Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1919)
- Date
- 1919-09-01
- Page
- Seite 466 (sequence 40)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2292929-2292989-2292994--03765-2297045- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Malbim 1× ep/1002711
OCR text
466 Über d. Zusammenhang zwischen schriftlicher u. mündlicher Lehre. lückenlos um den Tempel herumzogen, sondern nur an bestimmten Stellen des Tempelberges und der Yorhöfe postiert waren. Soll durch סבב ein geschlossener Ring bezeichnet werden, so wird das Wort verdoppelt (so z. B. Jech. 37,2 והעבירני עליה׳ סביב סביב) oder es werden beide Zeitwörter zusammen gebraucht, (vgl. Jos. 6, 3 וסבתם העיר הקיף, Kön. II 11,8 והקפת' על המלך סביב) es wird dann das Wort הקף zu dem Wort סבב hinzugefiigt (Ps. 48,13), um die Vollständigkeit zu betonen Nach diesen Voraussetzungen paßt das Wort סביב auch dann, wenn die umgebende Linie nur den Anfang der vier Ecken berührt, so wie es z. B. heißt: (Ex. 50, 33) ריקם את החצר סביב למשכן ולמזבח, obgleich der Vorhof die Wohnung nicht kreisförmig umgab; oder Richter 7,21 ויעמדו איש תחתיו סביב למחנה, wo ebenfalls nicht an ein lückenloses Umringen gedacht ist. Deshalb erklärt Sifra, daß zweimal gesprengt wird, doch so, daß die zwei Sprengungen als vier erscheinen, d. h. man sprengt das Blut an die nordöstliche und südwestliche Kante, so daß es sich nach beiden Seiten verbreitet und an den vier Seiten sichtbar ist. III. Zu Levit. 2,11 wird bemerkt: שאור לא תקטירו אין לי אלא המרובה המועט מנין ת״ל כל שאור ״ .אין לי אלא הוא עצמו עירובו מנין ת״ל כי כל שאורWürde es heißen ״״Sauerteig sollt ihr nicht verdampfen lassen““, so würde ich darunter nur eine größere Menge verstehen; da es heißt בל שאור ״keinerlei Sauerteig“, so bedeutet dies, daß auch ein geringes Quantum verboten ist. Aus* diesen Worten der Schrift würde ich nur das Verbot entnehmen, den Sauerteig selbst darzubringen; woher ersehe ich, daß auch alles, was dem Sauerteig beigemischt ist, untersagt ist? Weil es heißt: כי כל שאור.“ Auch diese Stelle scheint auf den ersten Blick höchst befremdlich. Wieso soll die Hinzufügung des Wörtchens כי das Verbot der Mischung begründen? Malbim erklärt die Stelle in einleuchtender Weise. Es steht für uns fest, daß das Wörtchen כל in einem bejahenden Satz eine Verallgemeinerung der Bejahung, bei einer