Mannheim
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19261929
  1. 1927-01-01 · Heft 2 · page 50

    …chnitt dieser Band- und Fließarbeit, in der wir alle stehen, in der wir längst drin sind. Die Band- und Fließarbeit von Henry Ford ist nur die letzte saubere Durchführung bis ins kleinste dieses allgemeinen Zustandes. So empfinden wir in der Wirtscha…

  2. 1927-01-01 · Heft 2 · page 51

    …gesordnung. Denn jedes iUter arbeitet anders. Mit 10 Jahren arbeite ich anders, sparsamer, als mit 30 Jahren. Ich suche allerhand Vereinfachungen. So geht es durch das ganze Leben. Ich bin überzeugt, daß ich auch weiter meine Arbeit in jeder Lebenss…

  3. 1927-01-01 · Heft 2 · page 62

    …elbsteinfügung des Menschen in die wirkliche Welt herstellen. Der Fährmann in Tschuangtses gleichnamigem Gleichnis (von Martin Buber nacherzählt) lenkt sein Boot nur deshalb sicher über die Stromschnellen, weil er das Wasser um sich her „vergißt". Eben…

  4. 1927-01-01 · Heft 2 · page 100

    MARTIN BUBER CHASSIDISCHE GESCHICHTEN „Ich glaube" Rabbi Noach von Lecliowitz hörte einst von seiner Kammer aus, wie im dranstoßende…

  5. 1927-01-01 · Heft 2 · page 126

    …enntnis heraus Schlußfolgerungen für ihre weitere Lebensarbeit ziehen. MITTEILUNGEN Die „Chassidischen Geschichten" von Martin Buber sind der demnächst unter dem Titel „Die chassidischen Bücher44 bei Jakob Hegner in Hellerau erscheinenden Gesamtausgabe…

  6. 1927-01-01 · Heft 3 · page 43

    …s ist uns offenbart, daß Gott das Alpha und das Omega aller Dinge auf Erden und im Himmel ist, der Anfang und das Ende. Basilius der Große sagt in seinem „Sechstagewerk", der Anfang sei keine Zeit. Was ist er also? Basilius müht sich in einigen Sätzen zu bew…

  7. 1927-01-01 · Heft 3 · page 47

    LUDWIG STRAUSS NATUR UND GEMEINSCHAFT STÜCKE EINER HÖLDERLINBIOGRAPHIE 1. Stamm In der Art des schwäbischen Stammes scheinen alle Wese…

  8. 1927-01-01 · Heft 3 · page 68

    … der verbotenen Genüsse doch nur seinen äußeren Anstrich und die oberste Spitze abgebröckelt haben, auch im Innern wohl allerhand verstellt und vernutzt, und An- und Ein-Bauten sind auch vorgekommen, aber den Bau haben die Zeiten im Kern stehen lass…

  9. 1927-01-01 · Heft 3 · page 74

    … Mänaden zur Welt gebracht wurden, trotz des Eindringens des Bacchos-Rauschs gerade auch in die phallischen Kulte, darf Euripides in seinem Bacchen-Drama sagen: „zwar zwingt Dionysos die Frauen nicht, gegen die Lockung der Kypris sich schamhaft zu h…

  10. 1927-01-01 · Heft 3 · page 75

    Humanität schlägt zurück in kannibalischen Blutdurst; dem Publikum des Euripides erscheint nicht unglaubhaft, daß die Bürgerinnen Thebens (nicht die Sklavinnen, der Pöbel; nein: die Damen der Gesellsc…

  11. 1927-01-01 · Heft 3 · page 81

    … feiert, aber nicht deshalb, weil die klimatische Jahreszeit dazu veranlaßt. Wiewohl die Dichter der Natur- Empfindung, Euripides besonders, den Gedanken der Schaltzeit auch diese Stimmung verliehn haben. Denn freilich: die Jahrwende im Zeichen des …

  12. 1927-01-01 · Heft 3 · page 84

    …reckt und Bresche gerissen hat mitten durch die Deiche der Ordnung-Religion, die aus dieser Veste eines Pantheon-Kosmos allerhand Steine ausgebrochen und mitgeschwemmt hat, und die dann mit diesen Trümmern eines Festen ihren auflösenden Schwall selb…

  13. 1927-01-01 · Heft 3 · page 90

    …en, wie Nebo in Nebukadnezar, wenn Nebukadnezar Nebos Insignien angelegt hat. Wir dürfen nur einen Aeschylos nicht nach Aristoteles beurteilen; beurteilen wir doch auch Shakespeare nicht nach Voltaire. 0 weh aber, wie war die Glaubensbereitschaft des …

  14. 1927-01-01 · Heft 3 · page 109

    …wo die Bewegung von Boole, Baynes, Jevons, \ enn ausgegangen ist und wo sie durch das gemeinsame Werk von Whitehead und Bertrand Russell, die dreibändigen ,,Principia Mathematiea44 (1910-1913) ihren Höhepunkt erreichte. Es ist eine dreibändige logische Gru…

  15. 1927-01-01 · Heft 3 · page 116

    HANS EHRENBERG AMT Ein Rundbrief Alles in allem, meine Freunde, das Amt ist es, das uns in Gefahr bringt und ßich zwischen uns schiebe…

  16. 1927-01-01 · Heft 4 · page 11

    …e, wenn sie sich nicht durch vereinfachte und darum überzeugend erscheinende Konstruktionen in Versuchung führen ließe, allerhand zu sehen bekommen, was viel interessanter und bedeutsamer ist, als die Entwicklungsstufen und die sieh selbst genügende…

  17. 1927-01-01 · Heft 4 · page 17

    …Weisheit ,,ausgesöhnt", d. h. er hat sich den Anschein gegeben, als könne man durch inspirationsvolle Auslegung Piatos, Aristoteles' und der Stoiker in der antiken Philosophie eine Rechtfertigung der Bibel finden. Die Renaissance - alles bis zu Descar…

  18. 1927-01-01 · Heft 4 · page 20

    …rheiten der Geschichte, sondern Wahrheiten sub specie aeternitatis. 4. Einer der hervorragendsten modernen Philosophen, Henri Bergson, schreibt in seinem ersten Buch: „Le moi, infaillible dans ses constatations immediates, se sent libre et le declare." …

  19. 1927-01-01 · Heft 4 · page 21

    …. Man erinnere sich z. B. an Luthers ,,de servo arbitrio", das er in Antwort auf die „diatribae de libero arbitrio" des Erasmus von Rotterdam schrieb. Auch ist es erstaunlich, daß Spinoza in den verschiedenen Perioden seines Lebens verschieden „empfand". Als er…

  20. 1927-01-01 · Heft 4 · page 27

    …mt es ihnen gar nicht in den Sinn, daß deren Quelle eine so sonderbare und geheimnisvolle sein könne. Unser Zeitgenosse Edmund Husserl, ein direkter und rechtmäßiger geistiger Nachkomme Descartes', der immer sich offen auf ihn beruft, erklärt feierlich: …