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  1. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 210

    nehmen; aber „die vielfältigen Nahrungszweige, die ihnen izt schon offen stehen, nach bürgerlichen Verhältnissen ordnen, sie an diejenigen Vorschriften binden, welche sich alle Unterthanen des nämlichen Staates gefallen lassen, werde gewiß …

  2. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 211

    Ein solcher war die Frage der weltlich-wissenschaftlichen Ausbildung der künftigen Rabbiner. Man ist sich zwar darüber einig, daß sie gefordert werden müsse, über Art und Ausmaß jedoch gehen die Meinungen auseinander. Die weitere Gestattung…

  3. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 212

    Geldbesitzes zu gefährliche Mitbewerber um die bäuerlichen Anwesen wären (Ministerialdirektor Graf Kollowrat und Hof rat von Grohmann); die anderen (Hofrat Freiherr von Mayern und der Referent Graf Saurau) lehnten jeden ähnlichen Gedanken v…

  4. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 213

    … er sieben Jahre alt war, übersiedelten seine Eltern nach Prag. Er genoß dort und später an den Schulen zu Preßburg und Groß-Glogau den üblichen talmudischen Unterricht. Spät erst erlernte er die deutsche und andere Sprachen. Reisen führten ihn nach B…

  5. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 214

    Nach der positiven Seite hin ist Homberg bemüht, die volle Rechtsgleichheit, wenn nicht der Juden, so doch derjenigen Juden zu erwirken, die sich den äußeren Formen, dem Wirtschaftsleben ihrer Umwelt anpassen und einfügen. Er erklärt die Re…

  6. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 215

    halben Schranken in die Augen, in die er sich zurückzuziehen hat oder er empfindet den Druck jener Abgaben, die er mehr als andere Bürger seinesgleichen entrichten muß; und da er sich keines Verschuldens bewußt ist, das ihn zu jenen Schrank…

  7. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 216

    verändern, nie aber der Bemittelte. Aber die geschichtliche Erfahrung, die Vertreibung aus den verschiedensten Reichen haben die Juden unsicher, mißtrauisch gemacht und sie mußten daher immer auf den Fall, aus dem Lande ausgesetzt zu werden…

  8. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 217

    Wie den Rabbinern, so steht er dem Talmud ganz einseitig gegenüber. Er sieht in ihm nur ein „grundloses Meer von spitzfindigen und nutzlosen Künsteleyen, die das Gefühl gegen Schönheit, Ordnung, Regelmäßigkeit und Simplizität vollends abstu…

  9. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 218

    kann durch die weltlichen Behörden besorgt werden. Sie soll auch beitragen zur Vernichtung des jüdischen esprit de corps. Unter diesem Corpsgeist stellen sich die Gegner des Judentums nicht den wohltätigen, nützlichen, der Erhaltung des Gan…

  10. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 219

    Lehrpersönlichkeit die Grundfehler seiner ganzen Anlage zu überwinden vermag. Im Gegenteil, er ist fest überzeugt: Der Sabbatnachmittag, der Jugend meistens lästig, weil sie nichts handeln und verrichten kann, wird durch den Vortrag der Sit…

  11. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 220

    die erste Stelle gerückt wird. Welche Bedeutung die Beseitigung der dem Juden aufgezwungenen Abzeichen hatte, braucht nicht erst wiederholt zu werden. Den Irrtum aber, diese äußere Umwandlung so hoch einzuschätzen in ihrer Wirkung, teilte e…

  12. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 221

    Betrachtet man die Bedingungen, die Homberg aufstellt, so ist klar, daß sie den allmählichen Eintritt der überwiegenden Zahl der Juden in das volle Bürgerrecht ermöglichen sollen. Dem allgemeinen Teil läßt Homberg einen paragraphenweise aus…

  13. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 222

    der bürgerlichen Bestimmung gelangen und bemühet sind, derselben vollkommen und in ihrem ganzen Umfange zu entsprechen, einst des uneingeschränkten Bürgerrechtes theilhaft werden können usw." Dieser etwas weitschweifig ausgeführte Gedanke l…

  14. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 223

    ungeduldig erwarten dürfe, schließt sich seiner Anschauung an, daß man die Nation im ganzen durch Vorschriften unschädlich mache, zugleich aber mit Besserung der Individuen anfange. Man sondere die Guten, die Aufgeklärteren durch aufmuntern…

  15. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 224

    wolle. Die Führung der Standesverzeichnisse könne den Lehrern übertragenwerden, wo kein solcher sei, einem von der Obrigkeit zu bezeichnenden Hausvater. Außerdem müsse ausdrücklich erklärt werden, daß die Zahl der Rabbiner nicht vermehrt we…

  16. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 225

    ihnen denselben nur auf dem Lande und gegen Legitimationsschein zu gestatten. Dem Direktorium wäre dessen gänzliche Abschaffung, wie sie Gubernialrat Baron Eben fordert, am allerliebsten, es glaubt aber doch, daß man alten Juden das Hausier…

  17. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 226

    philosophischen Wissenschaften und das Naturrecht an einer inländischen Universität studiert zu haben. In der Wehrfrage betont Eger das Recht des Staates, die persönliche Dienstleistung zu fordern. Den Mehrheitsantrag, die Juden von der Gef…

  18. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 227

    Am 25. Juli überreichte das Direktorium den in der Entschließung vom 17. April geforderten Patententwurf.44 Hiebei schlug es als Präses der Talmudprüfungskommission Sonnenfels vor, „da hiezu ausgebreitete Gelehrsamkeit und Geschichtskenntni…

  19. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 228

    Wenn Eger trotz der ausführlichen Begründung des Direktoriums darauf beharrt, nur von den ins Ausland wandernden Juden ein zehnprozentiges Abfahrtsgeld zu erheben, so liegt dem ein tieferer Gegensatz der Staatsauffassung zu Grunde: Staatsei…

  20. 1935-01-01 · 7 (1935) · page 229

    daß die Gemeindevorsteher — aber die gibt es ja auf dem Lande gar nicht! — Rechnungsbücher in deutscher Sprache führten. Auch diese Vorschrift wird in das Patent aufgenommen. (§ 34.)47 Auch die Bestimmung über die Begünstigung der militärdi…