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  1. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 191 · Mose am Dornbusch

    191 ובאלהיהם עשה יי׳ שפטים. Es liegt in dem Worte der triumphierende Ton des Siegers, wie er den Feind zerschmettert hat, nödh den Arm :erhoben und die Faust geballt. Es ist der Ton des Siegesliedes am roten Meer, des יי׳, der ein איש טלחטה…

  2. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 192 · Mose am Dornbusch

    Jakob 359 וירא אלהים אל יעקב cfr. v. 1 48 לאל הנראה אליןs נראה אלי. Aber keinem von ihnen ist er mit dem absoluten 'אני יי entgegengetreten, sondern wenn er zu ihnen ein absolutes sich auf sein Wesen berufendes Wort aussprach, so lautete es…

  3. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 193 · Mose am Dornbusch

    193 י■ er ihnen noch nichts iind ihre Nachkommen schmachten in Aegypten statt Kanaan zu besitzen. Er hat mit ihnen einen Bund geschlossen, aber ihn nicht ausgeführt. 1 Daß El Schaddaj keine Ihvh entgegengesetzte göttliche Person ist, ist se…

  4. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 194 · Mose am Dornbusch

    194 Die Form שלי kann kaum etwa? anderes als ein Adjektiv mit Intensivbildung sein, wie אל) לן?א)• oder א, לחום וחנון. Dem Gebrauche nach kommt ihm am nächsten עליון, denn es wird nicht nur gleich diesem neben אל selbständig gebraucht, sond…

  5. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 195 · Mose am Dornbusch

    195 näher ausgeführt ist: *וידעתם כי אני יי. Dies muß also, bedeuten: und ihr werdet erkennen, daß ich wirklich Ihvh d. h. ein allmächtiger Retter und Erfüller meines unvergessenen Bundes bin. Durch die Erzählung davon, wie Gott sich an Aeg…

  6. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 196 · Mose am Dornbusch

    196 ■ etwa auch vor Jeremia niemand den Namen gekannt?), sondern seine Allmacht erleben und anerkennen müssen. ידי שמי?= רגבורתי. Das Passiv zu dem…

  7. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 197 · Mose am Dornbusch

    197 fremd zu stellen, alle Zurückhaltung will er aufgeben, mit seinem Namen öffnet er ihnen seine Arme und sein Herz, nachdem sie die Prüfung bestanden, nachdem sie ihm in der Liebe zum Vater gleich geworden sind. Vgl, Spr 74: Sprich zur We…

  8. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 198 · Mose am Dornbusch

    198 Kann dies schön darauf :führen, daß c. 6 die mit höchster Kunst vorbereitete Fortsetzung zu c. 3 ist, so bestätigt eine weitere Vergleichung, daß sie nicht von zwei verschiedenen Verfassern herrühren können, sondern sich in einer Weise …

  9. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 199 · Mose am Dornbusch

    199 ׳ •־'• ■ ■;־ז.; daß wir endlich nicht erfahren, zu welchem Endzweck Israel in dieses Land gebracht werden soll. Da dies Vorstellungen sind, die keinem" Erzähler, er habe J, E oder P geheißen, fremd sein konnten, so gehörte Kunst dazu (e…

  10. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 200 · Mose am Dornbusch

    200 r : als El Schadda j , aber was es heißt: ״mein Name ist Ihvh!" darin habe, ich mich ihnen noch nicht offenbart. Damit ist die zweite Grundsäule der Quellenscheidung im Pentateuch ebenso zertrümmert wie die erste. Das ״ Gravitationsgese…

  11. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 201 · Zwei alte jüdische Beschreiungsformeln

    201" ״ •■־ ■; ' י; " im Himmel sein, undt hei all den reinen Zadicim daß du nit solst scheinen über berg noch über ta[l] du bießt denn diesem Hertz gespannt Hertz von dem (?) Hertz Klamm schneidt dich Leber von der Lung als der mön von der …

  12. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 202 · Zwei alte jüdische Beschreiungsformeln

    202 י י :. V . bermuoter leg dich mit solchen Worten beschwör ich dich mit neun torath un mit neun reinen sepher torath. Der Ausdruck bleibt freilich dunkel, ebenso die Form torath, die u. E. sonst nirgends in jüdisch-deutschen Texten zu be…

  13. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 203 · Zwei alte jüdische Beschreiungsformeln

    203 nachprüfen können. Ohne diese Kontrolle, die nach dem, was A. Müller a. a. O. bietet, dringend nötig erscheint, lohnt es nicht, den Text des interessanten Zauberspruchs, der spätestens aus dem 14. Jahrhundert stammen wird, hier abzudruc…

  14. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 204 · Kartenspiel und Spielkarten im jüdischen Schrifttume

    …tenheit gewesen seien. — Das erste Zeugnis, das wir über kartenspielende Juden besitzen, liefert ein jüdischer Dichter, Kalonymus ben Kalonymus (1287—1337), in seinem satirischen Zeitspiegel Eben bochan (Prüfstein), in dem er die Schäden seiner Zeit verspottet, d…

  15. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 205 · Kartenspiel und Spielkarten im jüdischen Schrifttume

    Dagegen erklärte . die Gemeinde B o l o g n a im Monät Tebet 5176 (1415):: ״Wir beschließen, daß vom heutigen Tage'bis in 10 Jahren ikein Jude, der in einer; Stadt mit einer roman. Judengemeinde wohnt, weder in seinem Hause, noch auf seinem…

  16. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 206 · Kartenspiel und Spielkarten im jüdischen Schrifttume

    … des Spiels schuf gelegentlich Gelöbnisse, die ein Riegel gegen den bösen Trieb sein sollten. So beschäftigt bereits R. Meir von Rothenburg der Fall eines deutschen Juden, der ein Gelübde abgelegt hat, demzufolge er sich verpflichtete, immer, wenn er um Geld …

  17. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 207 · Kartenspiel und Spielkarten im jüdischen Schrifttume

    207 stattet1. .— Im Jahre 1674 löste ein Rabbiner in Cento (Italien) ein Spielgelübde auf, weil der Gelobende zu sehr darunter litt, daß er sein ״Spielchen“ entbehren mußte2. Viele Rabbiner trugen der psychologischen Seite Rechnung und woll…

  18. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 208 · Kartenspiel und Spielkarten im jüdischen Schrifttume

    …oder Allotria treiben und jeden, der vorrüber geht, glossieren . . Ganz besonders erwähnenswert ist eine Stelle, die R. Ascher ben Jechiel, ein Schüler des R. Meir von Rothenburg, in seinem Testamente für seine Kinder (1327) niedergeschrieben hat. Das Testam…

  19. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 209 · Kartenspiel und Spielkarten im jüdischen Schrifttume

    …ar lokale Bedeutung, da der Dichter als Ort seines Mißgeschickes ״Weinheim״ und,״Bretheim״ (die frühere Bezeichnung von Bretten) angibt, worin, wie schon Löwenstein bemerkt, eine witzige Anspielung auf den Wein und das Brettspiel zu sehen ist. Ich…

  20. 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 210 · Kartenspiel und Spielkarten im jüdischen Schrifttume

    210 ״Ach hoch laddai moaus Wer spiele will, tu Geld heraus!“ Um dieses Volks wort zu verstehen, muß man wissen, das eine Selicha von Erev Roschhaschono so anfängt: ״Ach hoch ladal moaus — O du, der du der Armen Zuflucht bist.״ Dem Spieler, …