Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 16 (1913)
- Issue
- 1 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2638044-2638099-2638100--1351-2641056- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
und vor Allerhöchst dero beglückten Regierung zum Wohle dero Königlichen Hauses und weitläuftigten Staaten die inbrünstigsten Wünsche zu dem Herrn der Heerscharen zu richten uns befleißen werden. In der allertiefsten Unterwürfigkeit und in zuversichtlicher tröstlicher Hoffnung allerhuldreichster Erhörung ersterbe in allertiefster Demut Ew. Königl. Majestät allerunterthäuigster Knecht Levy Samuel. * Rückseite: Sr. Königl. Majestät zu Dänemark, Norwegen pp. allerunterthänigste Vorstellung mit allerdemütigster Bitte mein des Schutz Juden zu Wandsbek Levy Samuel, Supplicanten um einallergnädigstesRescript an Sr. Exencellence den Herrn Grafen von Schimmelmann, daß dessen Pächter zu Wandsbek mir und der dasigen Judengemeine die benöthigte Milch entweder in unserer Gegenwart milchen und sodann verkaufen lasse oder uns allenfalls gegen Erlegung einer leidlichen Abgabe erlaubt werde, unsere Milch anderwärts in und außerhalb Wandsbek nach unseren Gebräuchen einkaufen lassen zu dürfen. Dieses Schreiben schickte der König von Dänemark mit dem folgenden Begleitschreiben an den Grafen von Schimmelmann: Christian der Siebende, von Gottes Gnaden König zu Dänemark, Norwegen, der Wenden und Gothen, Hertzog zu Schleswig, Holstein Stormarn und der Ditmarschen wie auch zu Oldenburg. Hoch- und Wohlgebohrener Rath, Lieber, Getreuer! Die bey uns immediate eingereichte, in Abschrift beygefügte allerunterthänigste Vorstellung und Bitte des Schutz Juden Levy Samuel zu Wandsbek pro rescripto an Dich, daß Dein Pächter daselbst dem Supplicanten und der daßigen Juden- Gemeine die benöthigte Milch entweder in ihrer Gegenwart milchen und sodann verkaufen lasse oder ihnen allenfalls gegen Erlegung einer leidlichen Abgabe erlaubt werde, die benöthigte Milch in- oder außerhalb Wandsbek nach ihren Gebräuchen einkaufen lassen zu dürfen, communiciren Wir Dir hierdurch mit dem aller gnädigsten Befehl, daß Du Deinen Bericht und Erklärung darüber mit dem allerfordersamsten hierselbst einsendest. Wornach Du Dich zu achten und Wir verbleiben Dir in Königl. Gnaden gewogen. Gegeben in Glückstadt den 27ten April 1780. (gz.) Christian Asolyben ,pr. den 3ten May 1780. F. W. v. Prangen.