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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 134

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 2
Article
Mose am Dornbusch
Date
1922-01-01
Page
Seite 134 (sequence 19)
Language
German
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: '"י .י ־ 134 von allem Kreatürlichen verschiedenen lebendigen, schöpferischen, hilfreichen Allmacht, als dessen Werk es insbesondere die persönliche und nationale Lebensfügung empfindet, er ist erwachsen aus Demut, Lebensgefühl, Dank und Vertrauen1. Ihvh heißt also, um es mit dem kürzesten Ausdruck zu übersetzen: Er Wird .... sowohl futurisch als präsentisch d. h. der mit Gewißheit zu Erwartende und (für jemand) Eintretende, stets im hilfreichen Eintreten und Wirken Begriffene. Er ist der i n Kraftfülle ewig Lebende und Wirkende. Als der allem Gewordenen und Geschaffenen gegenüber allein und von Anfang an Seiende und es Erhaltende ist er der Ursprung alles Vorhandenen, der Quell alles Lebens und Lebensschwungesr der Gott der Schöpfung des Himmels und der Erde. Also ist er der Unbedingte (die Selbstmacht und Selbstbestimmung seines Wirkens und von da auch seines Seins — seine Aseität in jedem Sinne — liegt nicht erst in dem Relativsatz ascher ehje, der vielmehr nur die vorbehaltene einzelne Gelegenheit dazu ausdrückt), der in seinem Wirken durch nichts Beschränkte und Zurückzuhaltende, der in seinem Macht-, Schöpfer- und Helferwillen und dessen Verwirklichung absolut Freie, der nur in ihm selbst den Antrieb seines Handelns und das Gesetz seines Wirkens hat,1 er ist der Allmächt ig e , er ist als Gott über der Natur, die ihm zu willen sein muß, der Gott der Wunder, die am augenfälligsten von seiner Allmacht zeugen. Ist ja doch die Schöpfung ein Wunder und jedes Wunder eine neue Schöpfung. Aber unzertrennlich von seinem schöpferischen Wesen ist zugleich das ethische. Er ist der Hei- 1 Es ist nicht gut möglich, sich mit den zahllosen Erklärungen des Namens Ihvh auseinanderzusetzen. Wenn Reland 1707 eine Decas von Abhandlungen darüber zusammenstellen konnte, so würde sich heute unschwer eine Genturie sammeln lassen. Keine Widerlegung verdienen die früher beliebten Ableitungen aus fremden Sprachen. Ein hebräischeres Wort als Ihvh gibt es überhaupt nicht. Es als Hiphil zu erklären (Clericus, Lagarde nach (?) Graecus Venetus) war man nur deshalb in der Lage, weil man sich auf die Aussprache Theodorets festgelegt hatte. Sachlich ist die Erklärung unnötig (s. 0.) und ohne Grund. Ein Hiphil von ,היד gibt es nicht und wäre .nach der ermittelten Bedeutung unmöglich. Per Natur der Sache nach finden sich aber Elemente des Rieh־ tigen in vielen Erklärungsversuchen z. B. Drusius (liest ילייה. oder יללה bei Reland: decas exercitatt. p. 65), Delitzsch, Oehler, W. R. Smith — Jehuda Halevi, R. Samuel b. Meir (,,Er nennt sich selber אהיה und wir nennen ihn ,יהוד, wobei das ר an Stelle des 'י steht“). Smith (bei Nestle a. a. O.): So ist im Munde des Verehrers ,,Er wird es sein“ der Ausdruck des Vertrauens in Ihvh als den Gott, der seine Diener nicht im Stiche lassen, noch ermangeln wird, ihnen das zu sein, was sie bedürfen und verlangen. Der Sinn ist in der Tat: ״Er wird sich erweisen.“ So aber schon Jehuda Halevi u. a.

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