 201 lag allerdings der Gedanke an eine wissenschaftliche Ausbeute sehr fern; glücklicherweise hatte sich ihnen aber als Gast in dem Dominikanerpater H. Vincent ein geschulter und auf dem Boden Palästinas erprobter Archäo…

  8. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 26

    202 Das G-ichon-Rätsel. die eine natürliche Trasse von 335 m — der Durchstich des Berges in der Geraden — auf 533 m — die Länge des Kanals — unnötigerweise vergrößerte? IJnd dann bleibt auch noch jene andere, schon oben gestellte Frage: war…

  9. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 27

    Das Thorastudium ־und die Frauen. 203 Teich führende Arm im Berginnern von Chisläah die Hebergestalt, damit auch wiederum er dem geraden Lauf nicht alles Wasser entzöge. So entstand ein überaus kompliziertes System von Wasserkünsten, bei de…

  10. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 28

    …ר הגנוז — in Kontroverse mit ihrem Bruder — nach der Leseart des הגר״א, die, m. E., mehr verbürgt zu sein scheint (vgl. Chagis Bemerkung zum י — (ספר בריתות לר״ש מקנון ילשון לימודים שער ב' סי' צ״ג sogar mit ihrem Vater. Ihre Ansicht wird von B. J…

  11. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 29

    …aus Chinon in seinem ספר כרירות (a. a. 0.) 1). Derselbe R. Josua, der dies rühmend hervorhebt, ferner die Ansicht einer Berurja lobt und sie einer halachisehen Entscheidung empfiehlt, soll nun, wie Kanter glaubt, gegen das Mischnastudium einer Fra…

  12. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 30

    …r religiösen Gesinnung und praktischen Lebensführung das gesetzestreue Judentum für sich nicht in Anspruch nehmen kann, Gabriel Riesser. Die folgenden Ausführungen sind verschiedenen Stellen seiner ״Gesammelten Schriften“ entnommen1) ג) Man vergleiche auc…

  13. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 31

    Moderne Synoden. 207 und zeigen, ein wie abfälliges Urteil er über alle Versuche aussprach, die religiöse Verpflichtungskraft des jüdischen Gesetzes durch Versammlungsbeschlüsse modifizieren zu wollen. Wenn neununddreißig gebildete Israelit…

  14. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 32

    208 Moderne Synoden. man etwa dann die Minorität, die anderer Meinung ist, verpflichtet erachten, diese Vorschrift wie ein wirkliches Gesetz fernerhin zu befolgen? Wollte man das, so würde man den Juden eine Gewalt aufdringen, von welcher s…

  15. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 33

    Die böse Zunge. 209 weil er der Vernunft allein nicht gehorchen zu dürfen glaubt, der wird diese Autorität nicht darin finden, daß andere aus gleichen Gründen mit seiner Meinung übereinstimmen, der wird die Vernunft anderer nicht bloß darum…

  16. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 34

    *Wahrheit aus den Sprüchen Salomos, daß ״Leben und Tod auf der Zunge“ liegt, noch so bekannt sein. Aber das Bekannte unserer Zeit immer wieder in Erinnerung zu bringen, darf uns nicht verdrießen, zumal, wenn es so wenig ins Leben gedrungen …

  17. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 35

    Die böse Zunge. 211 aber tötet sie nur in der Entfernung von 40—50 Ellen wie ein Pfeil? Daher heißt es שתו בשמים פיהם bis in den Himmel richten sie ihre Zunge. Unermeßlich, unabsehbar sind die Wirkungen der bösen Zunge. Wenn einer schlimme …

  18. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 36

    212 Die böse Zunge. II. Aber noch schlimmer erscheint uns die üble Nachrede, wenn wir bedenken, wie unverständlich und unbegreifbar der Trieb ist, der dazu verleitet. Jede Sünde ist letzten Endes der Ausfluß einer Torheit, wie es der griech…

  19. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 37

    Die böse Zunge. 213 Glieder von außen, du versteckt im Innern, ja ich habe auch mit zwei Mauern dich umgeben, eine aus Fleisch und eine aus Knochen למה יתן לך ומה יוסיף לך לשון רמיה was soll man dir noch geben, was noch für dich schaffen, d…

  20. 1914-06-01 · Heft 6 (Juni 1914) · page 38

    214 Bedeutungs-Wechsel von Bibelversen. von Liebenswürdigkeit, wir können nicht genug rühmen, wie wert und teuer uns der Besuch ist; aber kaum hat er das Zimmer verlassen, da wendet sich das Blatt und die unver־ dorbenen Kinder stehen dabei…