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  1. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 47

    255 bei Isaak Israeli und anderen wiederkehrende Gedanke von einer durch die inneren Sinne sich vollziehenden fortschreitenden Vergeistigung …

  2. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 48

    256 den körperlichen und geistigen Sinnen den Eindruck macht, dass* wir es mit einer anderen Lehre von den verborgenen Sinnen zu tun haben, jedoch wäre bei ihm der Versuch einer Ausgleichung noch möglich und die Existenz einer besonderen Le…

  3. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 49

    257 mit Sicherheit hervorzugehen, dass wir es hier mit einer Lehre zu tun haben, welche mit der Aristotelisch-Galeriischen nichts gemein hat.106) ’ Neben dem angeblichen Werke des Apollonius können wir uns auch auf ein zweites Zeugnis beruf…

  4. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 50

    258 der Erkenntnis der Wahrheit oder der Ursache aller Ursachen“, dessen Entstehungszeit unbekannt ist und das in das zehnte oder elfte Jahrhundert versetzt wird, möglicher Weise aber auch aus einer früheren Zeit stammt. Hier ist an drei St…

  5. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 51

    …rers mit dem angeblichen Werke des Apollonius von Tyana ergibt sich fast mit völliger Gewissheit, dass es neben der auf Aristoteles und Galen zurückgehenden Lehre von den inneren Sinnen eine zweite von ganz verschiedenem Ursprung gab, die vielleicht a…

  6. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 52

    — 260 — der Irrtümer, die gerade über die Lehre von den inneren Sinnen verbreitet sind, notwendig schien, kehren wir zu Ibn Daud zurück. C. Das Vermögen des Begehrens und der Bewegung. Der ganze Apparat von den äusseren und inneren Sinnen d…

  7. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 53

    261 Ausdehnung und Zusammenziehung in Bewegung setzt und infolgedessen auch! die Sehnen und das mit ihnen verbundene Organ bewegt. Dadurch entfernt sich der Körper von dem, was ihm unangenehm, und bewegt sich nach dem hin, was ihm •angenehm…

  8. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 54

    262 so kann man dies nicht lediglich der verschiedenen Beschaffenheit des Organs zuschreiben und behaupten, dass der Zunge Wegen ihrer Weichheit und ihres Nervenreichtums jene Fähigkeit eigentümlich sei, dem Auge aber in Ermangelung dieser …

  9. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 55

    263 Zeitpunkte entweder ruhen oder tätig sein, unmöglich aber wäre es, dass es in demselben Zeitpunkte zugleich ruhe und wirksam sei. Demnach müssten alle Verrichtungen zu gleicher Zeit sich einstellen oder .insgesamt ruhen, während es sich…

  10. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 56

    264 Vermögens, das ausschliesslich der menschlichen Seele zukommt, ist die Erkenntnis des Allgemeinen, die Fähigkeit des sittlichen Urteils und des künstlerischen Schaffens.118) a Auch das Tier besitzt, wie bereits früher bemerkt wurde, ein…

  11. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 57

    265 in den Einzelwissenschaften, beispielsweise in der Mathematik, als nicht weiter beweisbare Voraussetzungen zu Schlussfolgerungen benutzt, und auf diese Weise schreitet der Mensch, vom Bekannten .zum Unbekannten aufsteigend, zu immer höh…

  12. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 58

    …nd durch ihn verbindet er, was keine Kunst zu verbinden vermag.129) Denn Vgl. die Bezeichnung אישים bei Steinschneider, Al-Farabi, S. 245, und Kaufmann, Attributenlehre, S. 203, A. 181, und נימוס, vgl. Falakera, ראשית חכמה, S. 59: ־הערביים קוראים למ…

  13. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 59

    …idet sich die menschliche Erkenntnis von der des tätigen Intellekts.130) Andererseits jedoch ist auch die Bemerkung des Aristoteles richtig, dass wir in einem gewissen Sinne der tätige Intellekt selber sind.131) Man pflegt nun die verschiedenen Entwic…

  14. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 60

    …chnet, zum שבל נקנה noch eine besondere Erörterung und ist durch die Abhandlung Scheyers, Das psychologische System des Maimonides, nach meinem Dafürhalten keineswegs klargestellt. Hingegen unterscheidet Al-Farabi a. a. O., s. 42, שבל נקנה von שכל בפ…

  15. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 61

    …am der Vermittler zwischen dem Menschen auf der einen und Gott und der intelligiblen Welt auf der anderen Seite.135) an Al-Farabi an, vgl. auch Hercz, Drei Abhandlungen über die Konjunktion des separaten Intellekts mit dem Menschen, von Averroes, Be…

  16. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 62

    …ls eine Eigentümlichkeit der zweiten Ansicht von der substantiellen Verschiedenheit der drei Seelen hervorgehoben, vgl. Aristoteles 413 b 13. Insofern ist die Darstellung Durans auffällig, jedoch nicht an sich widersprechend, denn mit dem Ausdrucke ״W…

  17. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 63

    …l ich darüber mich wunderte usw.139) Wie hinsichtlich der Einheit stimmt Ibn Daud auch in der Frage der Präexistenz mit Aristoteles gegen Plato überein und verschieden sind, und das gleiche gelte von der Empfindung beim Menschen und dem Tiere. Doch de…

  18. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 64

    …em Körper nicht vorangehen können, und daher schliesst Ibn Daud die Frage an die Erwähnung von הבח המדבר והשכל an. Vgl. Aristoteles 736 b 21: oxt uiv xoivuv 01% oiov xs 7cpoozdp^£1v, <pa vepöv eaxiv ex tojv xoiouxojv. 03<1>v ך dp iaxtv apyjov 7ן evipj…

  19. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 65

    273 angenommen, erhebt sich die Frage, ob die Seelen in allen Individuen der menschlichen Gattung eine Einheit oder Vielheit bilden. Ersteres ist ausgeschlossen, weil dann die Seele des Weisen und Unwissenden, des Gerechten und Ungerechten …

  20. 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 66

    274 Seele bloss möglich, und damit der Uebergang von der Möglichkeit zur Wirklichkeit stattfinde, bedarf es einer bewegenden Ursache. Diese bewegende Ursache ist die letzte intelligible Substanz, von welcher die Formen auf die Materie und d…