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  1. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 73

    …unzweideutig: ״der Mensch ist um der Weisheit willen erschaffen worden"* 1. Wie weit aber dieser Standpunkt von dem des Aristoteles entfernt ist, erhellt zunächst aus dem Zusatz, die sinnlichen (oder, wie Josef sie nach Plotin mit Gabirol nennt, die ״…

  2. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 76

    …llung 2um Streit zwischen (ilm und ‘amal4, der die gesamte arabische Philosophie stark in Anspruch nahm: wohl wird nach.Aristoteles auch ein ,,praktischer Teil der Weisheit“ anerkannt5; aber das Handeln besitzt keine kathartische Bedeutung, durch die …

  3. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 77

    …nicht eigentlich aristotelisch, sondern, wie wir wissen1, erst im späteren Peripatos und in der Stoa entwickelt worden; Aristoteles hat auch für das empirische Wissen weit mehr Interesse gezeigt, als bei Ibn Daüd hervortritt. Aber die Entwertung der E…

  4. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 78

    …en oder 1 Maimuni weiß (More II 14; vgl. Munk 119, 4), daß der Satz ״die Natur schafft nicht vergebens“ sich häufig bei Aristoteles findet. An Sokrates und Xenophon (R 0 s i n, Ethik des Maimonides 96, 3) wird er kaum gedacht haben. * Ueber Zweckursac…

  5. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 82

    …en, wie nahe sich Maimuni in den Grundgedanken dieser Abhandlung mit dem ihm völlig unbekannten Gedankengang des jungen Aristoteles berührt, von dem unsere Betrachtung ausging — auch in solchen Zügen, welche die Lehrschriften nicht kennen. Auch dort w…

  6. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 83

    …ich sind die Unterschiede, in die uns unsere Stelle hineinblicken läßt. Sie sind zunächst solche der Denkt e c h n i k. Aristoteles״ an der Wirklichkeit haftender Blick geht von dem Bilde des lebendigen Menschen aus: zu einer Definition des Menschen s…

  7. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 84

    … dem wirkenden Nus zu besonderer göttlicher Fürsorge im Diesseits und zur Seligkeit im Jenseits verhilft3. Während also Aristoteles durchaus von der diesseitigen Eudaimonie ausgeht4, das theoretische Ideal nur insofern göttlich nennt, als der Nus gött…

  8. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 86

    …n nicht gekannt hat1. Was hüben und drüben nachwirkt, ist in letzter Linie die Idee des göttlichen Menschen, die sowohl Aristoteles wie die Hermetik aus dem Platonismus und dessen Nachwirkungen übernahm2, des Menschen, 1 Vgl. sein verächtliches Urteil…

  9. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 88

    …). 2 More III 54, wo als Zweck des größten Teils der Gebote die moralische Vollkommenheit hingestellt wird. 3 III 13. 4 Aristoteles’ Ansicht über die Bestimmung der Pflanzen für die Tiere wird S. 23a oben und 25b (S. 85 bzw. 95 der Uebersetzung) zitie…

  10. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 89

    …■ 73 bei der Erklärung der niederen Organismen tritt die immanente Teleologie der naturwissenschaftlichen Schriften des Aristoteles stark in den Vordergrund1. Man hat längst Einflüsse Ibn Roschds auf dieses Stück angenommen2; die Bekanntschaft mit sei…

  11. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 90

    …ammenfassend wird man also Maintunis Bestimmungslehre kennzeichnen dürfen als eine Wiederaufnahme derjenigen des jungen Aristoteles — wenn man die Umgestaltung des Begriffes der Theorie durch die׳ dazwischenliegende neuplatonische Wendung des Denkens …

  12. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 93

    77 richtig. Nicht nur der Gedanke an einen zwecklos schaffenden Gott ist unerträglich: auch die Physis des Aristoteles ״bildet nichts zwecklos“. Und der Satz der Gebete ״wenn er gerecht ist — was gibt er Dir“, auf den Maimuni sich beruft,…

  13. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 94

    …em Anschein nach deutlich empfundener Unterschied. Der Gott Maimunis ist im wesentlichen doch der unbewegte Beweger des Aristoteles. Die Aktivität, die ihm Maimuni zuschreibt, ist in seinem Wesen nicht verwurzelt; nicht sie schafft ihm Seligkeit, sond…

  14. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 103

    …tnis, die wir mit Hilfe der Selbsterkenntnis erlangen, und in kathartischen Tugenden; beide verbinden uns mit Gott. Der Aristotelismus, zu dem sich Ibn Daüd und namentlich Maimuni bekennen, begründet den Vorrang der Metaphysik weniger auf deren eschatolo…

  15. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 106

    … - lichkeit und Frömmigkeit. Und diese Werte haben mit irgendwelcher Forschung so wenig zu tun wie das Ideal des jungen Aristoteles, das wir kennen, mit irgendwelchem Handeln und — so gewiß er ein religiöser Mensch war — mit Religion. Das Zusammenflie…

  16. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 109

    …r der Enneaden auf die Weltbildungslehre nicht nur der Neuplatoniker auf der Hand liegt, hat man kurzer Hand den reifen Aristoteles und Plotin für die Lehrmeister des mittelalterlichen Judentums, auch auf dem Gebiete der Ideallehre, halten wollen. Die…

  17. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 110

    mit der überaus schwierigen Gabirolfrage behandelt, teils dadurch überbrückt, daß man die Lebensanschauung des Aristoteles nach den religiös und eschatologisch gefärbten, aber dem Mittelalter unbekannten Jugendschriften des Denkers dargestell…

  18. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 111

    …, die im griechischen Denken wirksam sind, soweit sie seiner eigenen Frömmigkeit entsprechen; in den Gottesbeweisen des Aristoteles und der Stoa sieht er Stützen seiner Glaubenslehre; die Mahnung Platons, das Denken über die niederen Seelenkräfte herr…

  19. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 115

    …Einbürgerung dem Juden möglich war, auch in dife Dichtung verpflanzt werden konnte, daß in der Sabbatlyrik das Wort des Aristoteles ״das erste im Gedanken ist in der Ausführung das letzte* *‘2 seinen Platz gefunden hat und Gabirols ״Königskrone“ noch …

  20. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 117

    …2 f. gehört zu den Merkmalen des griechischen Geistes, insbesondere des von den Geonim bis Isaak Abarbanel herrschenden Aristotelismus, die Ablehnung überweltlicher Ursachen und eine- Ethik, deren Ziel unsere Befriedigung und unser weltliches Wohlergehen…