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  1. 1933-01-01 · 1933 · page 48

    36 Sachen aus der Gesetzlichkeit der Seins-Erkenntnis folgen, sind die Gesetze des objektiven Willens oder die objektiven Ziele nicht aus der Erfahrung des menschlichen Willenslebens zu nehmen, sondern vielmehr aus der Idee des objektiven W…

  2. 1933-01-01 · 1933 · page 49

    37 der blinden Herrschaft der Triebe frei und wählt seine Gegenstände nach Maßgabe seiner Einsicht, ist praktische Objekt- Setzung im Vorsatz des Willens. Wille ist somit konzentrierter Trieb, konzentriert durch die einigende Kraft des Bewu…

  3. 1933-01-01 · 1933 · page 50

    38 ihrem letzten Grunde im Bewußtsein; wir nennen sie Wahrheit als das oberste Gesetz des Bewußtseins überhaupt. Bewährt sich die Tugend der Wahrheit zunächst in der sittlichen Selbstbesinnung und Selbstbestimmung, so nicht weniger in jeder…

  4. 1933-01-01 · 1933 · page 51

    39 wicklung aller gesunden Triebe für alle ermöglicht; 4. die Tugend der׳ Gerechtigkeit des Soziallebens besagt, daß die Gemeinschaft so geordnet sein muß, daß jedes Glied der Gemeinschaft seinen rechtmäßigen Teil erhält an Bildung, Regieru…

  5. 1933-01-01 · 1933 · page 52

    40 Gemeinschaft mit Erwachsenen und der innigen Atmosphäre des Hauses. Insbesondere ist die Bildung zur Arbeit, wie sie von Pestalozzi verstanden und von Fröbel ausgebaut wurde, in dem Zwange zur Wahrhaftigkeit, in der Erziehung des reinen …

  6. 1933-01-01 · 1933 · page 53

    41 vermag sie nur dadurch, daß sie den Unterricht in die Mitte stellt und die Erziehung scheinbar wenigstens ihm unterordnet. Die Erhebung vom Trieb zum Willen beruht auf der Konzentration des Bewußtseins. Diese gibt erst der anfangs blinde…

  7. 1933-01-01 · 1933 · page 54

    42 Der Beitrag der Schule zur Willensbildung ist also im Wesentliehen auf den Anteil des Intellekts an der Willensbildung und auf die Bedeutung der sozialen Organisation als solcher begrenzt. Aus der sozialen Aufgabe der Schule aber folgt, …

  8. 1933-01-01 · 1933 · page 55

    43 Für die höhere Schule, die wiederum einen Kursus von sechs Jahren umfaßt, ist um der Berufsteilung willen, zu der sie vorzubereiten hat, eine Mehrheit von Schulgattungen unerläßlich. Namentlich wird eine Scheidung nötig sein zwischen der…

  9. 1933-01-01 · 1933 · page 56

    44 wissenschaftlicher Geltung. Erst auf einer bestimmten Stufe nicht sowohl der Religion, als der Wissenschaft kommt es zu religiöser Begriffsbildung. Aber die Wissenschaft beweist die Unmöglichkeit solcher transzendenter Begriffe. Damit fä…

  10. 1933-01-01 · 1933 · page 57

    45 Unendlichen machen und so den ,,aufrichtigen Schein“ verletzen. Diese Wandlung der Religion von der Transzendenz zur Immanenz, zur Religion innerhalb der Grenzen der Humanität entspricht ihrem Wesen. Sie ist zur Grundlage des Religionsun…

  11. 1933-01-01 · 1933 · page 58

    46 Zu dieser Kulturphilosophie, deren Teil die Sozialpädagogik ist, Stellung zu nehmen, erfordert eine Auseinandersetzung mit dem gesamten Neukantischen System. Wir haben eine solche Auseinandersetzung an anderer Stelle, (zuletzt in dem dem…

  12. 1933-01-01 · 1933 · page 59

    47 des Willens ihre Grundlage hat. So sind es nicht die sittlichen Werte, die sich und ihre Rangordnung dem sittlichen Erkennen enthüllen, sondern werden die Werte selbst von der Einheit schaffen־ den Vernunft als sittliche Werte erst begrü…

  13. 1933-01-01 · 1933 · page 60

    48 lebendige religiöse Leben in konfessioneller Bestimmtheit sich entfaltet; 2. faßt Natorp die Aufgabe der auf der Grundschule zu errichtenden höheren und gewerblichen Schulen zu eng, wenn er ihnen lediglich die Aufgabe beruflicher Vorbild…

  14. 1933-01-01 · 1933 · page 61

    49 religiösen Kultur, wie des Religionsunterrichts. Natorphält die Religion der Transzendenz durch die kritische Einsicht in die Bewußtseinsbedingtheit der Gegenstände für widerlegt und fordert darum Umbildung der Religion in die Religion i…

  15. 1933-01-01 · 1933 · page 62

    50 zu vermitteln sucht, das stärkste Motiv im Zögling, das der pcrsönliehen Neigung und des wirtschaftlichen Interesses, für die Bildung des Zöglings unberücksichtigt läßt; zweitens, daß die Fortbildung, des Zöglings in den Gewerbeschulen n…

  16. 1933-01-01 · 1933 · page 63

    51 Familie für die Volkssittlichkeit maß auch unter den erschwerenden Verhältnissen des heutigen sozialen Lebens die Erziehung und Bildung der Mädchen für ihren natürlichen Beruf die wichtigste Aufgabe des Staates und der Gemeinden auf dem …

  17. 1933-01-01 · 1933 · page 64

    52 Mensch“ muß in allen Wissensgebieten zu Hause sein, ein ,,vielseitiges Interesse“ ihn zur Teilnahme an der ganzen Breite des Kulturlebens befähigen. Darum sind die Lehrpläne der höheren Schulen mit einem Übermaß von Fächern vollgestopft.…

  18. 1933-01-01 · 1933 · page 65

    53 Zeichen- und Gesangsunterricht werde vor allem in der Richtung der künstlerischen Erziehung ausgebildet, und neben dem obligatorischen ein fakultativer Gesang- und Zeichenunterricht eingerichtet. Für die religiöse Erziehung ist in Bayern…

  19. 1933-01-01 · 1933 · page 66

    Folgerung gezogen wissen, daß eine jede Schulform wirklich ihr spezielles Bildungsgut in den Mittelpunkt des Unterrichtes stelle. Auch auf den höheren Schulen ist encykiopädisches Vielwissen Tod aller Bildung. Denn Bildung ist innere Formge…

  20. 1933-01-01 · 1933 · page 67

    55 Eine solche Verteilung der Bildungsgüter auf die verschiedenen Schulgattungen erfolgt aber nicht bloß aus Gründen der Ökonomie, um in einem Bildungsgut zu intensiver Beherrschung des Stoffes zu gelangen. Sondern grade weil der Zweck des …