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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 24

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
15 (1912)
Issue
1 (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 24 (sequence 26)
Language
German
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— 24 — anzusetzenDer Midrasch war bescheidener. R. Juda begnügte sich mit zwei Himmeln, da es ausdrücklich heißt (Deut. 1014)? daß Gott Himmel und Himmelshimmel angehören2). Resch Lakisch aber zählt schon sieben auf3). Ein anderer kennt bloß sechs, wird aber gleich aufmerksam gemacht, daß es sieben gäbe, nur wird der siebente als Wohnsitz Gottes nicht gezählt4). Berechtigt wäre zwar die Annahme von sechs Himmeln, da sich in der heiligen Schrift ebensoviele Ausdrücke für Himmel finden, aber die besondere Vorliebe für die Siebenzahl setzte die Zahl der Himmel auf sieben an, so daß zur Aushilfe ein Fremdwort herangezogen werden mußte5). Die Namen der sieben Himmel sind nach dem Talmud folgende: p^l (velum), JPpl Gen. 115; Cpnl^ Ps. 78 23, ^üi I. Kön. 813, Jesaj. 6915, pyo Deut. 2615, I. Kön. 839 und mmy Deut. 33 2G Ps. 6556). Jeder einzelne Himmel hat einen besonderen Beruf, mancher sogar die Aufgabe, die alltäglichen Bedürfnisse der Welt zu besorgen. jl^l (Vorhang) hat nichts anderes zu tun, als sich morgens zurückzuziehen, damit die Sonne sichtbar werde und abends wieder das Licht zu verdecken7). J) Sohar 14», Beth hani. I 132. Solange das Heiligtum stand und Israel den Willen Gottes erfüllte, wohnte Gott im siebenten Himmel, als aber Israel sündigte, erhob er sich bis in den 390. Himmel. Es gibt sogar 955 Himmel über dem siebenten. Sohar II 45. Beth ham. V 189. Außerdem neue H. E^snn D»a» Jesaj. 6517 welche durch richtige Auslegung der heil. Schrift entstehen, ucd falsche H., welche unrichtige Auslegung schafft. Die Anfangsbuchstaben von ym iD*b) D*atr ysih Jesaj. 5116 ergeben ja Rwb* Das. 4b 5a 9b. Auch ein schwarzer H. existiert, wo geheim begangene Verbrechen gestraft werden, das. II 243. Jedoch die sieben Striche (j^'t) am Buchstaben w deuten auf sieben Himmel hin. Beth ham. V 33. 2) Aus demselben o»cirn nacn I. Kön. 827 wird auf drei Himmel gefolgert, Midr. Tillim 114 Buber. 3) Chag. 12 b 4) 2U nrjjy wm Nurn. 73 deutet auf sechs Himmel und der siebente: jn pp*&» icttn ist der Wohnsitz Gottes. Num. r. 12,17. Sir. r. zu 64. Pesikta Buber 7b. Ueber j»p*£B s. Krauß, Lehnw. s. v. Jastrow s. v. Lekach tob 5a nrn y»p-.n p y\n;n p;»p-i nr». 5) z^zn »y»2twi nbynb p»un a*y*3K?n bz Pesik. Buber 154b. Lov. r. 29,11. Jalkut np* 276 und Parall. bei Buber. 'n'n'pn »:srt n»nn *y*a» Midr. Ag. -im. Ab. R. Natu 37. Midr. Til. 114. 6) Chag 12 b wird die Stelle 'b,w\ zugeschrieben, was R. Levi oder Resch Lakisch heißen kann. Jalk Ezek. 339 steht wpb bh Da Ab. R. Nath. R. Meir als Autor genannt wird, so ist wahrscheinlich auch an unserer Stelle 'e'n zu lesen, ebenso Midr. Til. statt ny^N 'i. Bacher, Ag. d. Tan. II 65. Dasselbe Beth ham. I 63 ff. nur kommt iisö vor jiyo. Pesikta ist statt p^i und pra: dw 'un *ben auch Lev. r. Jalkut fehlt p^i und D*pnjr. Midr. Ag. II 60 hat n»ö» statt jvj»i. Pesik, Buber 186a wird o*o»n y*p-a mit o»e»n jo nbya^ x\rw >Mpnn gedeutet, demnach wäre auch da ouaitf der erste Himmel. Wie Buber a. 0. bemerkt, zählt Urbino (Ohel Moed) nur fünf Namen auf. 7) Chag 12 b Tosaf Tw. c«: meint umgekehrt: bereitet sich tags aus und kehrt nachts zurück, da sonst die Sterne nicht sichtbar wären, während das Tageslicht vom p*i selbst herstammt. Diese Ansicht scheint auch R. Huna zu rechtfertigen, der eine außerordentliche Naturerscheinung darin erblickt, wenn das zerreißt und das Licht des Himmels sichtbar wird. Ber. 58b. Krauß,

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