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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 3 · p. Seite 198

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 3
Article
Mose am Dornbusch
Date
1922-01-01
Page
Seite 198 (sequence 19)
Language
German
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198 Kann dies schön darauf :führen, daß c. 6 die mit höchster Kunst vorbereitete Fortsetzung zu c. 3 ist, so bestätigt eine weitere Vergleichung, daß sie nicht von zwei verschiedenen Verfassern herrühren können, sondern sich in einer Weise ergänzen, die die überlegte Verteilung durch Einen Erzähler beweist. Wäre c. 6 nicht die Fortsetzung von c. 3, so würde man gar nicht verstehen, wie die Vergleichung mit den Offenbarungen an die Erzväter als El Schaddaj hierherkommt. Gott meint: ich habe gesagt, ich bin der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, aber damit sollte nicht gesagt sein, daß ich mich in ihrer Geschichte schon nach meinem vollen Wesen offenbart und entfaltet habe, sondern — '1ארא 1ג. Für das Einschreiten Gottes gibt es zwei Motive: 1) die gegenwärtige Not und Knechtschaft Israels in Aegypten, die er gesehen und gehört hat und würdigt, 2) die Bundesverheißung an die Väter, ihnen das Land Kanaan zu geben. Diese Motive, von denen das erste durch das zweite bedingt ist, sind nun so verteilt, daß in c. 3, wo wir unmittelbar von der bewegenden Schilderung der ägyptischen Tyrannei herkommen, nur das erste zur Geltung gebracht wird, hingegen das zweite erst in c. 6, wo die Klage Moses den stärkeren Beweggrund herausfordert. Gott muß Israel befreien, nicht bloß aus Barmherzigkeit, sondern weil er sein Wort gegeben hat. Wie absichtsvoll diese Disposition ist, ersieht man daraus, daß c. 3 Gott sich zwar, um Mose Vertrauen einzuflößen, immer wieder den Gott der Väter, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs nennt, aber niemals des Bundes mit ihnen Erwähnung tut, daß zwar gesagt wird, er wolle sie in das Land Kanaan führen, dies Land auch auf alle Weise beschrieben wird, aber gerade nicht als das denVätern verheißene, da fragte er ihn: מדן שמך? Antwort: Alexandros. Da sprach er zu dem Beamten: Laß ihn frei nach Alexandria. Taanit 25a: Eine Nachbarin des R. Chanina b. Dosa baute ein Haus, aber die Balken reichten nicht aus. Da kam sie vor ihn und klagte ihm ihr Leid. Fragte er sie: מה שמד? Antwort: איכר" Sprach er: איכר נממטו בשיריך. b.b. 89a. Samuel zu Karna: —?מה שמך קרכא — So möge קרנא (s. Aruch) aus seinem Auge treten. Sabb. 119a: Rab dasselbe zu Karna. Kidd. 28a: מה שמך? — Hamnuna — Sprach er zu ihm: nicht Hamnuna sondern Karnuna (s. Tos.) — R. H. 21a: Woher bist du? — aus דגש תהי אחריתו — דמהריא. — Ohne Frage wie Gen 3510 z. B. Gittin 7a: חסדא שמך וחסדאין מיליך. In allen jenen Fällen hat der Frager den Namen natürlich schon vorher gewußt. Auch wo dies anscheinend nicht der Fall ist, dient die Frage zur Anknüpfung für ein Wortspiel, ,z. B. Joma 83b: R. Meir legte Gewicht auf den Narren des Wirtes, bei dem er einkehrte (דייק בשמא), da er ihn für ein Omen hielt. Einst fragte er einen solchen: מד, שמך? Antwort: Kidor. — ״Also ist es ein schlechter Mensch, ca es (Dt 322c) heißt: denn ein Geschlecht (Ki-Dor) der Verkehrtheit sind sie.“

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