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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 136

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 2
Article
Mose am Dornbusch
Date
1922-01-01
Page
Seite 136 (sequence 21)
Language
German
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Was er in drei aufeinanderfolgenden Geschlechtern gewesen ist, das ist er unwandelbar, das wird er allen folgenden Qeschlechtern sein. Alle folgenden Bewährungen seines Namens würden nur Wiederholungen dieser ersten, sein, darum ״soll dies sein ״Name“ für ewig und dies seine Berühmung für jedes Geschlecht sein1.“ Daß aber Gott nur nach diesen drei ersten Geschlechtern und nicht irgendwelchen anderen späteren genannt sein will, gibt seinen Helfertaten für Israel noch einen andern Charakter und der Hoffnung auf ihn erst die wahre Stärke und unbedingte Zuversicht. Seine Erlösertaten sind nicht nur ein Werk seiner Allmacht, sondern seiner Treue. Er hat sie den Erzvätern verheißen und seine Verheißungen erfüllt. Er ist der treue Gott, der sein Wort hält und dies* ist sein Ruhm. Der Gott der Väter ist die Probe auf P1TP der Heilige. Darauf werden sich die künftigen Geschlechter allezeit stützen und berufen können. Dafür werden sie ihn preisen. Daher sind dies die beiden Hauptthemata der späteren ThTiilla: Er hat Himmel und Erde gemacht, das Meer und alles was darin — er bewahrt Treue in Ewigkeit. Die von Gott gegebene Erklärung seines Namens ist nicht sowohl spekulativ - abstrakt als geschichtlich und zugleich eine Zurechtweisung der versteckten Herausforderung Moses. Von meinem Namen willst du künden? Sieh ihn dir nur recht an! Die Zukunft willst duxwissen? Die Vergangenheit sei dir Gewähr genug! Erzähle nur, was ich den Vätern gewesen bin und verheißen habe. Denn Verheißen heißt bei mir Erfüllen. Indem die Rede die ewig gültige Th'hilla Gottes definiert, wird sie selbst gehoben und im Parallelisraus der Glieder poetisch2. — — Die eine Säule, auf der die Quellenscheidung ruht, ist somit zerbrochen, und wir können bei der zweiten ansetzen, denn es ist damit auch diejenige Gottesrede eingeleitet, welche auf. das_ Erlösungswerk als Erfüllung der den Vätern gegebenen Verheißung vorbereitet (6xff.). Nur noch ein kurzer Nachtrag. Die Unterredung zwischen Gott und Mose ist eine kunstvolle Komposition, deren Geschlossenheit nicht gestört werden durfte. Wenn notwendigerweise noch andere Worte zwischen ihnen gewechselt sein mußten, so konnten sie nur in einem Nachtrag nachgeholt werden. Als solcher ist der Absatz 418ff. zu betrachten, 1 זכר von Gott Hos 12ß, Jes 268, <j* 6ß, 306, 9־1021 <12לJ> 13513. 2 Dies hat denn auch das jüdische Gebet vollkommen begriffen, wenn es mit der Th’hilla beginnt: Ewiger, unser Gott und Gott unserer Väter, Gott Abrahams, Gott Isaks und־ Gott Jakobs, (und nach Dt 1017) großer, starker und ehrfurchtgebietender Gott,

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