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  1. 1935-01-01 · 1935 · page 60

    46 § 3. Allegoristik und Vorstufen. UI. Hymnen, .Weisheitsschriften i. a. הפלגה“. Solche Kurzdeutungen dürften unter den mit פתר eingeleiteten Deutungen etwa die Hälfte ausmachen. Die ausführlichen Deutungen bedienen sich sämtlich der Metho…

  2. 1935-01-01 · 1935 · page 61

    A. Pitradeutungen 47 selbst schwur Gen 3153, daher Segen empfing 359 und als ge־־ recht gilt66. Als Beispiel einer Reihendeutung wählen wir die zweite Deutung67 des Lobes der tüchtigen Frau Spr 3110 ff. in MM. Sie bezieht jeden Vers auf ein…

  3. 1935-01-01 · 1935 · page 62

    48 § 3. AUegoristik und Vorstufen. III. Hymnen, Weisheitsschriften i. a. liefert; höchstens könnte man an Deutungen wie Qidd. 40 b erinnern, wo 87 ״dein Anfang sei klein, dein Ende groß“ auf Diesseits und Jenseits bezogen wird70. 2. Weit gr…

  4. 1935-01-01 · 1935 · page 63

    B. Metaphorische und allegorische Deutungen 49 den Löwen § 17 die Völker, die sich zurückziehen müssen, wenn die Sonne (des messianischen Königs) erstrahlt, unter dem Weitmeer entweder das Reich Edoms oder die Thora oder — die Hölle (§ 21 f…

  5. 1935-01-01 · 1935 · page 64

    50 § 3. Aüegoristik und Vorstufen: IV. Salomonische Schriften wand, das Buch enthalte nur ״Volksweisheit" (o. § 2 S. 16 f.). Für den Juden der nachbiblischen Zeit77 versteht sich das Lob eines arbeitsamen und sparsamen Lebens von selbst; eb…

  6. 1935-01-01 · 1935 · page 65

    A. Spxuchbuch 51 zutrifft, wird noch deutlicher durch § 11. Er findet es befremdlieh, daß nach I Kg 512 Salomo 3000 Sprüche verfaßt hat, in unserem Buche aber noch nicht 1000 vorhanden sind81, und weiß nur eine Lösung — daß jeder Vers auf m…

  7. 1935-01-01 · 1935 · page 66

    52 § 3. AlLegoristik und Vorstufen: IV. Salomonische Schriften dadurch geschieden, daß die Stelle selbst in der Tat eine Allegorie enthält und mit der Frauengestalt ein Abstraktum meint, wenn auch ein anderes als der Midrasch. Die Umdeutung…

  8. 1935-01-01 · 1935 · page 67

    A״ Spruchbuch 53 Vater. Daher finden sich bei vielen Mahnungen, a,uf die Stimme des Vaters zu hören, neben der wörtlichen auch allegorische Deutungen. So MM. zu 18, wo unter מופר אביך int wörtlichen Sinn ״etymologisch" das über die Ehrung d…

  9. 1935-01-01 · 1935 · page 68

    …92 תורה kann auch das Wissen um die Lehre bezeichnen. 93 S. o. S. 12 über Maimuni und die Anm. 80 angeführte Stelle aus Raschi zur Überschrift. Dieser selbst deutet die Stelle nicht einheitlich; 624 faßt er allegorisch, dagegen 629 ist er eher fü…

  10. 1935-01-01 · 1935 · page 69

    A. Spruchbuch 55 also zu dem unmittelbar vorausgehenden Verse 624 die Thora preist, ״die dich vor schlechtem Wege hütet; denn es heißt, dich zu hüten vor schlechtem Weibe, vor der Zungenglätte der Fremden“, so wird er unter dem schlechten W…

  11. 1935-01-01 · 1935 · page 70

    56 § 3. Aüegoristik und Vorstufen: IV. Salomonische Schriften len weithin ergießen“. Auch 1325 ״der Fromme ißt bis zur Sättigung; aber der Bauch der Frevler darbt“ wird in MM. von manchen auf das Thoralemen bezogen; ebenso 2819 ״wer sein Fe…

  12. 1935-01-01 · 1935 · page 71

    B. Qohelet 57 durch Deutungen wie: heil dem, dessen Todesstunde so rein ist wie die Geburtsstunde101. Dem Vorwurf der Entwertung des Lebens begegnet der Midrasch durch Pressen des Ausdrucks mit Hilfe des Jenseitsglaubens: unter der Sonne is…

  13. 1935-01-01 · 1935 · page 72

    58 § 3. Allegoristik und Vorstufen: IV. Salomonische Schriften ten), und nach dem Regen (der Tempelzerstörung) die Wolken (das Unheil, das Jirmija gekündet) wieder eintreffen, am Tage, da wanken die (priesterlichen und levitischen) Hüter de…

  14. 1935-01-01 · 1935 · page 73

    B. Qohelet 59 Aber auch der Satz 5״ 1גsüß ist der Schlaf des Arbeiters, ob er viel oder wenig gegessen; den Reichen läßt die Sättigung nicht schlafen“ kann, zumal im Munde des Weisesten der Mensehen, nicht wörtlich gemeint sein; er bedeutet…

  15. 1935-01-01 · 1935 · page 74

    60 § 3. AUegorisdk und Vorstufen: IV. Salomonische Schriften wörtliche und allegorische Deutung nebeneinander. 17 ״alle Flüsse gehen zum Meer" wird wörtlich, geschichtlich und allegorisch (die Thora geht ins Herz) aufgefaßt. 49 (12) ״besser…

  16. 1935-01-01 · 1935 · page 75

    C. Hohes Lied 61 mein Freund (Gott) ist niedergestiegen in seinen Garten (die Welt), zu den duftigen Beeten (Israel), zu weiden in den Gärten (bei den Völkern der Welt) und Rosen (Gerechte) zu suchen. Pitradeutungen auf geschichtliche Persö…

  17. 1935-01-01 · 1935 · page 76

    62 § 3. AlLegoristik und Vorstufen: IV. Salomonische Schriften fähig ist, emporläutem soll: jene Liebe, die kein Wasser auslöschen kann und die stark ist wie der Tod116. In solchen Worten das Klingen seiner eigenen Seele zu hören, hatte Isr…

  18. 1935-01-01 · 1935 · page 77

    C. Hohes Lied 63 einandergehen und gar von einem Versuch zeitlicher Ordnung der Ereignisse, auf die das Buch anspielt, nicht die Rede ist123. Vielmehr zeigt sich auch hier die — für das Verständnis der Aggada grundlegende — Tatsache, daß de…

  19. 1935-01-01 · 1935 · page 78

    61 § 3. AUegoristik und Vorstufen: IV. Salomonische Schriften ziehen127, — mag man bei dem Wort von den wohlduftenden Ölen HL 13 an die Stammväter, an die schriftliche und mündliehe Lehre denken oder darin eine Anspielung auf Israel sehen, …

  20. 1935-01-01 · 1935 · page 79

    C. Hohes Lied 65 enthält das ganze Buch offenbar bei wörtlicher Auslegung nicht einen Vers religiösen Gehalts. Aber andererseits: welche Fälle der Hoffnung, welche Tiefe und Glut religiösen Verbundenseins strömte es aus, wenn man in seinen …