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  1. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 351

    der Kommission soll die Kultusgemeindeordnung verhandelt werden, nicht aber ein Patent auf ein Privilegium der Gemeindevorstände! Der Rabbiner darf nicht eine bloße Sprechmaschine sein — braucht ja auch die Regierung religiöse Autorität, un…

  2. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 352

    werde es eine fixe Besoldung fordern und so werde die verhaßte jüdische Landeskasse wieder aufleben und mit ihr die drückende Judensteuer von ehedem, diesmal für Religionszwecke. Der Judenschaft ist jede religiöse Vorschrift Gesetz, jeder J…

  3. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 353

    Sie sollten von allen Mitgliedern der zugehörigen Gemeinden gewählt werden, die sich mit ihnen über ihre Kompetenz und Obliegenheiten einigen sollten. Die Bezirksrabbiner sollten auch der Regierung gegenüber die offiziellen Vertreter der Ju…

  4. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 354

    einige Separatvota von Teilnehmern wurden ihm beigeschlossen. Die Vertreter der Landgemeinden protestierten gegen den Beschluß, zwei bis drei Bezirke unter die Leitung ehemaliger Kreisrabbiner zu stellen, der Rabbiner Elbogen legte in aller…

  5. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 355

    religiös-moralischen Lebens in den Gemeinden, Gewissensfreiheit des Individuums, gleichmäßige Verteilung der Gemeindelasten, Exequierbarkeit der Beiträge, Sicherstellung einer würdigen Existenz der Gemeindeangestellten und besonders der Rab…

  6. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 356

    Zahlung der freiwilligen Beiträge entziehen konnte. Die Rabbiner und Lehrer waren allzustark abhängig, die Kreisrabbiner standen unter keiner Kontrolle von oben und übten auch selbst keine nach unten aus; Reformen führten sie auf eigene Fau…

  7. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 357

    man bei den Erörterungen das äußere und innere Moment, das religiöse und staatliche scheiden müsse. Die Kultusgemeinde soll demnach eine religiöse Gemeinschaft im Staate bilden, nicht einen Staat im Staate; dem Staate müsse stets die Oberau…

  8. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 358

    wo auf einer Fläche von 950 Quadratmeilen 70.000 Juden leben, also 70 Juden auf einer Quadratmeile. Auch Mecsery nahm nach den unverbürgten Nachrichten die Zahl der Judengemeinden in Böhmen mit 348 zu hoch an, deren jede angeblich ihr eigen…

  9. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 359

    jüdischen Kultusgemeinde, aber er empfahl dem Ministerium nicht, den Gemeinden Rabbiner aufzudrängen, sondern es sollte auf die Gemeinden nur indirekt eingewirkt werden, namentlich durch die Bestimmung der pflichtgemäßen Angliederung an ein…

  10. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 360

    Lande galt, daß es in Mähren gleichfalls immer noch einen Oberrabiner gab, daß Amsterdam und London ihre jüdischen Zentralorgane haben, daß Frankreich eine jüdische Konsistorialverfassung besitzt u. dgl. Nach Mecserys Ansicht war der Widers…

  11. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 361

    und Stellung möglichst selbständig und von der Willkür der Gemeinden unabhängig sein. Sollte er sich einer beantragten und von der Gemeinde angenommenen Reform nicht fügen wollen — bei der Beratung sollte er beratende Stimme haben —, so sol…

  12. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 362

    es die Integrität des Rabbiners zu schützen und seine Stellung in der Gemeinde zu stärken, und man muß ihm das Recht lassen, an die Gemeinde zu berufen, damit sie mit Stimmenmehrheit über die Einführung neuer oder die Abänderung bestehender…

  13. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 363

    den gegen jene Gemeinden erhoben, in welchen die Matrikenführung nicht dem Rabbiner oder dem Lehrer oblag, sondern einem herumziehenden Händler, der oft nur geringe Schreibkenntnisse hatte oder geschäftehalber nicht selten tagelang der Geme…

  14. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 364

    einmal wohl darum, weil unter den gegebenen Verhältnissen die Regierung keine Lust hatte, imperativ in die jüdischen Verhältnisse einzugreifen, namentlich aber wohl deshalb, weil die bald darauf im Gefolge des Absolutismus durchgeführten Ve…

  15. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 365

    aber auch nach seiner Kundmachung kam es nicht zur Bestätigung der so lange vorbereiteten Ordnung für die jüdischen Gemeinden in Böhmen. Den Juden wurde damals die Staatsbürgerschaft zuerkannt, die Gleichheit vor dem Gesetz, die Bewegungsfr…

  16. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 366

    …n dem Anhang zur erwähnten „Gutmeinung44 Fischers. —Die Literatur zur Geschichte der jüdischen Bücherzensur verzeichnet Guido Kisch in seiner Studie „Die Zensur jüdischer Bücher in Böhmen. Beiträge zu ihrer Geschichte.44 (Jahrbuch d. Ges. f. G. d. Jud…

  17. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 367

    6 Über Oppenheims Bibliothek vgl. Guido Kisch 1. c. 452 und Anm. 35. 7 Markus Fischer gab im Jahre 1823 die Broschüre „Allerlei über Juden und Judenthum" heraus (Pra…

  18. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 368

    Beide lauteten ablehnend. Beide Zensoren wiesen auf die leidenschaftliche Tendenz des Buches hin, das sich in heftigen und scharfen Worten gegen die Rabbiner wandte. Dittrich strich daher auf dem Titelblatt den Namen des Autors und ersetzte…

  19. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 369

    … „palaeophilen" Rabbiner und Talmudisten, wollte seine Sympathie für die Lehre des zu Berlin im Jahre 1789 verstorbenen Moses Mendelssohn auch äußerlich zum Ausdruck bringen. Im Dezember 1824 wandte er sich an das Gubernialpräsidium mit der Bitte um die Erl…

  20. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 370

    …ar Flekeles zeugt die Sammlung von mehr denn 30 Briefen Flekeles' an Fischer in der Prager Universitätsbibliothek. Vgl. Guido Kisch, S. 457 und Anm. 61, sowie die oberwähnte Studie von Lieben (Anm. 9). Ii. DIE VERSUCHE ZUR ERRICHTUNG EINES JÜDISCHEN S…