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  1. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 17

    — 17 — den Himmel schuf1). Daß diese beiden einander vernichtenden Elemente, aus denen übrigens auch die Engel und die heiligen Chajöth geschaffen wurden, so friedlich beisammen bleiben, folgt aus Hiob 2b2: Er stiftet Frieden in seinen Höhe…

  2. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 18

    — 18 — wurden die Hütte der Finsternis und die Wolken der Herrlichkeit, dann wieder Feuer mit Wasser, dieser Mischung verdanken die heiligen Chajöth ihre Existenz1), Man läßt den Himmel auch aus dem Lichte des göttlichen Gewandes entstehen.…

  3. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 19

    … bildet er den Himmel, aus dem anderen Erde, Menschen und Tiere4). Hymir schaffe den Himmel sogar aus seinem Schädel5). Homer nennt den Okeanos den Anfang aller Dinge, d. i. das Urflüssige. Demnach muß Himmel und Erde aus ihm entsprungen sein6).…

  4. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 20

    — 20 — denn yin bedeutet Himmel1). Darüber herrscht kein Zweifel in der Tradition, daß der Himmel die Form einer Wölbung hat. Auch wenn die Himmel wie Zwiebelblätter übereinander liegend dargestellt werdeu7 muß an eine Wölbung gedacht werde…

  5. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 21

    — 21 — leuchtet sie wieder den ganzen Tag1). Auch Homer läßt den Sonnengott im Osten aus dem Sonnenteiche aufsteigen und im Westen wieder untertauchen2). Wo immer jedoch die S…

  6. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 22

    - 22 — sei eine Kugel und die Erde eine kreisförmige Scheibe, die auf dem Wasser schwimme. Diese Ansicht teilt auch Isidor von Sevilla (VII. Jhdt). Der Himmel — sagt er — sei eine Kugel und die Erde, im Mittelpunkte der Welt befindlich, steht an jedem Pu…

  7. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 23

    …auf die Gestalt des Himmels an. Pythagoras meint, der Himmel habe bloß zwei Seiten; rechte und linke. Dagegen behauptet Aristoteles, daß er würfelförmig sein müsse, denn was rechte und linke Seite hat, muß notwendig auch nach vorne und rückwärts, nach…

  8. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 24

    …a begnügte sich mit zwei Himmeln, da es ausdrücklich heißt (Deut. 1014)? daß Gott Himmel und Himmelshimmel angehören2). Resch Lakisch aber zählt schon sieben auf3). Ein anderer kennt bloß sechs, wird aber gleich aufmerksam gemacht, daß es sieben gäbe, n…

  9. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 25

    - 25 — Ueber dem p7n ist der zweite Hiramel: rakia', in dem sieb Sonne, Mond und Sterne befinden (Gen. 1J7). Da sind den zwölf Stunden des Tages entsprechend zwölf Fenster angebracht. 365 Engel bewachen die Sonne und begleiten sie von Fenst…

  10. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 26

    — 26 — Der sechste Himmel bedeutet ebenfalls Wohnung. Da finden sich die Vorratskammern von Schnee und Hagel, die Gemächer des schlechten Taues und der Tautropfen (C^n); Gemächer der Stürme, die Höhle des Rauches (Nebel) und die Türen aller…

  11. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 27

    …her Besichtigung aller Wunder wieder auf die Erde zurückkehrten, gehört auch Baruch, Freund und Schreiber des Propheten Jeremia. Er beweinte den Sturz des jüdischen Reiches, als der Engel Phanuel f?iOj2) kam und ihn in die Höhe führte, um ihm alle…

  12. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 28

    …icht; die Tore wurden geschlossen und er machte sich auf den Rückwegl). Tragischer endete die Himmelfahrt des Propheten Jesaja. Ein Engel führt ihn durch das Firmament und die sechs unteren Himmel hinauf bis zum siebenten, wo er die verstorbenen …

  13. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 29

    …. Unter der Leitung des Jzed Serosch steigt Viraf an den Sprossen *) Hennecke, Neutestam. Apokryphen 294ff. Da das Buch Jesaja von der christlichen Exegese für ihre Zwecke am meisten ausgebeutet wurde, war Jesaja für diese Vision am geeignetsten.…

  14. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 30

    — 30 - derselben empor und gelangt durch jede Sprosse in einen besonderen Himmel, wo er eine Anzahl von Seelen findet; im oberstenr siebenten sieht er Zoroaster auf einem prächtigen Throne sitzend1). Während aber diese sich damit begnügten,…

  15. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 31

    — 31 — Himmel, der Teufel einen noch höheren usw. bis sieben Himmel da waren, aber der Teufel stieg immer höher. Erst als Gott Amen sagte, tritt Stillstand ein. Gott befahl nun dem Engel Michael den Teufel mit seinen Himmeln auf die Erde zu…

  16. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 32

    — 32 — Licht von den Sternen gewinnt. Zunächst der Erde wohnt der Mond (m32^). Seine Aufgabe ist die Befruchtung der Erde. Der zweite ist Mercur (D-*Cj, Schöpfer des Streites und Zankes. Diesem folgt die Venus (ITPj), die keinen besonderen …

  17. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 33

    — 33 - Höhe bis dahin und der Thron selbst wieder der unter ihm liegenden Tiefe entspricht1). Der Höhe des Himmels entspricht auch seine Länge. Die Weisen lehren ausdrücklich, daß die Sonne täglich einen Weg von 500 Jahren zurücklegt2). Da …

  18. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 34

    — 34 — Ueber die Dicke der einzelnen Himmel stimmen nicht alle Traditionen überein. Raba berechnet sie auf 1000 Parasangen, das wären 4000 Meilen, da 10 Parasangen 40 Meilen entsprechen. R. Juda aber gibt sich mit einer Dicke von 2400 Meile…

  19. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 35

    …is (ww) Saturn1). Der Himmel wird oft auch CH£ Höhe genannt, wie II. Sam. 2217: Er streckt aus der Höhe seine Hand aus; Jesaja 2418: Die Schleusen der Höhe öffneten sich; Jereinia 2ö..0 neben ICHp pyc: Gott brüllt aus seiner Höhe. Daher wird dies…

  20. 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 36

    — 36 — zusprechen, gebrauchte man auch bei einer Schwurformel Himmel für Gott1). In der Liturgie, im Pijjut wie in der Selichah, wo Halacha, Agacia und Kabbala gleiches Recht behaupten, wird auch den Himmeln bei jeder Gelegenheit ein entspr…