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Die moderne Predigt. Von Rabbiner Dr. G. Salzberger in Frankfurt a. M. ״Es ist eine alte Frage, ob die Menschen durch Predigthören ־wirklich glücklicher, besser und tüchtiger werden/‘ sagt Niebergall. ״Man weist auf die vielen Lauen und Lax…
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82 andeutungsweise reden läßt, das aber die Form der heutigen Predigt bestimmt. Denn N. bemerkt zwar treffend, daß Predigten immer unzeitgemäß sein müssen, weil sie ja ,,ewigkeitsgemäß" sein wollen. Aber wenn der Prediger diesen ewigen Inha…
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83 berichte, Legenden, Dogmen, alles Uebernatürliche sinkt dahin. Diese Stufe religiöser Entwicklung ist bereits vielfach überwunden. Der eigentlich moderne Mensch empfindet eine Sehnsucht aus der Leere der Glaubens- und Bindungslosigkeit h…
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84 dem Gehorsam gegen göttliches oder landesherrliches Gebot, nicht mehr auf allgemeiner Gewohnheit oder Sitte beruht, wo keine Streberei und wo kein Streben, anderen damit ein Vorbild zu geben, den Menschen in die Kirche führt, immerhin ni…
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85 Frage (auch die Judenfrage), der Krieg, die Todesstrafe, Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit, Klassenkampf, Sport, Radio, Kino, Freitod, Alkohol, Spiritismus und Okkultismus. Von Fragen, die sich auf das religiöse Leben beziehen: Wie erlebt ma…
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86 der Predigt •hat sich gehalten, aber der freie Text hat grundsätzlich gesiegt. Der Weg geht vom Leben zum Text, ehe er vom Text zum Leben geht. Von der Verwendung des Textes als Motto bis zur Auslegung, die Zug um Zug der Gliederung des …
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87 stellt N. hin, daß der Prediger auch außerhalb des Gottesdienstes, bei Kasualreden, in religiösen Artikeln, am Radio besser, verständlicher, menschlicher rede. Er schließt mit den Worten: ,,Man mag sagen, was man will, die Zukunft unsere…
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88 nicht unwichtiger Faktor ist dabei die Renaissance der jungen jüdischen Generation im Zionismus gewesen, einer Bewegung, die anfänglich das nationale gegen das religiöse Moment ins Feld geführt, in ihrem Verlaufe aber die religiösen Rich…
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…n Religion, aber auch nicht in der Erweiterung und Vertiefung jüdischen Wissens sehen kann. Viel richtiger urteilt doch Franz Rosenzweig, wenn er meint, in der Interpretation könnten die Rabbiner ,,zurückfinden zum einzig genuinen jüdischen Predigtstil, zu…
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90 die Menschenseele und ihren Gott, nicht zuvörderst um Glauben, Sünde, Gnade und Erlösung, sondern um Thora, d. h. die ״Weisung“, wie die religiösen Wahrheiten bewährt, die Lehren gelebt werden können und sollen in einer die ganze Wirklic…
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91 erhoben, ist nicht Verwalter von Sakramenten. Er ist der Lehrer seiner Gemeinde, übt also einen Beruf aus, den grundsätzlich bei gleichem Wissen und gleicher religiöser Lebensführung jeder in der Gemeinde ausüben könnte. Wenn er, wie der…
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92 fremden Gestade aussetzt“1. Es versteht sich, daß er im Amte nun erst recht durch Unterricht, durch persönliche Anteilnahme am Schicksal der einzelnen Gemeindemitglieder, durch seelsorgerische und soziale Tätigkeit mit dem wirklichen Leb…
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93 Prediger ,,haben allen Grund, uns auf das Wie zu besinnen, in dem wir unsern Stoff vortragen, denn die Form ist für den Hörer noch wichtiger als für den Leser**. Selbst die jüdische Orthodoxie legt Wert auf die Form, wenn sie ,,die schön…
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94 aber auch nicht unterschätzt werden. Sie hat sich nicht nur im liberalen, sondern gegen alle Widerstände auch im orthodoxen Gottesdienst1 durchgesetzt. In einer Zeit, in der die Religion ihre unmittelbare Anziehungskraft in weitesten Kre…
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95 auf. den durch das reformato rische Zenlraldogma beschriebenen Vorgang, interessant ist, was Duhm in diesem Zusammenhang vom Judentum sagt. Zu alttestamentlich nennt er diese Entfernung Gottes vom Menschen und doch nicht alttestamentlich…
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…ann1 aus seinem Nachlaß von seinen Schülern und Nachfolgern im Amt des Lehrers an der Landesrabbinerschule in Budapest, Ludwig Blau und Max Weiß, soeben herausgegeben, sind ein Dokument pietätvoller Dankbarkeit. Was der viel zu früh dem Leben und der …
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…des XVI. Jahrhunderts. Von J. Schirmann in Berlin. In den ,,Beiträgen zur Geschichte des jüdischen Dramas<f (1874), die Abraham Berliner seiner Edition von M. Zacutos ,,Jesod *olam“ voranschickte1, wird zum ersten Male ein anonymes hebräisches Theaterstück…
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98 im Anschluß an diese textkritische Vorarbeit konnten ־weitere Untersuchungen durchgeführt werden, deren Ergebnisse im vorliegenden Artikel zusammengefaßt sind. Ich möchte an dieser Stelle Herrn Professor Dr. Umberto Cassuto-Florenz für ü…
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…Jht. an in Norditalien tätig: der bekannteste unter ihnen ist Jehuda (Leon) ben Semu’el Sinai aus Cologna, 1484—1513 in Ferrara, liturgischer Dichter und Handschriftenbesitzer, vielleicht auch Verfasser einer Sentenzensammlung nach Talmud und Midr…
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100 ziano (;?)“ (undeutlich). Ein späterer Benutzer des Ms. hat oben am rechten Rand von f. la geschrieben: אמון קומידיאה אשל חברה המחבר בלשו[ הקדש. Unter den Kritzeleien auf f. 32b (der eigentliche Text ist mit f. 32a zu Ende) liest man: C…