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Dibre Emeth Stimmen -er Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels. In Verbindung mit I. de le Roi, herausgegeben von Sg. CT. Hartman». JV£ 9 u.!©♦ 1873. 39, Jahrgang. Die Grundlage des nachchristlichen Judenthums. Wir bringen im Nachfolgen…
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180 Der Haupttheil der Lehre hatte einen Gesetzescharakter, er führte den Namen Mischna, d. h. Wiederholung, gleichsam die zweite, die mündliche Lehre neben der ersten, der schriftlichen, in den 5 Büchern Mosts, oder der Mikra. Diese Mischn…
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131 ein wirksames Element in die jüdische Geschichte eingriff, blieb ste gewissermaßen in der Schwebe. Von den Pharisäern behauptet, von den Sadducäern geleugnet, von der Schule Schamais, dem Zeitgenossen Hillels in enge Grenze gezogen, von…
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133 ein Armer von der öffentlichen Wohlthätigkeit zu beanspruchen hat und selbst wie viel Kinder ein Ehemann zeugen müsse, um seiner Pflicht zu genügen, zur Bevölkerung der Erde, „die Gott nicht zur Verödung geschaffen," beizutragen. Im All…
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133 schauung zieht sich durch die ganze Mischna. Der Lohn für gewissenhafte Erfüllung der religiösen Vorschriften sei der Antheil an der jenseitigen Welt (Chelek le Olam Ha-Ba), dessen jeder Israelit gewärtig sei, es sei denn, daß er die Au…
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134 die heilige Schrift und die Ueberlieserung kennt, und etwas auf Anstand giebt, kann nicht so leicht in Sünde gerathen." Erlernen, Aneignen, Behalten und theoretisches Durchdringen und Weiterbilden des vorhandenen Lehrgutes, d. h. Erhalt…
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135 soll man dem Himmel ebenso danken wie für einen Glückszufall. Die Mischna nimmt überhaupt einen Ansatz zur Verinnerlichung der Religion. Das pflichtmäßige Vernehmen der Schofar- (Posaunen-) Töne am Neujahr, an Festtagen und am Versöhnun…
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136 sich so und soviel Strafen oder Büßungen oder Opfer wegen blutschänderischer Umarmung zuziehn." Es ist bemerkenswerth, daß die mischnaitische Gesetzsammlung keine feindselige Halacha gegen die jüdischen Bekenner des Christenthums ausgen…
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137 Verkehr mit ihm nur für diesen Tag verboten. Lorbeerbekränzte Kramläden von Heiden dürfen nicht besucht werden. Ein Jude darf Heiden nicht Schmuck oder Gegenstände für die Götzen verkaufen und keine Häuser in Palästina vermiethen, weil …
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138 gut der jüdischen Nation, an der sie sich erziehen, und aus der sie Anhänglichkeit an Lehre und Nationalität schöpfen sollte." Die eben mitgetheilten Ausführungen des Prof. Grätz über unseren Gegenstand entsprechen der Sache in hohem Ma…
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139 Und 5. Mose 12, 32. „Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten, daß ihr damach thut. Ihr sollt nichts dazu thun, noch davon thun." Eben deshalb hatten die Sadducäer ganz Recht, wenn sie gegen das mündliche Gesetz auftraten, obwo…
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140 durchaus Berücksichtigung verlangt. Es muß irgendwie ein Zwiespalt im Geiste vorliegen, sonst würde man sich bei dem früheren beruhigen. Der Zwiespalt ist in diesem Falle auch deutlich zu erkennen. Grätz hebt mit Recht hervor: daß die M…
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141 Welt war ihnen der einzige Inhalt und Zweck des mosaischen Gesetzes. Als daher theils die Verbannung in die Fremde, theils die Knechtung durch die fremden Völker im eigenen Lande, die mosaische Gesetzesordnung vor ihren Augen allmählich…
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142 gegen Bekenner anderer Religionen verräth. Denn Grätz will nicht das Schwarze um jeden Preis weiß machen, wie es z. B. Deutsch (London) in seinen jüngsten Schriften über den Talmud gethan hat. Am Schärfsten aber zeigt sich diese Verschi…
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143 Welt; es glaubt dann um so gewisser, den heiligen Gottesbau in der unedlen Götzendienerwelt aufgerichtet zu haben. Der Mischna ist eben die Seele des mosaischen Gesetzes verloren gegangen. Das sinaitische Gesetz gehört ja nicht der erst…
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144 Schwerste im Gesetz, „die Liebe," die Vollkommenheit der ganzen Gesinnung, aus der doch alles Einzelne geboren werden, die jeder Ausführung irgend einer der Bestimmungen des Gesetzes erst ihren Werth geben soll. Die Hauptsache im mensch…
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145 „Darnach werden sich die Kinder Israel bekehren und den Herrn, ihren Gott, und ihren König David suchen;" „welcher ist Jesus Christus, hochgelobt in Ewigkeit." Gegen und Für die Judenmission. Ein Freund schrieb uns jüngst, wie wohl die …
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146 als die Zeit der Verstockung für Israel ansteht (Röm. 11, 25). Denn indem er selbst als Heidenapostel berufen ist,.der eben die Heiden einführen soll, damit das den Juden genommene Reich diesen übertragen werde (Matth. 21. 43), erkennt …
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147 „ selig zu machen," in sich trägt. Will man ein erstes Ziel der Judenmission nennen, so ist es gegenwärtig im Angesichte solcher Worte des Apostels dies, die Kirche über ihrer Arbeit an den Juden zur Erkenntniß ihrer Kraft resp. Ohnmach…
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Paulus- und Jünger-Bewußtsein: Ich bin ein Schuldner, beides der Griechen und der Nichtgriechen (Röm. 1, 14). Nach alle dem erst kommen wir aus die besondere Frage über den künftigen Beruf Israels. Das Christsein und Christwerden ist die Ha…