Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 16 (1913)
- Issue
- 1 (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 16 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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— 16 — Stolbes heieh I Droth eich (auch) Steien in Zail (Reihe) Af wie viel Mail, A Kiddesch-Glos Af a aisernem Nos? Es kon sain, Sie (es) is vull mit Wain. (Weil) Ich konn nit derlajngen (langen), Hob ich nit dergaingen, Wos is mit ihr der Mär: Zi sie is vull Zi leer? Ich wollt sog?n, — Mi soll mögn Schabbes trog'n, Hot men dos gimacht Fraitig var Nacht? Dos — af heingen Gret (zum Wäsche aufhängen) Hob'n gimacht die Pratzkes (Wäscherinnen) Af (um zu) trikenen die Platzkes (Kleider), Haint (wenn so), wos is dos asei heich (Un) untern Stodt noch eich (auch)? Die Gläsl is mir gor a Chiddesch (unverständlich) — . Zi Pratzkes (Wäscherinnen, also Frauen) mach'n schein (schon) [Kiddesch? Dos is eppes (ein wenig) nit glat (verständlich) — Ich varstei (verstehe) dos nit kurat (genau)! ' Ohne Melodiebegleitung. Junger, wos is dos?" — „Dos is a Telegraph." „A Köpele-Graf? Af wos darf men dos?" — „A mol (einst) liegt men schraib'n a Brief Af Papier; Haint (heute) klapt men a Depesch' Un mi weiß schein die Jedije (Nachricht) af gich (geschwind)." Mit Melodiebegleitung. „Wos is dos fax (für) a Krije (Unglück)? Nor af gich die Jedije! Die haintige Lait, Wos hob'n sei (sie) nit Zait! Amol fleg'n mir (wir) führ'n Jdijes (Nachrichten) durch Papier'n, Hob'n mir (wir) giwust Als (alles), wos uns hot sach gilust. (wir wünschten). Un as du weißt schein gicher, — (und wenn du schon die Nachfrichten schneller hast!)