Mannheim
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  1. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 5

    nun bestrebt sein, jene Männer für uns zu gewinnen, die auf Grund jahrelanger opferwilliger Thätigkeit durch eigene Anschauung die Verhältnisse zu beurtheilen in der Lage sind, um uns mit ihrem schätzbaren Rathe beizustehen, und zur Propaga…

  2. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 6

    6 später: „Das ärmste Proletariat, welches auf der Welt bestellt, mit dem weder der arme schlesische Weber noch die arme Bevölkerung von Irland überhaupt nur verglichen werden kann, das ist das Gros der polnischen Judenheit." — Diese beiden…

  3. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 7

    7 Handel und Wucher. Hiezu hatte die Kirche gute Gründe, weil sie damit zwei Ziele zu gleicher Zeit erreichte. Da sie in ihrem eigenen Glauben das Zinsennehmei* verboten hatte, hatte sie Geld Verleiher in den Juden zur Hand und erreichte, d…

  4. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 8

    …gend und mordend in das Herz Polens vordrangen, in der gleichen Weise eifernd gegen die drei ausbeutenden Stände, Adel, Glems und Juden, da fielen tausende und abertausende von Juden dieser Metzelei anheim, und den anderen wurde das Vermögen gen…

  5. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 9

    9 völkerung ernährt sich vom Ackerbau, der in der allereinfachsten Weise geübt wird. Wenn man nichts anderes wüsste als diese wenigen nackten Ziffern und Daten, so würde man wissen und daraus schliessen können, dass unbedingt der Hass der B…

  6. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 10

    …r letzte Monstreprocess in Beuthen, haben gezeigt, dass die meisten Menschenhändler galizische Juden sind und drüben in Rio de Janeiro vertrauern hunderte und aberhunderte unglückseliger jüdische]1 Mädchen ihr Leben in der Schande. Ich kann dies hier nur…

  7. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 11

    11 welche ich zu den lehrreichsten der ganzen Geschichte zähle und die so gut wie nicht bekannt ist. Eedner gibt die Schilderung eines der ersten deutschen National- Ökonomen über die einstigen trostlosen Zustände in Irland und über die sit…

  8. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 12

    12 von der Hirsch-Stiftung eingerichteten Schulen bemängeln möchte. Im Gegentheile, ich wünsche und hoffe, dass noch viele andere dieser Schulen begründet werden, denn sie sind es, die den Kindern den Aberglauben aus den Gehirnen treiben, d…

  9. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 13

    und anderseits jene Thätigkeit, welche einen weiteren Gesichtspunkt im Auge hat und die eine dauernde Sanierung der Verhältnisse anstrebt. Von den drei Gebieten menschlicher Thätigkeit, Handel, Industrie und Landwirtschaft scheidet erstere …

  10. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 14

    M jüdischen Bevölkerung aufzuhelfen. Ich erinnere vor allen Dingen an die geradezu märchenhaften Erfolge, welche die junge Schöpfung der Prager Vorschusscasse erzielt hat, wo innerhalb weniger Monate aus micht besonders bemittelten Kreisen …

  11. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 15

    15 Schwierigkeiten bereiten wird, aber ich bestreite die Unmöglichkeit, ich bestreite, dass es mit so ungeheuren Kosten verbunden sein sollte. Es ist möglich, wenn wir es in der Form der jüdischen Siedlungsgenossenschaft einrichten, wie von…

  12. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 16

    1(3 Der steigende Antisemitismus in allen Ländern, der heute schon England und Amerika zu ergreifen droht, hat die westlichen Juden erkennen lassen, dass, so lange sie selbst nicht wahrhaft emancipiert sein werden, so lange noch selbst ein …

  13. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 17

    17 herstellen und deshalb wird sicher dereinst die Aufforderung ergehen an die1 westlichen jüdischen Landwirte1, ihren galizischen Brüdern den rationellen Betrieb der Landwirtschaft beizubringen; auch die Aerzte werden aufgefordert werden, …

  14. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 18

    18 Ansprache des Präsidenten Paul-Schiff: Der grosse Schwedenkönig Gustav Adolf sagt: der Herrschyerständigste soll Herrscher sein und König. Wäre bei der Körperschaffe, in deren Namen ich die Ehre habe, heute zu sprechen, principiell für e…

  15. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 19

    19 Referate, die in ebenso staunenswerte]- Einfaeheit wie scharfer Sachkenntnis immer den Nagel auf den Kopf trafen, Haben nicht minder wie Ihre literarischen Arbeiten bezeichnenderweise selbst jene Kreise lebhaft interessiert, die sich son…

  16. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 20

    20 mit jugendlicher Begeisterung kämpfen wollen. (Lebhafter Beifall) In unserer Mitte schaffen Sie thatsächlich wie ein Jüngling, aus Ihrem eigenen Munde weiss ich aber auch, dass Sie sich jung fühlen. Vor kurzem erst, als ich die Agitation…

  17. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 21

    21 Wir aber gedenken heute, hochverehrter Herr, vor allem der ausserordentlichen Verdienste, die Sie sich um die „Oesterreichisch- Israelitische Union" und um die gesnmmte Judenschaft unseres Vaterlandes erworben haben. In ihren Rechten bed…

  18. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 22

    22 Mit warmen Dankesworten schloss der Jubilar seine mit vielem Beifall aufgenommene Rede. ♦ Der Vorstand der Wiener Israelitischen Cultusgemeinde hat an Herrn Sigmund Mayer folgendes Glückwunschschreiben gerichtet: Ew. Hochwohlgeboren! Die…

  19. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 23

    23 ungern beschäftigt werden. Eine Ausnahme bilden jedoch die 7 Warschauer T a b a k f ab r ik e n, welche zusammen etwa 1500 Juden, Männer, Frauen und Kinder, beschäftigen. Die Kinder verdienen in solchen Fabriken 45 Kopeken, die Frauen ci…

  20. 1902-01-01 · 1 (1.1902) · p. Seite 24

    24 Waisen von Lehrern und Rabbinern wird im flagranten Widerspruche mit den Bestimmungen des Stiftsbriefes die Beibringung des Taufscheines gefordert. Durch diesen concreten Fall aufmerksam gemacht, hat die „Oesterreichisch-Israelitische Un…