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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1912-01-01 · 1911 (1912) · page 62

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1911 (1912)
Date
1912-01-01
Page
– (sequence 62)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721015--61-2725701
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270 6. Kapitel. Einheit der Seele und Verneinung ihrer Präexistenz. Plato wird die Ansicht zugeschrieben, dass im Menschen •eine vegetative, animalische und denkende Seele sei, die substantiell verschieden sind und in verschiedenen Organen ihren Sitz haben.136) Diese Ansicht ist jedoch entschieden zurückzuweisen, und es ist vielmehr Eine Seele, welche auch die Potenzen der vegetativen und animalischen Seele in■ sich vereinigt. Denn die Seele, welche die vegetativen Funktionen im tierischen Körper verrichtet, ist von der vegetativen Seele in den Pflanzen verschieden, da sie zur Verrichtung dieser Tätigkeiten sich anderer Organe als die letztere bedient. Es ist demnach eine andere Seele, welche sich den animalischen Körper schafft und auch zur Verrichtung der vegetativen Funktionen sich anderer Organe bedient, als das seelische Prinzip in den Pflanzen. Es sind daher die dem pflanzlichen und tierischen Organismus gemeinsamen Tätigkeiten in Wirklichkeit doch verschieden und werden daher von verschiedenen Organen ausgeführt.137) Noch schärfer formuliert Ibn Daud diesen Gedanken, 136) Em. r., s. 33: אמנם מקום הספק הוא מה שחשבו על אפלטון שבאדם נפש צומחת ובד כל אחת מהן לבדה ובמקום לבדו. vgl. Abraham b. Chia, הגיון הנפש, -S. 11: כי הקבדה נתן באדם שלשה כחות ויש שקוראין כחות ויש שקוראין להן שלש נפשות. Vgl. die oben, S. 224, A. 29, aus Maimunis 8. Kapitel angeführte Stelle und die Notiz bei Duran 35a, auf die oben, S. 228, A. 36, kurz hingewiesen wurde: הנה נחלקו הרופאים עם חכמי הטבע בנפש האדם כי חכמי הטבע אומרים כי אינה אלא נפש א׳ יש לה נ׳ כהות כפי דעת א׳ הכה הא' הוא הכה החיוני ומשכנו בלב והכה הבי■ הוא הכה הטבעי ומשכנו בכבד והכה הד הוא הכה הנפש ומשכנו במוח או ב׳ כהות המרגשת והונה ובו• וזהו על דעת ארסטו אבל הרופאים או* כי בל אחד מאלו הכהות הוא נפש א‘ וזהו דעת נאלינום וכן היה דעת אבוקרט ואפלטון. Die räumliche Trennung der Seelenteile wird gewöhnlich als eine Eigentümlichkeit der zweiten Ansicht von der substantiellen Verschiedenheit der drei Seelen hervorgehoben, vgl. Aristoteles 413 b 13. Insofern ist die Darstellung Durans auffällig, jedoch nicht an sich widersprechend, denn mit dem Ausdrucke ״Wohnsitz“ (ימשכנו) ist offenbar nur gemeint, dass die einheitliche Seele zu ihren verschiedenen Tätigkeiten sich verschiedener Organe bedient. ׳Unter חכמי הטבע sind, wie oben bemerkt, vielleicht die Stoiker gemeint, es ist jedoch dabei zu erinnern, dass diese das Herz als Zentralsitz der Seele betrachteten. Vgl. auch ם׳ התחיה von Sachs I, S. 35 und 38. 137) Em. r., ibid.: תהיה [nämlich wie Plato behauptet] ואם היה הדבר כן הנפש הצומחת תשמש בכלי הצמיחה וכד רצוני שרשים וענפים ולא תצטרך אל אסטומכא וכד ומצד שהיא צריכה לזה איננה הנפש אשר בצמחים רק נפש אחרת תעשה נפש 1] חיוני ומאשר התחלפו הפעולות התחלפו הפועליים. mit H. נשם], ungefähr denselben Gedanken spricht Maimuni in erweiterter Fassung im Anfänge der 8״ Kapitel“ aus, wenn er bemerkt, dass es nur eine Homonymie ist, wenn von vegetativen Funktionen 4beim Menschen, den Tieren und Pflanzen gesprochen wird, während sie in Wirklichkeit

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