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  1. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 1

    Jüdischer Volkskalender. Von Dr. S. Weisseilberg in Eiisabethgrad. Ein ausgiebiger Volkskalender kann nur von einem Volke ausgearbeitet werden, das in stetiger Berührung mit der Natur sich befindet und seine langjährigen Beobachtungen an ei…

  2. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 2

    7. „As der Ochs trejnkt sech im in Schewat vin a Kaljesche (russ. Pfütze), wet san a geruten Jahr." Steht vielleicht damit in Verbindung, daß im Tierkreise dem Monate Schebat der Wassermann (masal deli) entspricht. 8. „Schabes dranke" abger…

  3. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 3

    — 3 — Majestät Staaten und unter Allerhöchst dero sanftem Scepter wohnhaften Judenschaft zur Aufrechthaltung unserer Religions- Freyheit und religiösem Gebrauche abhelfliche Maaße zu verschaffen ailergnädigst geruhen. Seit undenklichen Zeit…

  4. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 4

    — 4 — meine Offerte dem Pächter der Gräfl. Holländerey unter absehender Bedingung, nämlich einen von uns bei dem Milchen zuzulassen,, und sodann von jeder Kanne Milch mehr zu geben, verworfen, wird, so sehe ich mich mit meinen Glaubensgenos…

  5. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 5

    und vor Allerhöchst dero beglückten Regierung zum Wohle dero Königlichen Hauses und weitläuftigten Staaten die inbrünstigsten Wünsche zu dem Herrn der Heerscharen zu richten uns befleißen werden. In der allertiefsten Unterwürfigkeit und in …

  6. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 6

    Die Antwort des Grafen v. Schimnielmann: An die Königl. Regierung zu Schleswig: Levy Sarauel wegen1 Milchverkauf betr. Per Rescriptum etc. . . d. 24ten April mir commandirten Vorstellung eines Schutz Juden Levy Samuel aus meinem Gut Wandsbe…

  7. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 7

    Seine Absicht ging lediglich, dahin, einen förmlichen Milchhandel und Verkauf zu betreiben, desgleichen in Wandsbek verboten ist, wohin keine fremde Milch eingebracht werden darf, weil der ganze Ort und alle Einwohner hinlänglich mit Milch …

  8. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 8

    — 8 — mit Vorbehalt dessen, wie es sonst, so lange Juden in Wandsbek gewohnt haben, in Observanz gewesen ist, von jetzt nichts dagegen sagen und es mag diese Verabredung, so lange der Pächterin Contract dauert, oder so fern nicht nachher ei…

  9. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 9

    — 9 — manches kaukasischen Juden geworden. Durch psychische Ansteckung auf dem Boden von Hunger und Unwissenheit verbreitet sich der Glaube an kostenlose Zuteilung von Land und Inventar in Palästina durch die Agenten des Hauses Rothschild. …

  10. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 10

    — 10 — Ruthenische Juden-Legenden. Von Dr. Omnwald. Außer der von Herrn Dr. Weissenberg an letzter Stelle erwähnten Rothschild-Legende bietet die Zeitschrift der Lemberger Chvetchenko - Gesellschaft im Jahrgang 1899 eine Reihe anderer Juden…

  11. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 11

    — 11 — wolle. Als dann aber statt eines Knaben ein Mädchen geboren wurde, trösteten sich die Juden damit. „Wäre ein Knabe zur Welt gekommen, so hätte der allein der Messias sein können". 482. Ein Jude und ein Bauer stritten miteinander, wer…

  12. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 12

    — 12 — Jüdische Volkslieder aus Rußland» Von Rabbiner S. Beilin, Irkutsk. (S. Mitteil. 1912, Heft 4.) Der Bocher mit'n jungen Mann. (Der Unverheiratete und der Verheiratete. — Ein Dialog)., Aus derselben Quelle. I. „Wos host-e vartracht (di…

  13. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 13

    — 13 — IV. „Gor varkehrt (umgekehrt)! Wer hot dos gihört, A Menzsch mit a Gesind (Familie) soll leb'n ohn Schreck? Vun Waib besunder, I (russ.: und) vun die Kinder Is schein varan (vorhanden) Zores (Leiden) Pack, A Dull in Sinnen (der Kopf …

  14. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 14

    — 14 — Alle Gwir'n (reiche und angesehene Leute) Aruui mir spazier'n, Mi heibt mir on Alofim zu botn (man bietet mir viele Tausende [an als Mitgift für mein Kind); Ich bikumm M'chutonim (Verwandte) M'juchossim un Eabbonim (Aristokraten und …

  15. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 15

    — 15 — Der is varnummen (geht um) mit Gwir'n (reichen Leuten) Un der mit Offizier'n, Sei (ihnen) steit gar nit on (ist nicht anständig), mit'n Tat'n zu [reid'n (mit dem Vater zu sprechen). A Suhn (Sohn) a Dokter, zi a Row, Beide haltn nit v…

  16. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 16

    — 16 — Stolbes heieh I Droth eich (auch) Steien in Zail (Reihe) Af wie viel Mail, A Kiddesch-Glos Af a aisernem Nos? Es kon sain, Sie (es) is vull mit Wain. (Weil) Ich konn nit derlajngen (langen), Hob ich nit dergaingen, Wos is mit ihr der…

  17. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 17

    — 17 Obne Melodie. Mit wos bist-e sicher; Ein Minut soll giwern (dauern); Könn eich (auch) anders wer'n; For ein Minut Könn eich (auch) wern nit gut, — Wie in a Gischäft Oft wie es treft; Es kost nor Gelt a vule I gor ohn a schum P'ule (ohn…

  18. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 18

    - 18 — — „Dos is a Lokomotif." „Ljokum liegt tief!?" „Af wos darf men dos?" — „A mol (einst) flegt men fohr'n af Ferd, Haint darf men kin Ferd nit. W'hin mi darf, kummt men af gieck." — „Gwalt, mschuge! A weit nit a kluge! Mi soll sach bimü…

  19. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 19

    — 19 — Mit sei (ihnen) beid'n: Ich konn nit varstein (verstehe nicht), Zi dos Jüd'n, zi nein (ob sie Juden seien, ob nicht). A gojesche Mamke (eine nicht jüdische Amme) Steit (stehet) bai'n Klamke (bei der Thür) Un ruft dem (das) Jüng'l (Kn…

  20. 1913-01-01 · 1 (1913) · p. Seite 20

    — 20 — Mi hot uns giruf'n (genannt) wie Jüd'n, Mir (wir) hob'n gilebt in Fried'n, Mir (wir) saineu giwes'n satt Un Kol tuw (alles Gute) gihat, GTwald, die varzaitige Welt, Wos hot uns gifehlt? IV. Das Fortepiano. Wos is dos geschehen? Ich h…