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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 23

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
15 (1912)
Issue
1 (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 23 (sequence 25)
Language
German
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- 23 — himmlische Welt. Alldies symbolisiert die Stiftshütte von Moses l). In diesem Punkte hält er sich an unserer Tradition. Das Heiligtum in der Wüste wird Zelt genannt, auch die Welt trägt diesen Namen, weil sie einander gleich sind2) Die Symbolisierung des Mikrokosmos der Stiftshütte ist ein Lieblingsgegenstand der Mystik und wird daher im Sohar oft angeführt3). Don Isak Abravanel führt in seinem Kommentare zu Maimunis Moreh (CttHn CEtt' ~1£D) die Meinungen der griechischen Philosophen in bezug auf die Gestalt des Himmels an. Pythagoras meint, der Himmel habe bloß zwei Seiten; rechte und linke. Dagegen behauptet Aristoteles, daß er würfelförmig sein müsse, denn was rechte und linke Seite hat, muß notwendig auch nach vorne und rückwärts, nach oben und unten begrenzt sein. Plato meint, der Himmel ist kugelförmig, kann daher keine Seiten haben. Abravanel schließt sich in einer längeren Abhandlung dieser Ansicht an4) Zahl. Die plurale oder duale Form des Wortes Cd?5), von dem sich überhaupt kein Singular findet, während vom Gottesnamen □Tl'PN öfter im Pentateuch der Singular HÜN vorkommt, — gab Anlaß zur Voraussetzung mehrerer Himmel6) und es fragte sich nur, wie viele man anzunehmen habe. Die Mystik kam nicht in Verlegenheit. Ihre Operationen mit der Geometria ermöglichte die Zahl der Himmel auf 390, dem Zahlenwerte von entsprechend, *) Das. 43. 2) nyn* Ps. 104 2 und nyn* Ex. 267 3614. Num r. 12,13 anonym, Tanch. »■ups von Jakob b. Aßi tradiert. Zwischen jr^nn nyn* und cny nyn* ist ein großer Unterschied. Es sind obere und untere Himmel gemeint, die einander bedecken, wie der Schädel das Gehirn. Sohar II 209*, 213a. «nie by ns^pr deutet also auf eine Wölbung hin. Zwar will er in der oberen Decke der heil. Lade den alles bedeckenden Himmel symbolisiert wissen, wo doch von keiner Wölbung die Rede sein kann; da aber handelt es sich ihm nur um die Decke und nicht um ihre Form, t&z t; *2m *nno*- Ny»pn II 214a. 3) ymi D'&sn N"i2ijji xir.*2 austrm Nizr/i p*cn «n pnx 'i -sex II 149». ,s::ra nsVy tttshyi aoium Nimyr ]wn *miy II 281 b. p:\x2 mn nnn awp ptrcn ns nra zp** Ny-us* ina wnan.si;nns II 2341>. n>2 upnnt* in1?: nanm nsrty xchyi psiy bzi;m2 NJ2»ea II 232 a. w^bt «nuc^ n*t xiuiz ashyi Nnucis denn bei der Schöpfung heißt es nhx Gen. 24 und auch bei der Stiftshütte Ex. 3821 sie müssen also gleich sein. II 220b. Gott befahl die Stiftshütte dem Himmel und der Erde entsprechend zu machen, damit es beide wie Körper und Seele verbinde II 277a. Die Welt wird durch nyi mi2n nsrn (Prov. 319.20) erhalten und dieselben Ausdrücke finden sich bei der Errichtung des Miskan Ex. 3531 II 221a. 4) 14»ff. 36a. Misnah Chag. II. 1. Wer vier Dinge betrachtet, dem wäre besser nicht geboren zu sein: Was oben, unten, vorn und rückwärts ist. Nach Rasi meint der Ausspruch die vier Seiten des Himmels, aber schon Tossaf. bemerkt, daß er nicht örtlich, sondern zeitlich zu verstehen sei. s. Tossaf. Meg. 25b Tw. no. Diese Meinung teilt auch Abravanel, hat aber noch mehrere Erklärungen, a. a. 0. 36 ff. 5) dw und d*ö sind nach allgemeiner Annahme nur scheinbare Duale* sie sind eigentlich Plurale der verloren gegangenen Singularen und *9. üj nano }wbz am nns o*nna cnsünti* »s*? Jalk. Jesaj. 3S7. unp: c*cn ca* *?yt 2*2*1 yivhz Lekach tob Gen. 3*>.

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