Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 66 (1922)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Mose am Dornbusch
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 197 (sequence 18)
- Language
- German
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197 fremd zu stellen, alle Zurückhaltung will er aufgeben, mit seinem Namen öffnet er ihnen seine Arme und sein Herz, nachdem sie die Prüfung bestanden, nachdem sie ihm in der Liebe zum Vater gleich geworden sind. Vgl, Spr 74: Sprich zur Weisheit: meine Schwester bist du (das ist die Liebe ohne Sinnlichkeit), und Vertraute (מודע) nenne die Einsicht. מילצ ist der Freund. So ist wahrscheinlich der Ausdruck ילצ צת אשתו zu erklären. Auch ילצתיך בשם ist eine Erklärung jemandes zum Freunde. So ist auch jeder Prophet ein Vertrauter Gottes (Nu 126 אתולע אלץ). Demnach wild die bevorstehende Offenbarung (נולעתי להם) eine selbst den Vätern noch nicht zuteil gewordene Kundgebung des Vertrauens und der Liebe sein. Es ist die Liebe Gottes, um derentwillen er sich ganz erschließt, das heißt seine Allmacht zeigt. Denn es soll ein Liebesbund werden, für den er Israel erlöst: sie sollen sein Volk und er will ihr Gott sein עמי ולקחתי אתכם לי לעם׳ אלהיך =־ והייתי לכם לאלהים (v. 7). - Gehen wir nunmehr wieder zu c. 3 zurück, so gewinnt die mit Absicht vieldeutige den Israeliten von Mose in den Mund gelegte Frage מה שמו eine neue Nuance. Es kann dahinter auch die Frage stecken: Er heißt ja doch Ihvh, wird er sich für seinen Namen, der da bedeutet: er tut, was er gesagt, er verheißt und erfüllt, einsetzen? Hat er zu dir gesagt: אני יי׳? Hat ers beschworen? Darauf Gott ־ אהיה אשר אהיהsei beruhigt: ich werde es, wie ich es mir Vorbehalte. Dort sagt Gott noch nicht אני יי׳. Denn noch sind die Dinge dazu nicht reif. Die Not Israels hat noch nicht den höchsten Punkt erreicht, Pharao muß erst jedes Friedensangebot abgewiesen haben, ehe der Allmächtige zu den Schlägen ausholt, die den Trotzigen zerschmettern und die sein אני יי׳ einleitet1. 1 Hier sei eine Anmerkung zu.S. 33 nachgetragen, die dort leider ausgefallen ist: Die Frage nach einem Namen, den man noch nicht weiß, müßte nicht מד, שמך sondern מי שמך lauten (Ri 1317). Die Frage מד. שמך findet sich in der Bibel außer Gen 3227 nicht wieder, wohl aber lebt sie in der nachbiblischen Sprache fort, genau in dem. gleichen Sinne einer Anknüpfung für die Umnennung des Namens oder ein Wortspiel mit ihm. Beispiele: Ber. 20a R. Ada b. Ahaba hatte wegen einer übereilten Handlung einer Frau die gerichtliehe Buße von 400 Sus zu zahlen gehabt. Da fragte er sie: מה שמך? Antwort: מתון. Da sprach er מתון ומתון אדבע מאד. זוזי שויא; ein unübersetzbares Wortspiel mit dem Worte מתון ,,Abwarten“ und ,,200“ ,,Abwarten“ und ״Abwarten“ (s. Raschi) macht 400 (womit er sich selbst tadelt). Ber. 39b: Ein Tanna trug vor R. Ada b. Ahaba einen das Wort •שלמר enthaltenden Lehrsatz vor, der seinen Beifall,fand. Da fragte er ihn: מה שמך? Antwort: שלמן. Da sprach er: שלום (Friede) bist du und שלמה ist deine Misclma, da du של ם (Friede) zwischen die Schüler gebracht hast. j. Ber. 13b inifc.: R. Alexandri berichtet: ein Archon namens Alexandros hatte einen Räuber abzuurteilen״