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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1912-01-01 · 1 (1912) · p. Seite 36

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
15 (1912)
Issue
1 (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 36 (sequence 38)
Language
German
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— 36 — zusprechen, gebrauchte man auch bei einer Schwurformel Himmel für Gott1). In der Liturgie, im Pijjut wie in der Selichah, wo Halacha, Agacia und Kabbala gleiches Recht behaupten, wird auch den Himmeln bei jeder Gelegenheit ein entsprechender Raum gesichert. Die Mischnah lehrt: Man solle (am Rosch haschanah) nicht weniger als zehn Verse über die Weltherrschaft Gottes (HVDbc), über die Erinnerungen (nijP2T) und über den Schofar (nnöltP) rezitieren. Dagegen behauptet die Barajtha: Wenn man in jedem Falle bloß sieben Verse rezitierte, genügt es auch, da es den sieben Himmeln entspricht2). Beim Schema-Gebete soll man in IHN den Buchstaben n nachdrücklich betonen und daran denken, daß Gott einzig ist und über sieben Hirameln herrscht, was zusammen acht n ausmacht3). Im Jozer uud in der Selichah werden außer einigen Anspielungen auf die Wunder der Himmel und auf ihre Beschaffenheit die sieben Himmel auch poetisch ausführlicher bearbeitet, wogegen sich der Pijjut kürzer zu fassen pflegt. Natürlich müssen der gebundenen Rede angemessen die Ausdrücke oft wechseln und auch der Inhalt bald erweitert, bald wieder abgekürzt werden, daher eine treue Wiedergabe der Quellen nicht zu erwarten ist4). 3) DDüfi als Schwurformel wie mi:;n Tauch nte 31a. 2) Rosch hasch. 32 a 3) Beth Josef, Tur. Or. Ch. 61. 4) Die Beschreibung der sieben Himmel im Jozer zu Sabbat vor Rosch has. Selichah 2. Tag nach R. Hasch Dnsspnjjff, wo die Reihenfolge abweicht. Aua dem Jozer sind noch einige Stellen hervorzuheben: o*ö» iöp om*ö nw IV Sab. nach Peßach nnwx. www -toa Sab. haggad. »Ms. m»ö jte y»pani yyim my^nb nach Sab. Zachor "per und Beschreibung der Schöpfung II Sab. nach Peßach Im Pijjut findet sich die Reihenfolge und Benennung der sieben Himmel: 'vn »otPi *?sny ^ist mmy wpnv I. Schabnoth yxDKn. Mincha Jörn Kippur imn *2 sind aufgezählt: c*ßtp d*c» bsny bm rwyö vprw nmji, während das.Musaf ym? t^n folgende: pn ^stz? bw b^y o»pn» nmj) die zwei letzten Stellen vertreten Himmel und Himmelshimmel. Oft wiederholt sich die Reise von 500 Jahren, welche Gott in einem Augenblicke durchmacht, -pn nwD fffcfi l^n Kalir, rc»MN. nwo can -pnn II Pesach *Bp. ^ror^n n:p dind »an II Szukk. npx *a. Oefter nsxp mso »an -jrtn VIII Pesach nv« oder ^no dikö üön II Pesach n&yn. Statt D»Ettf bedient sich der Selichah-Dichter cmn» nach Jes. 422 cnna'i I Tag. n»mnö n -p:^ nnaa 1»«. Hervorzuheben ist die erste Strophe der Selichah zum Gredaljah Fasttag: .d^:wd ,anm nyatp "p:i c»n:n ipm psn ,0*22» ^n: inno: eits tn Dem Dichter schwebte Hiob 3837.38 d*ö» ^n: und ipn» D*n:ni vor und man könnte statt s*n2» das bessere a»o» lesen, wenn es der Reim zuließe. Zu erwähnen ist noch ein arabisches Sprichwort, das von einem Ueberglücklichen sagt: Jener ist in den siebenten Himmel gestiegen, wie das hebräsiche: tvzv htm ajnNa Dukes, Blumenlese, 274. 128. Nachtrag: Das Untertauchen der Sonne im Meere folgt aus Gen. 1923: „Die Sonne ging hervor", d. h. sie überschreitet das Meer, Ps. Jonath. S. Goldziher, Mythos bei den Hebr. 228, 248,

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