Die Kreatur
- Journal
- Die Kreatur
- Volume
- 2 (1927-1928)
- Issue
- Heft 2
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 126)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2823768-2823775-2823778--0746-2824695- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Strukturell wird für eine nächste Akademie von Bedeutung sein, zu beachten, daß solche jugendliche Verbindlichkeit besonders am Anfang der Akademie stärker zum Ausdruck kommt und periodisch in der gemeinsamen Zeitgestaltung immer wieder von Zeit zu Zeit durchstößt. Als zweites strukturell bedeutsames Moment für den gemeinsamen Zeitaufbau ist der weibliche Anteil an der Akademie zu beachten. Daß sich der weibliche Anteil gerade zum Schluß unseres Akademieversuches verstärkte, war zweifellos strukturell richtig. Ohne einen solchen zum Schluß anwachsenden weiblichen Verbindungswillen ist eine gemeinsame Zeitgestaltung ebenfalls unmöglich. Während also am Anfang der jugendliche „Umstand" durch seinen aktiven Willen zur Verbindung die Stoßkraft der Akademie begründen hilft, kann gegen Ende der zunehmende weibliche Verbindungswille die Schwerkraft der Akademie verstärken helfen. Nur wenn von jugendlicher wie von weiblicher Seite die Bindekraft in dem angedeutenten Sinn verstärkt wird, ist es möglich, die Expansionskraft der in selbständiger Stellung befindlichen Männer so zu zentrieren, daß sie über ihre sachlich-fachliche Sonderaufgabe hinaus in einen gemeinsamen Zeitaufbau zunächst überhaupt einwilligen, dort dann für die ganze Dauer der Akademie ihre gemeinsame Aufgabe erkennen und schließlich aus dieser Erkenntnis heraus Schlußfolgerungen für ihre weitere Lebensarbeit ziehen. MITTEILUNGEN Die „Chassidischen Geschichten" von Martin Buber sind der demnächst unter dem Titel „Die chassidischen Bücher44 bei Jakob Hegner in Hellerau erscheinenden Gesamtausgabe entnommen. „Der Blick" von Wilhelm Michel ist, ebenso wie sein Beitrag ..Gestalten der Angst" im 1. Jahrgang, ein Abschnitt aus einem unveröffentlichten Werk. Den Beitrag von Berdjajew hat Hans Ruoff übertragen. 248