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  1. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 311

    …klich in ihren Büchern, daß es dem Juden unter keinen Umständen erlaubt sei, so zu sündigen. So der Prager Oberrabbiner Ezechiel Landau, gest. 1793, der gleichzeitig das Oberhaupt der Judenschaft und Rabban, d. h. der größte Lehrer seines Volkes war; er v…

  2. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 312

    überliefert wurde, bis zur Zeit des Rabbiners Juda des Heiligen (Judas Hakkodosch), der es endlich aufsehrieb. Der zweite Teil des Talmud, Gemoro, schließlieh ist die Kodifizierung der Auslegungen, Nachträge, Sentenzen und Disputationen der…

  3. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 313

    einigen Bemerkungen auf die Erklärung vermeintlich auf die Christen gemünzter Ausdrücke zurück; am Beispiel der Bezeichnung „akum" zeigt er, daß der Pester Zensor eigentlich das Hebräische nicht gründlich beherrsche. Zuguterletzt berührte F…

  4. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 314

    sie von allen Völkern in ihren religiösen Grundsätzen abweichen. Betreffs konkreter Fragen bemerkte das Präsidium, man solle den Wiener Zensor zur Verantwortung ziehen, daß er anstößige Stellen über Kruzifixe und Wandbilder durchgelassen ha…

  5. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 315

    bidschow und später in Prag,12 ein Buch über die Geschichte der Juden von der Erschaffung der Welt bis zur Rückkehr aus der baby…

  6. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 316

    …r nach einigen Jahren in gleicher Absicht wieder. Sie sind unverträglich, benehmen sich unanständig gegen den gelehrten Moses Mendelssohn und seine ehrwürdigen Nachahmer, intrigieren gegen die deutsche Übersetzung der fünf Bücher Mosis, der Propheten und de…

  7. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 317

    mittels Hofdekret angeordnet wurde, daß unter der Strafe von 100 Dukaten in Prag künftig keine Talmuduniversität zu dulden sei, kehrten sich die Rabbiner nicht daran und die jüdischen Studierenden (bocherim) werden dem Verbote zum Trotz wei…

  8. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 318

    Bedrückung umschlagen und Fanatismus wecken könnten. Der Referent war überzeugt, auch die indirekten, damals angewandten Mittel, wie z. B. erweiterte Schulbildung, philosophisches Pflichtstudium für die Rabbiner u. dgl., würden dieses Übel …

  9. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 319

    …e Verhandlungen einzuleiten .2 Die Veranlassung hiezu war Ende 1837 aus Deutschland gekommen. Der jüdische Prediger Dr. Ludwig Philippson, Redakteur der Leipziger „Allgemeinen Zeitung des Judenthums", hatte der Nr. 88 dieser Zeitung vom 24. Oktober 1837 ein…

  10. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 320

    Exegese, Homiletik u. dgl. vorgetragen werden und dem Voranschlage nach mußten zu ihrer Errichtung mindestens 100.000 Taler zusammengebracht werden. Erst auf Grund des Erfolges der Subskription sollte das Statut ausgearbeitet, das Lehrerkol…

  11. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 321

    gescheitert war; er versprach sobald als möglich den Antrag auf Errichtung einer jüdisch-theologischen Fakultät in Prag für die Juden aus Böhmen, Mähren, Galizien und Ungarn vorzubereiten und vorzulegen, um von der Unterstützung des Philipp…

  12. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 322

    während eine Fakultät in Deutschland sich jeder Kontrolle entzöge. Müller empfahl daher die Annahme des Landauerschen Antrags und versprach sich von dessen Realisierung einen günstigen Einfluß auf die gesamte Judenschaft des Landes. Erst je…

  13. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 323

    dings nach der Anschauung der beiden Referenten vor allem Dogmatik pflegen und konnte darum nicht als Ziel und Höhepunkt des bisherigen Religionsunterrichtes gelten. Über das Programm der Fakultät konnten sich die Referenten nicht äußern, d…

  14. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 324

    zielle Basis für dessen Realisierung zu schaffen. Dies sollte auf einer Vertreterversammlung der Prager und der Landjudenschaft geschehen. Diese kam am 3. August 1841 auf dem jüdischen Rathaus zustande. Ihr Programm bildete vornehmlich die …

  15. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 325

    unter den gegebenen Verhältnissen überhaupt keine Aussicht auf Erfolg. Der Prager Rabbiner Salomon L. Rappaport entwarf damals einen Lehrplan für das geplante jüdische Seminar,7 berechnet auf ein acht- bis zehnjähriges Studium in drei Klass…

  16. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 326

    …mud und dessen Ausleger in einer für das religiöse Leben verwendbaren Auswahl, c) die dogmatischen und Ritualbücher des Maimonides, die Bücher Orach, Chaim, Magen, Abraham, Joredea und für das religiöse Leben verwendbare Lehrstücke aus Choschen-Hamis…

  17. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 327

    … erste Buch der Propheten, die hebräische Grammatik, der Talmud in den Traktaten Berachoth, Sabbath mit den Kommentaren Raschi, Tosepheth und Marscha durchgenommen werden sollten. Nach der Prüfung an dieser Vorbereitungsschule sollte der Hörer ac…

  18. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 328

    … in den Akten nicht vorliegt. Die hebräisch abgefaßten Entwürfe des R. Ephreim Low Teweles und des zweiten Oberjuristen Samuel Freund wurden von der Prager Judengemeinde dem Gubernium überhaupt nicht vorgelegt.10 Die Prager Judengemeinde sandte am 31. D…

  19. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 329

    standen. Als es aber kurz darauf wirklich zur ersehnten Aufhebung der drückenden Judensteuer kam, da war die Lage für eine Verwirklichung des Planes Landaus keineswegs günstiger: wiederum war es der damals mit aller Schärfe hervorbrechende …

  20. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 330

    …ber 1850 beim Innenministerium in Wien vier ähnliche und durchwegs sehr scharf stilisierte Beschwerden der Gemeinden zu Jungbunzlau, Brandeis a. E., Kolin und Neubidschow ein, die gegen die vermeintlichen Beratungen jüdischer Vertreter, die weder ihre…