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  1. 1896-01-01 · 1896 · page 2

    …asse lb, 2 Tr. Voran g־eht: Geschichte der Juden in Schlesien. (I: Von den ältesten Zeiten bis 1335.) Von Dr. M. Brann. BRESLAU. Druck von Th. Schatzky, Neue Grajüpenstr. 5. 1896.

  2. 1896-01-01 · 1896 · page 3

    Vorwort. cAJie erste Anregung zur Beschäftigung mit der Geschichte der Juden in Schlesien gab mir die reiche Materialiensammlung, die mein vereinigter Freund Dr• Hermann Kühn, [geh. in Eidlitz in Böhmen am 1. April 1843, gest. in Breslau am…

  3. 1896-01-01 · 1896 · page 4

    …werde im ersten Abschnitt von den ersten Ansiedelungen der Juden und deren Vernichtung, im zweiten von den Gemeinden in Glogau und Zülz und den neuen Ansiedelungen bis zum Ende der habsburgischen Herrschaft und im dritten von den Schicksalen der …

  4. 1896-01-01 · 1896 · page 5

    Erster Abschnitt. Die ersten Ansiedelungen der Juden in Schlesien und deren Vernichtung. 1. Kapitel. Die Anfänge (bis 1201). Die fruchtbaren Landschaften östlich und westlich von der oberen Oder treten erst gegen Ende des ersten nachchristl…

  5. 1896-01-01 · 1896 · page 6

    2 and woher sie gekommen sind, darüber fehlen uns glaubwürdige Berichte1). Soviel steht allerdings fest, dass um jene Zeit anderweitig bereits zahlreiche Juden unter den Slaven wohnten. 1j Was von nicht zuverlässigen oder nicht glaubhaften …

  6. 1896-01-01 · 1896 · page 7

    3 Schon in der Mitte des zehnten Jahrhunderts findet sich das erste slavische Fremdwort (Nemec)1) in der jüdischen Litteratur, beiläufig dasselbe Wort, das als Grundlage eines geographischen Namens (Nimptsch) einige Jahrzehnte später (990) …

  7. 1896-01-01 · 1896 · page 8

    4 ohne freilich vorläufig־ im Stande zu sein, einen nachhaltigen Aufschwung der nationalen Studien herbeizuführen, der irgendwie der Blüthe des Talmudstudiums in Polen seit dem fünfzehnten Jahrhundert an die Seite zu setzen wäre. Wie wir au…

  8. 1896-01-01 · 1896 · page 9

    … die ersten Deutschen unter Boleslaus (I, 2) dem Langen4) (1163) als Ansiedler ins Land gezogen kamen5). Noch näher bei Breslau sassen um das Jahr 1200 Joseph und Chazkel, die ersten schlesischen Juden, die wir mit Namen kennen lernen Ihnen gehört…

  9. 1896-01-01 · 1896 · page 10

    6 damals denjenigen Teil von Breslau bildete, der sich jetzt etwa von der Oderstrasse bis zum Königsplatze hinzieht. In ihren Tagen ging die polnische Herrs…

  10. 1896-01-01 · 1896 · page 11

    7 statt1). Mit einem Kostenaufwand von mehr als 800000 M. nach unserm Gelde hatte Herzog־ Heinrich I. von deutschen Werkmeistern den Bau errichten lassen. Nicht weniger als sechs Bischöfe eilten von nah und fern herbei, um das Fest mit ihre…

  11. 1896-01-01 · 1896 · page 12

    8 bei der Einweihung der Kirche in Rosenberg in Oberschlesien die alte Zollordnung dieses Ortes, durch den damals eine Handelsstrasse von Mähren nach Kujavien ging, mit seinem Banne. Danach konnten Personen, die ohne Waaren kamen, frei pass…

  12. 1896-01-01 · 1896 · page 13

    …h. Die den grausamen Verfolgungen in der alten Heimath entronnenen Flüchtlinge waren glücklich, eine für den Augenblick Striegau (1242), Landshut und Leubus (1249), Brieg und Wansen (1250)* Liegnitz und Hundsfeld (1252), Trachenherg und Glogau (125…

  13. 1896-01-01 · 1896 · page 14

    den Schrecken des Glaubenshasses weit entrückte Zuflucht gefunden zu haben. Während sie aber in begreiflicher Selbsttäuschung einen dauernden Frieden gefunden zu haben wähnten, stellte bereits die Kirche, die einzige Macht, die im ganzen Ve…

  14. 1896-01-01 · 1896 · page 15

    beschlossen2) die für ihren Zweck dienlichen auszuwählen, und sie löste diese Aufgabe mit grosser Umsicht und Geschicklichkeit. Um zunächst den geselligen Verkehr zu beschränken und zu verhindern, wurde die gemeinsame Theilnahme an Schmau- …

  15. 1896-01-01 · 1896 · page 16

    und anzuerkennen. Eheliche und aussereheliche Gemeinschaft war ohnehin ausgeschlossen, und die letztere wurde sogar vom talmudischen Recht ungleich schärfer als vom canonischen geahndet. Nichtsdestoweniger wurde das Verbot der Unzucht neu e…

  16. 1896-01-01 · 1896 · page 17

    Td Zeitgenossen ferner liegende Begründung die allgemeine Beobach״ tung des Gebotes werde durchgesetzt werden können, und dass zugleich durch das Anmalen angeblicher Greuelthaten der Ungläubigen Abscheu und Entsetzen in den Herzen der Chris…

  17. 1896-01-01 · 1896 · page 18

    und sie gaben sich keiner Täuschung darüber hin, dass sie ihren erziehlichen Einfluss auf die Masse, der ihr damals vorläufig־ von keinem Machtfaktor des öffentlichen Lebens bestritten wurde, zur Aufrichtung und Befestigung ihrer Macht über…

  18. 1896-01-01 · 1896 · page 19

    Tode (1270) Heinrich IV., (1,42) ein geistig* außergewöhnlich begabter, selbstbewusster und thatenfreudiger Jüngling den Thron seines Vaters bestiegen hatte, entschloss er sich leicht den Juden zu Willen zu sein. Wie sein Oheim König Ottoka…

  19. 1896-01-01 · 1896 · page 20

    16 Herzögthümem. Heinrichs IV Nachfolger, der fünfte dieses Namens (I 33) bestätigte sie für Breslau und dessen Vetter Heinrich III. von Glogau (II, 8) veröffentlichte 1299 wörtlich dasselbe Statut für die Juden seiner Landschaft. Noch wohl…

  20. 1896-01-01 · 1896 · page 21

    17 erwuchsen z. B. aus den drei Herzogthümern Breslau, Liegnitz und Glogau, die um die Mitte des dreizehnten Jahrhunderts (1252) bestanden im Laufe der nächsten Jahrzehnte, …