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  1. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 23

    … zu weitreichender Bedeutung. Die erste Schrift, in welcher wir unsere Fragestellung finden, ist eine Jugendschrift des Aristoteles. Denn wir wissen jetzt2, daß das IX. Kapitel in Jamblichs Protreptikos einen Auszug aus dem verlorenen Protreptikos des…

  2. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 24

    …mblichos, in der wir diesen Gedankengang lesen, gestattet uns leider keinen Schluß auf die Fassung der Einzelheiten bei Aristoteles. Insbesondere aus der Anführung der Antworten der älteren Philosophen darf nicht gefolgert werden, daß er etwa dem Pyth…

  3. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 25

    …t. Hatte Platon bemängelt, daß Anaxagoras das Prinzip der Teleologie nicht im einzelnen durchgeführt hatte, so gibt ihm Aristoteles recht* 1 und versucht schon als Jüngling das Recht des Prinzips, das ihm offenbar an unserer Stelle der Verteidigung no…

  4. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 26

    und Lebensbild des jungen Aristoteles einheitlich in der Lehre von unserer Bestimmung zur Theorie; die theoretische Methode rechtfertigt den Glauben an den t…

  5. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 27

    …et weder in den Anwendungen der teleologischen Methode noch in den metaphysischen Voraussetzungen seine Rechtfertigung. Aristoteles konnte über diesen Mangel um so eher hinwegsehen, je stärker sich sein Interesse den Problemen philosophischer Natur- u…

  6. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 28

    12 anders faßte als Aristoteles. Die immanente Teleologie konnte den Häuptern der alten Schule (nur von diesen ist zunächst die Rede) nicht Zusagen, di…

  7. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 29

    …auben. So ist denn jene Konvergenz der Metaphysik, der Lebenslehre und der Auffassung vom Menschen, die wir beim jungen Aristoteles trafen, wieder hergestellt, aber auf neuem Boden. Wie der Gott, so findet der Mensch seine Seligkeit nicht nur im Betra…

  8. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 30

    …teressiert war und an die Ewigkeit der Welt glaubte. Aber die Teleologie des Panaitios ist weder die rein immanente des Aristoteles noch die anthropozentrische d^s Chrysipp; jedes Wesen strebt nach ״Selbsterhaltung im Rahmen der Allerhaltung“, wie der…

  9. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 31

    …t, mit einer Schärfe gefordert, die zwar der peripatetischen Gleichsetzüng von Form und Zweck entspricht5, uns aber bei Aristoteles nicht begegnet war (wo der Logos nicht als das auszeichnende, sondern als das letzt auftretende für die Bestimmung maßg…

  10. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 32

    … Ethik religiöse Züge, die Panaitios’ Weltbild fehlten, aber in dieser Stärke auch in der alten Stoa und bei dem reifen Aristoteles nicht zu erkennen sind. Sein Gott ist körperlich — aber er übt dieselben mantischen Wirkungen und weckt denselben fromm…

  11. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 33

    … Denn die wissenschaftliche Arbeit befriedigt hier weder das hellenische Schaubedürfnis, wie nach den Worten des jungen Aristoteles, noch die bloße Wißbegier, wie nach Panaitios und Antiochos5 6, sondern sie hat, soweit sie sich auf Göttliches richtet…

  12. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 37

    …lst nicht die Arbeit des Menschen leisten? “ Der ernste, herbe Aktivismus dieser Ethik ist nicht nur von der Freude des Aristoteles an der Theorie, sondern auch von der Religiosität eines Poseidonios weit entfernt; die Himmelsschau hat für einen Ethik…

  13. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 38

    …druck völlig gelöste Frömmigkeit ihren wissenschaftlichen Ausdruck im Neu־ platonismus. Das Leben ist P101in nicht, wie Aristoteles, eine Schau, der wir uns befriedigt hingeben, noch, wie Poseidonios, ein Kampf, an dem wir uns beteiligen, sondern — ei…

  14. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 39

    …d günstigstenfalls in ganz wenigen Augenblicken ihrer gewürdigt werden. Aber von Plotin aus sucht Porphyrios den Weg zu Aristoteles und der Stoa. Und in diesem Bestreben ist er zu einer neuen Fassung der Bestimmungslehre gelangt. Mit seiner Warnung vo…

  15. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 40

    …en und wohin wir gehen (104, 22), wie Seneca Ep. 82, 6; aber er setzt die Bestimmung zunächst in die reine Theorie, wie Aristoteles. Nur ist diese Theorie bei ihm anders gemeint. Denn die Quelle der theoretischen Eudaimonie kann dem Neuplatoniker nich…

  16. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 41

    …ag auch Iamblichos die Lehre von der Theorie als unserer Bestimmung verstanden haben, die er, wie wir sahen (S. 7), aus Aristoteles (natürlich als seine eigene Meinung) in seinen Protreptikos übernahm2. Und aus der Behändlung des Problems bei Porphyri…

  17. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 48

    … geltend, den die transszendente Teleologie des späterenPeripatos und der Stoa über die immanente und vitalistische des Aristoteles erfochten hatte®. So schreibt ein Kommentator der Metaphysik, bei dem wir gewiß nicht mit originellen 1 Leisegang a.a.O…

  18. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 49

    …ckursache und Wesen im Peripatos2 mußte es von großer Bedeutung werden, daß dieselben Kommentare, wieder abweichend von Aristoteles, aber wieder an eine im Peripatos begonnene Entwicklung anknüpfend, den Menschen als das ״denkende Wesen“ definierten3.…

  19. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 61

    …s Peripatetikers1 die Seelen der Vollkommenen im Jenseits zur Gemeinschaft mit ״Hermes, Asklepios, Sokrates, Platon und Aristoteles" gelangen, seine Eschatologie also (man beachte die Reihenfolge der Namen l) sicher an hermetische Vorstellungen anknüp…

  20. 1926-01-01 · 1925 (1926) · page 68

    …t ist nicht derjenige P1 o t i n s , sondern weit eher der des Porphyrios, an dessen ״Erläuterung zu den Kategorien des Aristoteles“ die Form des Werkes ebenso unverkennbar erinnert, wie Bachjas Dialog an die Hermetik; und der Schritt nach Aristoteles…