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  1. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 331

    Fragen nach Prag eine Konferenz der jüdischen Vertrauensmänner aus ganz Böhmen einzuberufen, doch sollte neben den Rabbinern auch das Laienelement hinreichend vertreten sein. Die jüdischen Steuerpächter sollten endlich die Liquidationsbilan…

  2. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 332

    auch das gleiche Schicksal wie das ganze Elaborat der Judenkommission vom Jahre 1850. Im Protokoll der Kommission vomFeber 1850 war zwar stimmeneinhellig festgestellt worden, das jüdische Seminar bilde einen Eckstein der gesamten jüdischen …

  3. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 333

    Seminar zu errichten. Die Rabbiner hatten kein Interesse an der Realisierung dieses Gedankens, denn er war ihnen grundsätzlich unsympathisch, namentlich deshalb, da sie in ihm die Gefahr einer staatlichen Beaufsichtigung ihrer Vorbildung er…

  4. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 334

    größeren oder kleineren Religionsgemeinden zusammengeschlossen (Kultusgemeinden, Synagogengemeinden, kehila),2 allerdings nur dort, wo dies die Zahl der ansässigen Familien bedingte. An der Spitze dieser Gemeinden stand ein Vorstand, dem di…

  5. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 335

    Im Charakter der jüdischen Religion, die eigentlich keinen Unterschied zwischen Laien und Geistlichen kennt, lag es begründet, daß zum Vollzug der Kulthandlungen nicht unbedingt Rabbiner benötigt wurden, die übrigens nicht im wahren Sinne d…

  6. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 336

    …e in Prag gab es jüdisch-deutsche | Trivialschulen nur in den größeren Judengemeinden: Hofitz, Goltsch- Jenikau, Kolin, Münchengrätz, Humpoletz, Neubidschow, Lieben, Eidlitz, Jungbunzlau, Kuttenplan, Lichtenstadt, Teplitz, Königswart, Habern, Radnitz u…

  7. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 337

    besoldet (100—300 fl. CM. und das Schulgeld), taugten jedoch sehr häufig wenig, besonders dort, wo ihre Schulfunktion noch mit der Ritualschlächterei und den Pflichten eines Kantors verbunden war, da diese Nebenämter vielfach notwendigerwei…

  8. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 338

    dd. 25. Jänner 1850 knüpfte Prazäk an seine mündlichen Verhandlungen mit dem Ministerium vom August 1849 an. Er wies auf das Mißtrauen hin, dem namentlich bei den Landjuden Hainsfurts Entwurf begegnet war, und machte sich erbötig, ein Progr…

  9. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 339

    nen, indem er den Raudnitzer Rabbiner Kohn aufforderte, ein entsprechendes Gutachten zu erstatten. Kohn empfahl in seinem Gutachten, zunächst die nötigen Daten über die Zahl und die Organisation der Juden im Lande einzuholen, danach eine st…

  10. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 340

    standen hier vielfach in wesentlichem Gegensatz zu den Absichten der Judengemeinden und ihrer Vorstände.11 Fast alle Gutachten kamen darin überein, daß die jüdischen Kultusgemeinden und namentlich das jüdische Schulwesen notwendig einer Ref…

  11. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 341

    die Entstehung einer Hierarchie, gegen die sich denn sehr nachdrückliche Stimmen geltend machten. Bezirks-Kultusgemeinden mit Bezirksrabbinern, Kreisgemeinden mit Kreisrabbinern, die Landeskultusgemeinde in Prag mit dem obersten jüdischen K…

  12. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 342

    Gemeinde schlichten. Die Bezirksrabbiner, die in ihrer Gemeinde die Funktionen von Ortsrabbinern ausüben sollten, sollten außerdem verpflichtet sein, die Erfüllung der Kultus- und Schulfunktionen in allen Ortsgemeinden ihres Bezirkes zu bea…

  13. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 343

    Den landesfürstlichen Behörden sollte nur vorbehalten bleiben, gegebenenfalls bei hartnäckiger Verweigerung der Zahlung der Beiträge einzuschreiten , wiewohl auch da den Gemeinden noch vorher das wirksame Mittel zustehen sollte, nichtzahlen…

  14. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 344

    …em an der Spitze der Prager Judengemeinde ein Oberrabbiner mit drei Assessoren. Nach dem Tode des letzten Oberrabbiners Ezechiel Landau im Jahre 1793 wurde kein Oberrabbiner mehr ernannt und das Prager Rabbinat führten dann die drei Assessoren mit dem Tit…

  15. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 345

    einem Kanzellisten, einem Gemeindediener, einem Konskriptionsdiener, einem Aufseher über die Straßenreinigung, vier Nachtwächtern, einem Rathausturmwächter und einem Gefangenenaufseher. In der Gemeindekassa waren vier Personen beschäftigt, …

  16. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 346

    Dem Einwände der Juden gegenüber, die Aufhebung des Friedhofes würde gegen die jüdischen Religionsgrundsätze verstoßen, machte der Magistrat geltend, auch alle anderen älteren Prager Judenfriedhöfe (am Augezd, im Judengarten) seien anstands…

  17. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 347

    Präsident Kotz beantragte daher, zur Beruhigung der Judengemeinden bald eine statistische Übersicht der jüdischen Religionsschulen, der Wohlfahrtsanstalten und des Verwaltungspersonals in Böhmen zu veröffentlichen, da sich daraus ergeben we…

  18. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 348

    Der aus der Vorberatung hervorgegangene Entwurf entsprach der Mehrzahl der Beratungsteilnehmer keineswegs und erfuhr daher mannigfache Änderungen. Namentlich Dr. Wessely bemängelte das Fehlen von System, unpassende Stilisierung und vermißte…

  19. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 349

    1 zu erklären, sie seien vor dem Jahre 1848 als Organe der Regierung gezwungen gewesen, unpopuläre Maßnahmen durchzuführen, aber diese Entschuldigung vermochte den elementaren Widerwillen gegen diese den Juden aufoktroyierte Institution nic…

  20. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 350

    biner angehören mußte. Betreffs der Frage des obligaten Hebräisch an den jüdischen Schulen wurde beschlossen, daß nur für die Knaben das Bibellesen in hebräischer Sprache und die Grundsätze der hebräischen Grammatik verbindlich sein sollten…