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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1931-01-01 · Heft 2 · p. Seite 97

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
75 (1931)
Issue
Heft 2
Article
Eine hebräisch-italienische Komödie des XVI. Jahrhunderts
Date
1931-01-01
Page
Seite 97 (sequence 1)
Language
German
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97 Eine hebräisch-italienische Komödie des XVI. Jahrhunderts. Von J. Schirmann in Berlin. In den ,,Beiträgen zur Geschichte des jüdischen Dramas<f (1874), die Abraham Berliner seiner Edition von M. Zacutos ,,Jesod *olam“ voranschickte1, wird zum ersten Male ein anonymes hebräisches Theaterstück mit dem mutmaßüchen Titel ,,Amon und Debora“ erwähnt. Die sehr knappen Angaben über dieses Drama2 schöpfte Berliner aus einer brieflichen Mitteilung des Oberrabbiners Marco Mortara in Mantua, der damals zwei-Hss. des unbekannten Werkes besaß. Später kamen diese beiden Mss. in die Sammlung von David Kaufmann und, nach dessen Tode, in die Bibliothek der Ungarischen Akademie zu Budapest. Max Weisz hat sie im Katalog der Kaufmannsehen Hss. (1905) unter den Nummern 550 und 551 verzeichnet. Im Frühjahr 1926 konnte ich dank der Zuvorkommenheit der ungarischen BibliotheksVerwaltung beide Mss. in Berlin benutzen. Beim Kopieren ergab sich aus ihnen ein zwar brauchbarer, doch keineswegs fehlerfreier Text, so daß die Kollation mit einem dritten Ms. des gleichen Werkes vonnöten schien. Ein. solches glaubte ich ־— wie sich nachher erwies, mit Recht — im Kodex 1373 der Sammlung Elkan N. Adler (jetzt Jewish Theological Seminary of America) zu finden, da er im Katalog (1921, S. 61) als אמון ודבורה״ by Solomon Graziano“ (sic!) bezeichnet wird. Herr Professor Dr. Alexander Marx, der Bibliothekar des JThS, hat meine Arbeit in liebenswürdigster Weise gefördert, indem er das fragliche Ms. über den Ozean schickte, so daß ich durch Autopsie seine Identizität mit den ersten zwei Hss. feststellen konnte. Zu besonderem Danke bin ich ihm außerdem für die Auffindung und Uebersendung eines vierten Ms. verpflichtet, von dem ich keine Kenntnis hatte: es ist der frühere cod. 478 Halberstam, nunmehr gleichfalls im Besitze des JThS3. Nach Prüfung seines Inhaltes ergaben sich so viele Abweichungen gegenüber den anderen Hss., daß eine neue Abschrift des ganzen Werkes hergestellt werden mußte, wobei cod. Halberstam als Grundlage diente. Nur 1 Jessod Olam. Das älteste bekannte dramatische Gedicht in hebräischer Sprache von Mose Sacut (1576—1642) [sic!]. Zum ersten Male nach drei Handschriften ediert und mit einer Einleitung versehen. Berlin 1874. 2 ״Zu den noch unedierten Dramen sind nach einer Mitteilung des Herrn Mortara nachzutragen .... אמון ודבורה, Drama in Prosa mit Prolog. Titel and Autor sind in zwei Handschriften, welche . . . im Besitze Mortaras, sind, unbekannt. Letzterer gibt nach dem Inhalte diesen Titel als wahrscheinlich an“ a. a. S. XL. 3 R. N. Rabbinowicz beschreibt diese Hs. folgendermaßen (Katalog VI Nr. 105 ־־ IX Nr. 91): ,צחוה בדיחותא דקדושין, משחק (טהעאטערו בחמשה מחווה ובסופו הם ונשלם ע״י יצחק סיני מקולונייא. שיחה בין אם לבנה קטן ובין א= ואם וקטן, בסופו חם ונשלם ע׳־י יצחק סיני מקולוניא פה ציריאי שנת שמ״ח ♦ ואיני יודע אם הוא המחבר או רק הכותב והוא הספר הראשון שנתחבר בלה׳'ק במשחק טהמטעד. Die von mir gesperrte wichtige Bemerkung ist von niemand beachtet worden. Monatsschrift, 75. Jahrgang. 7

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