Mannheim
Compact Memory
10,945 pages · page 30Sort: oldest first · newest first
Pages per year (click a year to narrow down)
19,689
176818892011
  1. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 251 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    251 der Arten besteht die Tatsache der konstanten Veränderlichkeit, sondern sie sprengt auch den Rahmen der Arten, reißt die Schranken zwischen den Arten nieder, sodaß das ganze Reich der Natur vom einheitlichen Ström des Werdens erfüllt is…

  2. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 252 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    252 sein ist eine Waffe in diesem Lebenskämpfe. Denn die Solidarität der Menschheit vergrößert die Chancen des Sieges über die Gegner des Menschen, unterwirft die Natur dem Menschen, schränkt die Gefahren ein, die dem Menschen vom Menschen …

  3. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 253 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    253 loren. Nicht für die Entstehung der Arten, wohl aber für die Erhaltung der entstandenen Arten bleibt der Gedanke vom Kampfe ums Dasein von grundlegender Bedeutung. 2. Berg s o 111. Dem Darwinismus ist in Bergson der bedeutendste Gegner …

  4. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 254 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    254 er in der Strömung des Meeres ist, so ,wenig können wir von Eiementen und besonderen Inhalten des Bewußtseins reden, ohne die Dynamik der Seele zu übersehen. In jedem Inhalt unseres seelischen Lebens aber lebt die ganze Fülle und Energi…

  5. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 255 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    255 Unmöglich wahr sind demnach alle Theorien, die wie der M a - terialismus die Seele zu einer Begleiterscheinung körperlicher Vorgänge nivellieren oder auch nur wie der Parallelismus eine bloßes Nebeneinander von Seele und Körper statuier…

  6. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 256 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    256 Diese G e s c h i c h t e ist in ihrer Ziikunft nicht zu berechnen, aber auch ihre Vergangenheit ist uns nur bruchstückweise bekannt. Immerhin vermögen wir die entscheidenden zur Verwirklichung gelangten Tendenzen dieses schöpferischen …

  7. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 257 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    257 Wirklichkeit. Nur ihre raumzeitlichen Zusammenhänge erfaßt er in den Formen der denkenden Verarbeitung der Wirklichkeit und schafft ein Bild der Wirklichkeit, das geeignet ist, dem Handeln Stützpunkte zu geben. Aus dieser Funktion, dem …

  8. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 258 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    258 sie in den Anfängen, aber sie wird wachsen und die Schöpferkraft des Lebens als Wesen des Lebens erfassen. Auch die Materie wird sie als die unterste Stufe geistigen Seins, als tiefste Abspannung des Geistes, sein fast erloschenes Bewuß…

  9. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 259 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    259 In ihrer Beziehung auf die Tatsachen des Lebens und der Seele von intuitivem Gehalt. Intuitive Begriffe bilden alles geschichtliche Begreifen. Bergson gibt diesen Begriffen das Heimatsrecht in der Wissenschaft. Die Begriffe der Mathemat…

  10. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 260 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    260 Andererseits aber muß ein lebendiges, theistisches Bewußtsein ein Weltbild als sich adäquat erkennen, das in dem Weltgeschehen .der wachsenden Freiheit des Geistes nicht nur R a u m gibt, sondern diese zum Ziel der schöpferischen Entwic…

  11. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 261 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    261 Und wie das Erkennen so ein rastlos fortschreitender, jede erreichte Stufe transcendierender Prozeß ist, schreitet unser Wollen zu immer neuen Zielen fort, und überwindet ein jedes durch Beurteilung dieser Ziele an sie übertreffenden Ma…

  12. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 262 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    262 alles Seiende in einem unendlichen kontinuierlichen Zusammenhang des Raumes der Zeit, der Bewegung — unter Weglassung aller Wert- Unterscheidungen. Aus dem vital gebundenen vorwiss.enschaff liehen Erkennen erhebt sich die Freiheit wisse…

  13. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 263 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    263 b). Das individuelle Gesetz. Das Leben aber duldet keine dauernde Bindung durch Formen, die sich seiner Strömung entziehen. Wie es der Schöpfer der Formen ist, so zerstört es jede Form, deren Sinn von ihm durchlebt und innerlich überwun…

  14. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 264 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    des Glaubens nur ein Zwischenspiel, wie sehr immer der Schein entstehen mag, das religiöse Leben vermöge ohne Glaubensinhalt zu bestehen. Die Zersetzung der Fonnen ohne Schöpfung neuer Formen ist der Konflikt der modernen Kultur schlechthin…

  15. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 265 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    265 Schöpfer dieser Gehalte ist, das Ich. In grenzenloser Zufälligkeit erscheint das gelebte Leben vor dem Geheimnis des Ich. Das Wertbewußtsein, das die Unvergänglichkeit der Sinngehalte erfaßt, ergreift auch das Ich als mit den Sinngehalt…

  16. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 266 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    266 belauschend, es mit einem Gespinst flüssigster Begriffe nachzeichnend im widerspruchsvollen Bewußtsein der Inkongruenz von Leben und Betrachtung und zugleich ihrer tiefsten Einheit. Nichts weniger als ein dogmatisches System der Lebense…

  17. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 267 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    267 selbstgenugsame Formen des Lebens sind. Ihre Selbständigkeit ist die Befreiung des Lebens von sich selbst. Diese Entleerung der Lebensformen von ihrem metaphysischen Wirklichkeitsgehalt kommt am deutlichsten in Simmels Stellung zur Reli…

  18. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 268 · Zur Religionsphilosophie der Gegenwart

    268' . heilige G o 11 ist das Ziel des Lebens, in ihm findet der Mensch Unsterblichkeit.. In Simmel vollzieht sich auf dem Wege individuellen Suchens der Durchbruch zum Absoluten, zu Gott. Seine Wurzelung im Intellektualismus der Zeit, ihre…

  19. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 269 · Die Lehre vom Heiligen Geist im Judentum und in den Evangelien

    269 .י'.־ " "; י■ * ־ ■י liehe Prophctologie offensichtlich unmittelbar unter islamischem, mittelbar unter griechischem Einfluß steht. Der Glaube an einen göttlichen Geist als Spender übernatürlicher Erkenntnisse ist ja im griechischen Kult…

  20. 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 270 · Die Lehre vom Heiligen Geist im Judentum und in den Evangelien

    'י'י: 270 von bösen Geistern gebraucht wird (s. Levy s. v.), so läßt sich denken, welchen Erfolg ein Missionar haftender in einer Versammlung von Juden den heiligen Geist als ללחא bezeichnete V In Griechenland dagegen ist die Verwendung von…