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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 53

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 53)
Language
German
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261 Ausdehnung und Zusammenziehung in Bewegung setzt und infolgedessen auch! die Sehnen und das mit ihnen verbundene Organ bewegt. Dadurch entfernt sich der Körper von dem, was ihm unangenehm, und bewegt sich nach dem hin, was ihm •angenehm ist.112) Davon verschieden ist die Bewegung der Pulsation und des Atmens. Während die erstere freiwillig ist, ist es die zweite nicht. Das gilt nicht bloss von der Pulsation, über welche der Wille gar keine Gewalt hat, sondern auch von der Atmung, obgleich es eine weise Vorrichtung Gottes ist, dass man für kurze Zeit den Atem anhalten kann und dadurch nicht genötigt ist, Schädliches einzuatmen. Gleichwohl ist die Atmung nicht zu den freiwilligen, sondern zu den sogenannten naturnotwendigen und unwillkürlichen Bewegungen zu rechnen.113) Zum Schluss wirft Ibn Daud die Frage auf, ob denn auch wirklich eine solche Vielheit vom Vermögen, wie sie sich uns bisher ergeben habe, unbedingt angenommen werden müsse, oder diese Annahme auf irgend eine Weise zu vermeiden sei. Ibn Daud erwidert, dass den verschiedenen Funktionen durchaus ebenso viele Potenzen entsprechen müssen und erhärtet seine Behauptung an den äusseren und inneren Sinnen. So kann, wie er meint, die Mannigfaltigkeit der äusseren Wahrnehmungen nur in einer Verschiedenheit der Vermögen, nicht aber lediglich in einer Verschiedenheit der Sinneswerkzeuge ihren Grund haben. Wenn z. B. die -der Zunge eigentümliche Geschmacksempfindung dem Auge abgeht, 112) Em.r., s. 30: עד יש בו בה יקרא מניע תגועת ההנתק ישולה ממוחו ויבא אל העצב ויקווצה [ויקווצהו.1] ויתקויץ או יתפשט המצל אשר אותו העצב נאחו בו ויתכועעף דבק בו דברי [h. המיתרים והם קצוות העצל ויתנועע האבר אשר אותו האבר [המיתר וזה מין אהד מן התנועות והוא תנועת ההעתקה. im Anfänge ist für ההנתק wahr- -scheinlich הריעתק zu lesen, wie Steinschneider, Hebr. Uebcrs., S. 369, A. 4. bereits bemerkt. Zu den einzelnen Ausdrücken ist zu bemerken, dass עצל J-ac מיתר עצב Vgl. Simon a. a. O. I, S. 235, wonach dasjenige ist, was aus dem Gehirn oder Rückenmark entspringt, (Band), was von den Knochen auswächst, (Sehne), was seinen Ausgangspunkt vom Muskel (>-״) nimmt, Maim., More III, 32 und Simon II, S. 246, A, 29: ״An einer steten Unklarheit leiden die Darstellungen und wohl auch die Vorstellungen der alten Aerzte dadurch, dass Nerv und Sehne nicht nur denselben Namen führen, sondern .auch in ihrer Substanz als nahe verwandt, wo nicht gleich, betrachtet werden.* 113) Em. r., ibid.: תנועת הדפק [H.ולו נ״ב מין אחר מן התנועה יקרא [היא והנשימה ובר אמנם הנופת הדפק היא טבעית וכר וחנועת הנשימה היא ג־כ כבה דק שהבורא ית' ית" שם הריאה ובר. Vgl. zu diesem strittigen Punkt oben S. 184, A. 118.

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