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  1. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 338 · Beiträge zum Fall Mortara (1858)

    338 Josef Meisl : Beiträge zum Fall Mortara XVI• Von Sclüeinitz an den Vorstand der jüdischen Gemeinde zu Berlin.. Randnotiz: 23. 12. 58. Mit Freude vernommen 29. 12. 58. Baßwitz. 1183. Seine Königliche Hoheit der Prinz-Regent haben mir die…

  2. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 339 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    A. Kaimnka: Beiträge zur Erklärung der Es ra-Apokalypse 339 Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes. Von A. Kaminka. (Schluß) V. Das hohe Alter der Grundschrilt und Schaltiel als Verfasse…

  3. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 340 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    340 A. Kaminka gelangt maii aber bei einer genauen Betrachtung des Inhalts zur Überzeugung, daß eine Beziehung der Dichtung auf Ereignisse der Römerzeit ganz unmöglich ist. Die Trauer um Zion und namentlich die Vision von der verzweifelten …

  4. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 341 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse 341 Mindestens also gab es Trost und Beruhigung in der bereits verbreiteten Erkenntnis der nicht territorial gebundenen religiösen und sittlichen Aufgabe. Im Mittelpunkt des Denkens aller Frommen a…

  5. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 342 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    …rtert. Es wäre auch sonderbar, daß der Verfasser auf Grund seiner Kenntnisse nicht den fiktiven Schaltiel oder Esra auf Jesaja und Jeremija hätte Bezug nehmen lassen. Das ist nur verständlich, wenn das Buch aus einer Zeit stammt, da die Prophetie…

  6. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 343 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse 343 lange vorher auf dem Lande lastete1. Aber sicher konnte zur Römerzeit nicht über den Verlust der heiligen Lade (1022) geklagt ״werden, da diese seit der eisten Tempelzerstörung überhaupt nicht …

  7. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 344 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    …des zweiten Jahrhunderts, Stellen aus dem Buche zitiert; mehr noch, daß Clemens von Alexandrien (ein Zeitgenosse des R. Jehuda Hanassi) den Vers 535 ausdrücklich mit den Worten anführt: *Eadpac b 7rpo<p7]TYj<z Xiyet*1 zeigt klar, daß die Schrift im Zeita…

  8. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 345 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    …ionen zu unterscheiden ist. 1 Die Identität beider Sagen ergibt sich aus verschiedenen, rabbinischeix Texten, u. a. aus Raschi, Sukka 41 a *מקדש העתיד שאנו מצפין בנוי (s. v. ומשוכלל הוא יגלה ויבוא משמים (אי במי, 2 בראנש ist wie בן אדם und בן אנוש…

  9. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 346 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    …ohen Alters der Schrift. Schon Daniel widmet ihnen keine Erwähnung mehr. In der römischen Kaiserzeit hielt ein Mann wie Rabbi Akiba sie für endgültig verloren. R. Simon b. Jochai meinte, daß, wenn sie Buße tun sollten, sie zurückkehren würden. Amoräer…

  10. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 347 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse 347 hundert v. Chr; hätte er ein sehr kühner Rationalist sein müssen, um den damals bereits verbreiteten volkstümlichen Gedanken an physische Höllenstrafen so zu deuten und zu idealisieren. Es muß …

  11. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 348 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    348 A. Kaminka Die ,,assyrische Schrift“, deren Hervorhebung auf die Ehrwürdig״ keit der Rolle hinweist (so wurden die hl. Bücher geschrieben: Mischna, Jadaim IV, 5) ist nach b. Sanh. 21 b die im Zeitalter Esras eingeführte, im Gegensatz zu…

  12. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 349 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse 349 S. 167—169) befaßt. Er kam der Wahrheit nahe, indem er auf L Chron 317 hinwies: ,,Und die Söhne des Jechonja, Assir und S a 1 a t h i e 1, s e i n Soh n“, dazu aus der arabischen Version (Gilde…

  13. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 350 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    350 A. Kaminka fallen“ heißen kann, und vom hebr.הכרת stammen)1. Aber inhaltlich: befinden sich Stücke, die spätere Mythen und eschatologische Wunder enthalten, in einem offenkundigen Kontrast zu anderen. Stücken, die einfache dichterische …

  14. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 351 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse 351 nach, dem Fall der Stadt“ als Fiktion behandelt. Der brennende Schmerz über die Verbannung erscheint in der fürstlichen Familie am natürlichsten. Es wird dadurch auch die exzeptionelle Stellung…

  15. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 352 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    352 A. Kaminka VI. Spuren des Verfassers. Es darf eine Vermutung gewagt werden, daß der Name des Verfassers auch an einer dichterischen Stelle in der Mitte des Buches angedeutet ist. 8r3 wird in einer Antwort Gottes ein abgeschlossener Geda…

  16. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 353 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse 353 keineswegs meinen: ,,Verstand in sich aufnehmen“, etwa1 אכקיי השכל Dazu kommt, daß die armenische Version hier hat tzadso zmits yerkir (Arm. Apokr. ed. Ven. 1896, S. 277): ,,Erniedrige den Vers…

  17. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 354 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    …lagelieder sind älter. Es besteht ferner die Vermutung (s. meinen ,,Le Prophete Isaie“, Paris 1925, S. 79), daß bereits Jesaja l2-5 das Akrostichon des Autors שטיה (Abkürzung von ישעיהו wie חוקיה von יחזקיהו) enthält, wobei V. 5 (ע) ursprünglich …

  18. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 355 · Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes

    …sra-Apokalypse 355 dichte widmet1, kann nur das des Verfassers unserer Apokalypse sein2. Auch eine Stelle in ״Othioth d'Rabbi Akiba“ wird durch unsere Apokalypse verständlich: Es steht auf (Serubabel ben) Schaltiel und spricht das Gebet: ״Groß und hei…

  19. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 356 · Zur jüdischen Altertumskunde

    356 S. Klein Zur jüdischen Altertumskunde* Von S. Klei n. (Schluß) 5. Zur inischmscli-talmudischen Namenkunde. In MGWJ 1920, S. 123—131, 181—196 (vgl. auch 1921, S. 370 bis 372) habe ich unter dem Titel ,,Zur Ortsnamenkunde Palästinas“ eine…

  20. 1933-01-01 · Heft 5 · p. Seite 357 · Zur jüdischen Altertumskunde

    …kunde 357 Standort des Götzenbildes den Ort גרבו oder ערבו unweit Siloh nennt1 2. Demnach ist bei בכי weder an בעל בבי (Baal-Bek) in Syrien^, noch an das (durch eigenartige Kombination gewonnene) עיר שמש in Dan (Jos 1941)3 oder an דובכים (Richter 2…