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  1. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 90

    gewesen, die aber den Zwiespalt in der Gemeinde nicht bannen konnten. Wedeies wäre sogar selbst Urheber vieler Streitigkeiten gewesen. Die Akzidentien gehören rechtmäßig dem Rabbiner und nicht in die Kassa. Die beiden Rabbiner sollten zusam…

  2. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 91

    Kutschera von Osterberg am 3. März den Befehl, den Ältesten der Prager Judenschaft das Schreiben der kaiserlichen Hofkammer zuzustellen und ihnen mitzuteilen, daß auch die böhmische Kammer es bei der Aufnahme der beiden Rabbiner bewenden la…

  3. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 92

    …u nehmen, „damit die arme Gemeinde ferner in Fried, Einigkeit und guter Ordnung wäre". Als Folge dieser Eingaben erließ Leopold I. d. d. Wien 17. Feber an die Statthalter ein Dekret, worin er seiner Verwunderung Ausdruck gibt, daß die Prager Judenäl…

  4. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 93

    zeigt die Erregung, die innerhalb des Vorstandes und der Prager Judenschaft geherrscht hat. Nachdem sie die Dringlichkeit der Besetzung des Oberrabbinates und die Berühmtheit der erkorenen Rabbiner ausführlich geschildert haben, greifen sie…

  5. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 94

    mit der Übernahme des Oberrabbinates aufhören möchte. Zu Wedeies Nachteil bringt sie auch, daß „sein Vater, auch gewesener Oberrabbiner, bei der vor einigen Jahren vorbei gegangener homicidie des getauften Judens Winborsky interessiert zu s…

  6. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 95

    …ie kaiserliche Konfirmation des R. Gabriel zum Prager Oberrabbiner. In der Resolution an die Statthalter erklärt Kaiser Leopold I., sich „aus erheblichen Ursachen" für R. Gabriel entschieden zu haben und nimmt darin auf die Proteste des Prager Erzbi…

  7. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 96

    …von seiner erfolgten Bestätigung des Kaisers zum Prager Oberrabbiner gleich verständigt und veranlaßt, sein Rabbinat in Olkusz aufzugeben und die Reise nach Prag anzutreten. Über sein Ansuchen erhielt er vom polnischen König einen Paß, durch den …

  8. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 97

    Er übte nicht nur seine Lehrtätigkeit aus, sondern versah auch inzwischen die Funktionen, die dem ersten Oberrabbiner vorbehalten waren. Wie überstürzt die Übersiedlung Abraham Brodas vor sich ging, geht schon daraus hervor, daß er diese oh…

  9. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 98

    Gabriel Elkesch hatte auf Vergütung seiner Reiseauslagen Anspruch; als ihm diese von der Prager Judengemeinde nicht ersetzt wurden, wandte er sich am 20. März 1694 mit einem Gesuch an die böhmische Kammer. Außer um Rückerstattung seiner Rei…

  10. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 99

    Judengemeinde nicht einleben und entschloß sich nach einer halbjährigen Tätigkeit in Prag, die Stätte seiner Wirksamkeit zu verlassen. Der Ruf seiner Gelehrsamkeit und seines bescheidenen Wesens war weithin gedrungen und so wurde er an Stel…

  11. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 100

    c. Abraham Broda alleiniger Oberrabbiner der Prager Judenschaft Infolge der Wahl durch die Judenältesten und der kaiserlichen Bestätigung war Abraham Broda der zweite Oberrabbiner der Prager Judenschaft, dessen Hauptaufgabe die Unterweisung…

  12. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 101

    …ora vota gewählt. In derselben Sitzung wurde anstatt des ersten Oberjuristen Feisch Lichtenstadt, der als Rabbiner nach Jungbunzlau ging, R. Jakob Reischer-Backofen,40 ein Schwiegersohn des R. Wolf Wedeies, und an Stelle des Oberjuristen Lippmann Wolf…

  13. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 102

    Brodas Abwesenheit nutzte die große Anhängerschaft des R. Wolf Wedeies, die in der Gemeindeleitung wieder das Übergewicht erlangt hatte, zu ihrem Vorteile aus. Die Stelle des ersten Oberjuristen, die Wolf Wedeies bis zum Jahre 1693 inne hat…

  14. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 103

    …er Wahl zum Prager Oberrabbiner war weiterhin keine Rede. Um diese Zeit dagegen wurde Simson Wertheimer47, kaiserlicher Hoffaktor in Wien, der auch den Titel eines Landesrabbiners von Ungarn führte, zum Prager Oberrabbiner gewählt. Wertheimer lehnte…

  15. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 104

    Broda lehnte dies rundweg ab. Daraufhin beschwerte sich Wedeies beim Monatshalter, dem Regierer Selig Jossl Libochowitz, und erklärte, daß er nach den Rechtsgutachten des Moses Alscheich, Nr. 52, als ein Gelehrter, der die Belehrung des Ort…

  16. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 105

    Zigeiner Schul konfirmiert wurde, daß er seit seiner rabbinischen Tätigkeit in der Zigeiner Synagoge die Trauungen vollzogen habe, ohne jemals eine Erlaubnis des Oberrabbiners zu verlangen, wie dies auch alle Synagogen-Rabbiner zu tun pfleg…

  17. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 106

    …ines Rabbiners versehen habe. Auch der frühere erste Oberjurist Feisch Lichtenstadt, vorher Rabbiner in Kolin, jetzt in JungBunzlau, habe ihm, wie viele andere, bei der Verheiratung seiner Kinder die Gebühr bezahlt. Dies bezeuge sein Schwager, der Kas…

  18. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 107

    meinde auf ihme, Brodt allein, nicht verbleiben wollen, auch Er, Brodt, allein der Gemeinde nicht vorstehen kann". Sie führen abermals alle uns bereits bekannte Argumente an, die für ihre Unschuld sprechen. Ob es zum Verweise gekommen ist? …

  19. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 108

    …abbiner von Mähren war, zum Oberrabbiner der Prager Judenschaft zu wählen. Oppenheim wurde am 5. August 1702 von Kaiser Leopold I. bestätigt, doch trat er das Amt erst Ende 1703 an. Abraham Broda fühlte sich durch die Wahl Oppenheims sehr zurückgese…

  20. 1933-01-01 · 5 (1933) · page 109

    …biner erfolgte stets für eine begrenzte Zeit, zumeist für fünf Jahre, die dann automatisch verlängert wurde. Als Kaiser Leopold I. in seiner Resolution vom 30. August 1704 den Deputierten und Beisitzern der Landesjudenschaft und ihren Beamten 112 34