Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 77 (1933)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beiträge zur Erklärung der Esra-Apokalypse und zur Rekonstruktion ihres hebräischen Urtextes
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 342 (sequence 4)
- Language
- German
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- Isaiah 1× ep/1005097
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A. Kaminka 342 zusammengebrochen und für ihre Missetaten bestraft.waren. Das bot auch für die Zukunft Gewähr; die Weissagungen über das Ende Edoms und Daniels Allegorien über den Untergang der Heidenmacht wurden doch damals längst in allen Synagogen in öffentlichen Vorträgen erörtert. Es wäre auch sonderbar, daß der Verfasser auf Grund seiner Kenntnisse nicht den fiktiven Schaltiel oder Esra auf Jesaja und Jeremija hätte Bezug nehmen lassen. Das ist nur verständlich, wenn das Buch aus einer Zeit stammt, da die Prophetien erst anfangen sollten im Volke Verbreitung zu finden. 5. Der klassische hebräische Stil des Buches ist vore xilisch, namentlich der konsequente und “so häufige Gebrauch des Infin. (in der Übersetzung: Particip.) mit Verb, fin.1, der weder etwa in Daniel, Nehem. und KoheL, noch in den griechisch erhaltenen Ps. Salomos oder I Makk zu finden ist; er ist nur bei einem Autor׳ verständlich, der allein die alten historischen und poetischen Bücher der vorexilischen Zeit kennt2 und sich an sie anlehnt. (An manchen Stellen, z. B. 426, ist darum saeculum auch nicht עולם sondern ד1ר; es ist nicht die Rede von ,,Aeonen“, sondern vom Dahirigehen der Exils-Generation). Stilistisch bemerkenswert ist auch der Ausdruck cor malignum (320, 410) wie Jer 317, 724, 118 הרע cab, wofür später יצר הרע gesagt wurde, oder או־כנלים devorant wie Jer 1025, 507 und daß Worte wie 1תי1ת ,ענה ,הע״קר* in ihrem Sinne bei den Propheten gebraucht werden, während sie später vorwiegend in anderer Bedeutung bekannt waren und darum von den Übersetzern mißverstanden wurden3, wie dies bei der LXX vorkommt. 6. Ich möchte auf die Bemerkung A. v. Gutschmids kein Gewicht legen, wonach die Klage darüber, daß Zions Siegel, signaculwm Sion, in die Hand der Feinde gegeben wurde, eine Beziehung auf Titus ausschließe, da die Feindesherrschaft schon 1 Zu den (MGWJ 1932, 123, Anm. 3) angeführten Stellen ist nach״ zutragen: 775 (in der .Vulg. fehlend) und 12^ (in einem Satze außerhalb der interpolierten Adlervision). 1137 und 1240 wird durch dicens, dicentes לאמי wiedergegeben. 2 Zu diesen rechne ich, wie a. a. St. dargelegt, aus rein philologischen Gründen das ganze Psalmenbuch und den vollständigen. Jesaja. 3 Siehe Monatsschrift 1932, S. 128, 135, 138. :