Mannheim
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  1. 1919-09-01 · Heft 9-10 (September 1919) · p. Seite 462

    …u bringen. Man zwingt ihn, seine Zustimmung zu /geben; kann hier noch von freiem Willen die Hede sein? — Hören wir, wie Malbim die Stelle erklärt. Der Ausdruck לרצונו bedeutet, daß die Spende mit dem freien Willen des Opfernden gebracht werden mu…

  2. 1919-09-01 · Heft 9-10 (September 1919) · p. Seite 465

    …so, daß das Blut an den vier Seiten sichtbar ist (nämlich an den beiden einander gegenüberliegenden Ecken des Altars).“ Malbim erklärt die Stelle in folgender Weise: Es ist ein Unterschied zwischen den Ausdrücken ,זריקה שפיכה ,נתינה und זריקה;הזי…

  3. 1919-09-01 · Heft 9-10 (September 1919) · p. Seite 466

    …auf den ersten Blick höchst befremdlich. Wieso soll die Hinzufügung des Wörtchens כי das Verbot der Mischung begründen? Malbim erklärt die Stelle in einleuchtender Weise. Es steht für uns fest, daß das Wörtchen כל in einem bejahenden Satz eine Ve…

  4. 1919-09-01 · Heft 9-10 (September 1919) · p. Seite 479

    …Die Chassidim haben eine andere Gebetsordnung (Palästinensischer Eitus, stark kabbalistisch, Nusach Ari, Beiname des E. Isaak Luria, s. hierüber die schöne Studie von Horodetzky, Mystisch־Eeligiöse Strömungen im Judentum usw., Leipzig 1914), 2. sie be…

  5. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · page 2

    1• maiaaat Yarlag• •rschien *oeben Rabbi I*aak Aboab מנורת המאור Der Ikhtspendende Leuchter bearbeitet und ins Deutsche übertragen von Rabbiner Dr. S. Bamberger, Hamburg. G…

  6. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 517

    …uch nach Sifre bedarf es eines besondere מיעוט, um die Frauen von den Ämtern auszusehließen. Das überflüssige מלך (vgl. Malbim zu Deut. 17, 15). das überflüssige איש (Bern, zum Gutacht. Nr. 3). Dessen hätte es nicht bedurft wenn die in den Punkte…

  7. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 522

    … ihnen gelegt haben, sie sind die Väter der Mischna. Es folgten ihnen, eine Generation nach der anderen, die Tannaiten, Amoräer und נ) Eine Erwiderung*von Oberrabbiner Dr. Ritter und andere Zu- Schriften über dies Thema folgen im nächsten Heft. — …

  8. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 529

    …olen“, ist das Lernen xoct* Sie wurde für alle, die ins Lehrhaus kamen, das mündlich zu erlernende Pensum. Zur Zeit der Amoräer nannte man die Mischna griechisch: Bsovsp«<71$ d. h. Wiederholung der Thora, und im Mittelalter erklärte man irrtümlich…

  9. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 531

    …pels und das Maß von Sepphoris. In der Urmischna findet sieh nur das Wüstenmaß, das zu ihrer Zeit noch galt. Hillel und Schammai drückten sich in jerusalemitischem Maße aus und die letzten Tannaiten in dem von Sepphoris. Zur Zeit der Tannaiten galt…

  10. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 533

    …chja und Nittai (Mattai) aus Arbela. 3. Juda ben Tabai und Simon ben Schetach. 4. Sclfmaja und Abtalion. 5. Hillel־ und Schammai. Sie waren die Häupter des obersten Gerichtshofs, und zwar war der erste in jedem Paare נשיא (Patriarch), der zweite אב…

  11. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 535

    …inungen der Zukunft weitergegeben wurden. Hillel, der Saken, der, aus Babel gekommen, Nassi im Senate geworden war, und Schammai, der Saken, als Ab Beth Din, waren es, die die Thora retteten, indem sie eine Sichtung der Urmischna in großem Stil Vor…

  12. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 537

    …ung oder Erklärung. Zuweilen waren sogar die Gelehrten der Schulen Schammais und Hillels anderer Ansicht als Hillel und Schammai selbst. In unserer Mischna sind die Aussprüche der späteren Tannaiten zur Urmischna hinzugefügt. Von ihr wird wie von e…

  13. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 538

    …n den Geist des Römerkriegs nicht verleugnen, stammten doch viele Zelotenführer aus dem Kreis der Tannaiten. Hillel und Schammai und ihre Schüler waren auch im halachischen Midrasch strittig, und viele Meinungsverschiedenheiten der Halacha, insbeso…

  14. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 539

    …e hermeneutischen Regeln, die von alters her überliefert waren, und zwar zählte er sieben Regeln. Später zählte man 13 (Rabbi Jischmael), und wieder andere Weisen benutzten Regeln, die in diesen Zahlen nicht enthalten waren. Bei diesen Zählungen liegt die…

  15. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 540

    …en ihrethalben ihr Leben hin. Die Mitglieder des Kollegiums hießen ursprünglich ״ Ältestetf, (זקן vgl. Hillel ha-Saken, Schammai ha־Saken und den Ausdruck כבר חורך. זקן). Später hießen sie ״Weisen“, Chachamim, ihre Anrede lautete Rabbi, vor der Ord…

  16. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 542

    …zialisierten sich einzelne Gedächtnismenschen auf die mündliche Bewahrung der Mischna. Zur Amoräerzeit später waren die Amoräer gleichzeitig auch Erklärer der Mischna, und der ״Tanna“, ״der Korb voller Bücher“ (צגא מלא ספרי), diente nur als Helfer…

  17. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 549

    …e dieser Mischnajoth erhielten sich, meistens über die Sitten des Anstands oder den Lebenswandel der Weisen. Hillel und Schammai waren über die Ordnungen der Mahlzeiten und der Hochzeitsfeiern kontrovers und beschäftigten sich im Lehrhaus mit den t…

  18. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 551

    …ehrhäusern großer Gelehrten, in denen der Thorageist sich in den verschiedensten Formen offenbarte. Zur Zeit des Babban Jochanan ben Sakkai lehrten noch alte Gelehrte, die schon zu den Zeiten des Tempels Bedeutung besessen hatten; Babban Jochanan und diese re…

  19. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 552

    …Fruchtbarkeit“. In der folgenden Generation gab es wiederum zwei Schulen und zwei Systeme, das Rabbi Akibas und das des Rabbi Jischmael. Das Wesen des Gegensatzes zwischen ihren Systemen lag im halachischen Midrasch. Rabbi Akiba deutete jeden Strich in de…

  20. 1919-11-01 · Heft 11-12 (November 1919) · p. Seite 553

    Die Mischna. 553 rationen: in seiner Jugend blühten die großen Schüler Rabban Jochanans, in seiner späteren Zeit war Rabbi Akiba die Autorität. Unter seiner Regierung/traten alle Gelehrten Israels zu einer außergewöhnlichen Session von 85״ Altesten…