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Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik · 1935-01-01 · 7 (1935) · page 370

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Journal
Jahrbuch der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Čechoslovakischen Republik
Volume
7 (1935)
Date
1935-01-01
Page
– (sequence 370)
Language
German
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derung dieser Reformbewegung widmete Beer ein weiteres Kapitel seiner Broschüre der Empfehlung der deutschen Sprache für den jüdischen Religionsritus mir der Begründung, der Großteil der Juden könne schon sehr wenig Hebräisch, verstehe daher den hebräischen Ritus nicht und langweile sich beim Gottesdienste, schließlich plädierte er für Einführung der Orgelbegleitung, gegen die sich damals die Mehrzahl der jüdischen Rabbiner wandte. Das Gubernialpräsidium willfahrte damals bereitwülig Beers Ansuchen und sandte an sämtliche Kreisämter insgesamt 250 Exemplare der erwähnten Broschüre mit dem Auftrag, auf das Buch hinzuweisen und es womöglich zu verkaufen. Die Aktion hatte einen bemerkenswerten Erfolg — den Kreisämtern war es gelungen, fast alle erhaltenen Stücke an den Mann zu bringen, und der Erlös wurde dann dem Gubernium abgeliefert. — Von Beers Schriften sei hier nur noch seine „Geschichte der Erziehung" genannt, Prag 1832, und „Probe einer Übersetzung des More nebuchim", Prag 1833. Die bis zum Jahre 1808 erschienenen Schriften Beers finden sich zusammengestellt bei J. Fr. Herrmann: Gesch. der Israeliten in Böhmen (Wien und Prag 1819, S. 106f.). 12 a Über Baruch Jeiteles vgl. die Lebensdaten bei T. Jakobovits, Geschichte der Entstehung der Bibliothek der isr. Kultusgemeinde Prag (Prag 1927), S. 9. 13 Über die „jüdische Universität" in Prag vgl. meine oberwähnte Studie im VI. Jg. des Jahrbuches. 14 Für enge freundschaftliche Beziehungen Fischers zu dem Oberjuristen Rabbi Eleazar Flekeles zeugt die Sammlung von mehr denn 30 Briefen Flekeles' an Fischer in der Prager Universitätsbibliothek. Vgl. Guido Kisch, S. 457 und Anm. 61, sowie die oberwähnte Studie von Lieben (Anm. 9). Ii. DIE VERSUCHE ZUR ERRICHTUNG EINES JÜDISCHEN SEMINARS IN PRAG IN DER ERSTEN HÄLFTE DES NEUNZEHNTEN JAHRHUNDERTS. 1 Über das Studium der Juden an der Prager Universität und über die Prager „jüdische Universität" vgl. Guido Kisch: Die Prager Universität und die Juden. (Jahrbuch d. Ges. f. Gesch. d. Juden i. d. CSR., Jg. VI., 1934, namentlich S. 7 ff., wo auch die Literatur verzeichnet ist). Über die Prager jüdische „Universität" vgl. auch Roubik: Der Kampf um die jüdische „Universität" und die fremden Bocherim in Prag (ebenda, S. 295ff.). 2 Gegen die Rabbiner und ihren Einfluß ist auch die Kundgebung des jüdischen Zensors Fischer v. J. 1814 zugespitzt (vgl. Roubik: Zur Zensur jüdischer Bücher in Böhmen zu Anfang d. 19. Jahrh. in diesem Bande des Jahrb. d. Ges. f. Gesch. d. Juden i. d. CSR.) Über die rabbinerfeindlichen Kundgebungen vgl. auch meine Studien im V. und VI. Jg. d. Jahrbuches, besonders Jg. V, S. 317ff. 3 Näheres darüber in meiner zitierten Studie im V. Jg. des Jahrbuches, S. 317ff. 4 Zu den Verhandlungen aus dem Jahre 1837—1839 vgl. die Amtsakten des Böhm. Guberniums im Archiv des Ministeriums des Innern in Prag, CG. 1836—40, Sign. 62/10/1 und PG. 1836-1840, Sign. 7/5. 5 Die weiteren Verhandlungen siehe im Archiv des Ministeriums des Innern, 1841—1855, Sign. 22/11/1. Hier auch das Beratungsprotokoll vom 3. August 1841. Über die jüdischen Steuerüberschüsse vgl. 1841—55, Sign. 18/3/118. 6 Das Protokoll ist von folgenden Repräsentanten der Landjudenschaft unterzeichnet: Markus Mendl aus Böhm.-Brod, A. Morawetz, Hermann Martinowes, dem Stifter der bekannten jüdischen Schule zu Schwarz-Kosteletz, Moses Pick, Aron Kornfeld, Abraham Bandörfer, Isaak Heller und Alex. Oscher. 7 Rappaports Entwurf in 1841-1855, Sign. 18/1/5/II. 3 Landaus Plan ebenda. 368

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