Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1896
- Date
- 1896-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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worden sind, zu berücksichtigen. Hat doch, um von anderem nicht zu reden, allein der Verein für Geschichte und Alterthum Schlesiens seitdem 10 neue Bände Scriptores rer. Siles., 7 Bände des Codex diplom. Sil es., 4 Bände Acta publica und vor allem 19 Bände der Zeitschrift erscheinen lassen. Da wichtige Funde, welche die Gesammtauffassung beeinflussen könnten, kaum noch zu erivarten sind, so habe ich nunmehr aus dem überreichen, von meinem verstorbenen Freunde und von mir gesammelten Detail die zu einem Gesammtbilde ver• werthbaren Einzelheiten ausgesondert und die Darstellung begonnen und werde im ersten Abschnitt von den ersten Ansiedelungen der Juden und deren Vernichtung, im zweiten von den Gemeinden in Glogau und Zülz und den neuen Ansiedelungen bis zum Ende der habsburgischen Herrschaft und im dritten von den Schicksalen der Juden unter preussischer Herrschaft handeln. Zunächst gebe ich innerhalb des Rahmens, der nach dem Herkommen für die wissenschaftliche Beilage zu den Jahresberichten unserer Anstalt bestimmt ist, die ersten beiden Kapitel des ersten Abschnittes und hoffe auf die Fortsetzung nicht allzulange ivarten zu lassen. Noch Eines habe ich zu bemerken. Ich bin von der Absicht ausgegangen, die Geschickte der Juden in der heutigen preussischen Provinz Schlesien zu schreiben. Ich habe darum die spärlichen Nachrichten, die wir über Juden in dem jetzt preussischen Antheil der Lausitzen haben, und zwar, wo es nöthig wary unter ausdrücklichem Hinweis auf den anderweitigen politischen Zusammenhang der Ereignisse, mit verarbeitet. Heber diesen Rahmen bin ich nur hinausgegangen, indem ich bis 1740, auch die südöstlichen Landschaften (Auschwitz, Zator, Teschen, Troppau, Jägerndorf), die zu Ober• Schlesien gerechnet wurden und unter habsburgischer Herrschaft geblieben sind, berücksichtigt habe. Für die Förderung der Arbeit bin ich sämmtlichen Herren Beamten der beiden hiesigen Archive, und besonders deren Leitern, meinem verehrten Lehrer, Herrn Geh. Archivrath Prof. D1\ Grünhagen, sowie Herrn Prof. D1\ Markgraf zu herzlichem Danle verpflichtet, den ich mit Vergnügen hiermit auch Öffentlich abstatte,