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  1. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 230

    jährlich über den Fortgang der Sache die Berichte aus jedem Lande und die Vorträge darüber erwarte Aus dringenden Mahnungen, die der Kaiser von seiner Reise nach den Niederlanden ergehen ließ, die er kurz nach Erlaß des Handbillets angetret…

  2. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 231

    die Juden aus Böhmen auszuweisen. Im Jahre 1541 bestätigte er einen darauf zielenden Landtagsbeschluß; dieser wurde aber schon 1544 widerrufen. Gefährlicher gestaltete sich die Lage, als der König im Jahre 1557 allen Ständen im Königreiche …

  3. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 232

    …ernannt.7 Die Kosten der Kultus- und Wohlfahrtseinrichtungen wurden durch freiwillige Beiträge aufgebracht. - Kolin und Jungbunzlau übten auch jüdische Gerichtsbarkeit erster Instanz in Zivilsachen.8 Die gesamte Landjudenschaft bildete eine Gemeinscha…

  4. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 233

    zu wenig zu tun hatten .12 Und 1775 (Verordnung vom 24. April) suchte man das jüdische Goldarbeiterhandwerk zum Absterben zu bringen, indem man denMeistern in Prag und in anderen Orten, „die sich der bisher betriebenen Goldschmied-Professio…

  5. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 234

    Kramerwaren, die nicht besonders verboten waren, öffentliche Gewölber auf Plätzen und Märkten, wo es Herkommen war (in Prag war ihnen das Mieten von Gewölben außer auf dem Tandelmarkt verboten); Besuch und Handel auf offenen Jahr- und Woche…

  6. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 235

    Eine ähnliche wirtschaftliche Leistung vollbrachte das Prager „Hausjudentum". In dem von Collini16 geschilderten freiwilligen Bedienten haben wir wohl einen derartigen Hausjuden zu erblicken. Auch sonst bediente sich der jüdische Handel vie…

  7. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 236

    liehe Goldschmiede mit Arbeit zu verlegen und mit Gold- und Silbergalanteriewaren zu handeln. Ein Hofdekret vom 24. April 1775 (s. o.) bestimmte, daß einzelnen Juden der Einkauf von Gold- und Silbermaterial gegen münzamtliehe Zertifikate un…

  8. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 237

    Beträge errichtet, auch eine allgemeine Kleiderordnung eingeführet; c) der den Christen so verderbliche Handel der Juden möglichst beschränkt würde. Graf Blümegen findet die Anträge des Proponenten so beschaffen, daß sie weder in linea came…

  9. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 238

    chenschule gegründet worden. 1776 war an das böhmische Gubernium der Auftrag ergangen, in diesem Lande israelitische Schulen zu begründen, allerdings zunächst ohne Wirkung (s.u.). Die Tätigkeit Carl Heinrich Seibts gewann auch Juden für die…

  10. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 239

    gegen die Juden Stellung. Die Zeit ist ja bekanntlich auch sonst reich an Schriften, die sich mit der Frage der religiösen Duldung im allgemeinen und mit der Judenfrage im besonderen beschäftigen. In Prag wurde der Streit durch eine Schrift…

  11. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 240

    Von den Antworten, die dies Büchlein fand, ist die wichtigste die gleichfalls ohne Namen Prag 1782 erschienene Schrift: Über die Unnütz- und Schädlichkeit der Juden im Königreiche Böheim, Mähren und Österreich, als deren Verfasser Ignaz Kli…

  12. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 241

    natürlich auch möglich, daß Klinglers Schrift von dem widerstrebenden Teile der hohen böhmischen Beamtenschaft veranlaßt oder doch beeinflußt wurde, aber auch, daß nur der Ausdruck gleicher, weitverbreiteter Anschauungen, gleiche Beurteilun…

  13. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 242

    aus dem Beispiele des Juden Süß. Im Feldbau sind sie überflüssig, weil in Böhmen genug Landvolk ist. Selbstverständlich sind die Juden schuld an der passiven Handelsbilanz, die dem Merkantilisten als besonders schädlich erscheint. Sie führe…

  14. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 243

    glücklich sind die Länder, in denen es keine Juden gibt. Indem er alle durch die Juden verursachten Schäden zusammenfaßt, meint K.: So halte ich es mit Cocceji, daß man die Juden hier in Böhmen zu belassen, nur unvollkommen schuldig sei. So…

  15. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 244

    …kerte Provinzen senden, wo sie gezwungen wären, den Ackerbau und andere Hantierungen zu treiben. Dazu empfehle sich der Banat. Die Referenten versprechen sich davon noch einen weiteren Nutzen bei der von ihnen vorausgesetzten besonderen Veranlag…

  16. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 245

    mieten, würde dazu führen, daß sie bürgerliche und obrigkeitliche Grundstücke durch wucherische Verleihungen an sich zögen und sie selbst nie bebauen würden, wenn ihnen nicht die Beiziehung der Christen glatterdings verboten würde. Dem Wuch…

  17. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 246

    … die böhmische Jurisdiktionsnorme in die Wirksamkeit kommen wird, die bei den Juden in Prag und so auch in Kollin, dann Jungbunzlau vorhandenen Bücher und Gerichtsschriften in die Registratur des respektiven Prager, dann Kolliner und Jungbunzlauer Mag…

  18. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 247

    aber auch bei diesen Gewerben „würden keine andern Betrügereyen als jene, die man auch bei den Christen antrifft, zu besorgen gewesen seyn", wenn die jüdischen Fabrikanten durch die Zunft- und Handlungspolizei, wohin sie künftig zu ziehen w…

  19. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 248

    gerichtlichen Handlungen haben solle, in der gerichtsüblichen Sprache des Landes bei Strafe der Nullität auszufertigen. b) „Dörfte der angeordneten Einführung einer nach der normal Lehrart eingerichteten Schule bey den Hauptsynagogen jeden …

  20. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 249

    (eben Johann Donhamer), der sich um die Religion sowohl wie um die Schule gleich verdient gemacht, und selbst vier Judenknaben täglich in seiner Schule habe, ein Beweis, daß er vernünftig duldend sey - (wäre) mit einer goldenen Medaille all…