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  1. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 131 · Mose am Dornbusch

    . ■ 131 Mose gefragt hätte: wie lautet dein nomen proprium? und Gott ihm nun als solches ein einzelnes Wort nenne, so ist es allerdings wahr, daß die Antworten von dem nomen proprium ausgehen und darin eine glückliche Anknüpfung, Mose Besch…

  2. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 132 · Mose am Dornbusch

    132 ■ .. und Bedeutung hat; auch ohne עמך allen erwünschten Beistand auszudrücken. Und zwar tut dies das Verbum ITH in zwei Hinsichten, in einer spezifischen Bedeutung des Werdens und des Seins. היה heißt Werden, aber nicht in dem Sinne des…

  3. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 133 · Mose am Dornbusch

    133 Dieser Begriff von Gottes Werden und Sein Da-Sein und Schaffen ist aber von Anfang an von der Vorstellung des Hilf - reichen begleitet. Er tritt auf und schafft aus sittlichen Impulsen, als Liebe, Gnade, Erbarmen und Gerechtigkeit, die …

  4. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 134 · Mose am Dornbusch

    : '"י .י ־ 134 von allem Kreatürlichen verschiedenen lebendigen, schöpferischen, hilfreichen Allmacht, als dessen Werk es insbesondere die persönliche und nationale Lebensfügung empfindet, er ist erwachsen aus Demut, Lebensgefühl, Dank und …

  5. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 135 · Mose am Dornbusch

    135 ,lige, nicht daß קלוש schon von vornherein den Inbegriff aller sittlichen Eigenschaften1־, sondern insofern es ursprünglich den absolut Zuverlässigen,, sich selbst und seinem Worte Getreuen bedeutet. Dies liegt z. B. in Aussagen wie Nu …

  6. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 136 · Mose am Dornbusch

    Was er in drei aufeinanderfolgenden Geschlechtern gewesen ist, das ist er unwandelbar, das wird er allen folgenden Qeschlechtern sein. Alle folgenden Bewährungen seines Namens würden nur Wiederholungen dieser ersten, sein, darum ״soll dies …

  7. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 137 · Mose am Dornbusch

    Ein wichtiges Moment nämlich/das aber in dem vorhergehenden Dialog nicht am Platze war, ist die Mitteilung Gottes an Mose, daß er nach Aegypten zurückkehren könne, weil seine Feinde tot seien. Das ist psychologisch so natürlich, daß es soga…

  8. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 138 · Mose am Dornbusch

    138 Das Prinzip, eine geschlossene Darstellung nicht durch weniger Wesentliches durchbrechen zu lassen und es an anderer Stelle nachzutragen, wird noch öfter nachzuweisen sein. Es ist nicht richtig, in solchen Fällen immer von verschiedenen…

  9. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 139 · Kindersegen und Kinderlosigkeit im altrabbinischen Schrifttume

    …tet3. Daß I Chron 215 von Isai nur sieben Söhne aufgezählt werden, während er nach I Sam 1712 acht Söhne hatte, erklärt Raschi an letztgenannter Stelle damit, daß ein Sohn kinderlos starb. An der Bahre eines kinderlos Verstorbenen pflegten die Fr…

  10. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 140 · Kindersegen und Kinderlosigkeit im altrabbinischen Schrifttume

    Interesse als die hierauf erteilten Antworten1 sind die Ausbrüche des Schmerzes, welche die Lehrer den betreffenden Frauen in den Mund legen. Sie gewähren uns unwillkürlich einen Einblick in die Düsterkeit des kinderlosen Familienhauses jen…

  11. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 141 · Kindersegen und Kinderlosigkeit im altrabbinischen Schrifttume

    Rachel: Wenn du nicht das Beispiel deines Vaters nachahmen . willst, so folge dem Beispiele deines Großvaters. Jakob: Vermöchtest du aber auch die Selbstverleugnung zu üben, die meine Großmutter Sara geübt hat? Rachel: Was hat sie denn geta…

  12. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 142 · Kindersegen und Kinderlosigkeit im altrabbinischen Schrifttume

    142 Penina die höhnende Frage in den Mund: Hast du schon für deinen älteren Sohn ein Sudarium (Tuch, eig. Schweißtuch), für deinen jüngeren ein Hemdchen gekauft1? — Zu dem Gebete Hannas wird die zutreffende Bemerkung gemacht, daß vorher nie…

  13. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 143 · Kindersegen und Kinderlosigkeit im altrabbinischen Schrifttume

    143 Auf R. Akiba, der, während er einmal in Rom weilte, barfuß einherging1, kam ein Eunuch zu, der am Hofe des Kaisers ein hohes Amt bekleidete und sprach ihn an: Bist du der Lehrer der Juden? R. Akiba bejahte. Darauf der Eunuch: Höre von m…

  14. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 144 · Kindersegen und Kinderlosigkeit im altrabbinischen Schrifttume

    144 Wir glauben in dem Bisherigen zur Genüge gezeigt zu haben, daß Kinderlosigkeit im Judentume stets als trauriges Los angesehen und sehr tief empfunden wurde. Es war hier wahrhaftig nicht notwendig, wie es Kaiser Augustus in Rom tat, für …

  15. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 145 · Kindersegen und Kinderlosigkeit im altrabbinischen Schrifttume

    145 alle seine Sünden gebüßt1. Zu dem Schmerze der verlorenen Hoff•׳־ nungen gesellte sich die Schmach der Schuldbeladenheit. Denn es galt als zweifellos, daß hier keineswegs blinde Zufälligkeiten, sondern das Walten der göttlichen Vorsehun…

  16. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 146 · Kindersegen und Kinderlosigkeit im altrabbinischen Schrifttume

    …ehen ist. Levy (Ghald. Wörterbuch 537b) meint, daß möglicherweise סכילא zu lesen wäre; analog אבין שטיא (Sabbath 121b). Joel Müller (Briefe und Responsen in der vorgaonäischen jüd. Literatur vierter Jahresbericht der Lehranstalt, Berlin 1886, Note 45)…

  17. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 147 · Kindersegen und Kinderlosigkeit im altrabbinischen Schrifttume

    147 Eine Berufung auf das Leben der Kinder galt als höchste Beteuernng der Wahrheit1. Hochgespannte religiöse Naturen pflegten sich auch bei etwaigen Gelübden auf das Leben eines ihrer Kinder zu berufen, um sich zur strengsten und gewissenh…

  18. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 148 · Kindersegen und Kinderlosigkeit im altrabbinischen Schrifttume

    noch so sehr im Rechte glaubt, ratsam erscheint, das Schwören zu unterlassen1. So erscheint das Sterben der Jugend den Rabbinen als eine ernste, zur Selbstprüfung anregende Frage. Die Schüler R. Jochanans trafen diesen in seiner Sterbestund…

  19. 1922-01-01 · Heft 2 · p. 149 · Zur Geschichte der Juden in Terracina

    … Rom. Die alte Volskerstadt Anxur hatte bereits im Altertum durch ihre bevorzugte Lage auf halbem Wege zwischen Rom und Capua, an der ersten Stelle, wo die 812—309 angelegte Appische Straße nach Verlassen des Albanergebirges und unter Vermeidung…

  20. 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 150 · Zur Geschichte der Juden in Terracina

    …liegen nicht weniger als 14 in der heutigen, an das Gebiet Terracinas grenzenden Provinz Caserta, nämlich Aversa, Baia, Capua, Garinola, Cervaro, Fondi, Gaeta, Maddaioni, Marigliano, Marzano, Nola, Piedimonte, Sora, Teano. 3 Calisse C., Storia d…