Mannheim
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  1. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 82

    Ihre Legende schien mir Ihre Rasse zu repräsentieren . . . Ich liebe die Juden, Herr, Sie sind angenehm und haben etwas Unglückliches ... Ist es wirklich wahr, daß Jesus Sie aufgejagt hat?" „Es ist wahr, aber reden wir nicht davon. Ich bin …

  2. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 83

    Und das ist wahr. Es ist dort, mein schmerzliches Bildnis, nahe bei der bronzenen Tür, wo der Ring hängt, den der heilige Wenzel trug, als er gemordet wurde. Wir mußten hinausgehen. Ich war bleich und unglücklich, mich wahnsinnig gesehen zu…

  3. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 84

    „Es ist Zeit, ein Nachtmahl zu verzehren," sagte Laquedem, ,,das Wandern macht Appetit und ich bin ein starker Esser." Wir traten in eine Herberge, in der Musik gemacht wurde. Es gab da einen Violinisten, einen Mann, der große und kleine Tr…

  4. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 85

    se des Fortunatas und immer die legendären fünf Groschen enthaltend. * * * Wir verließen die Herberge und durchschritten den großen rechtwinkligen Platz, der Viehmarkt, Roßmarkt oder Wenzelsplatz heißt. Es war zehn Uhr geworden. Im Licht de…

  5. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 86

    Laquedem lachte; wir zahlten und gingen. Er sagte zu mir: „Ich bin mit diesem Mädchen sehr zufrieden gewesen und ich bin nur schwer zufrieden zu stellen. Ich erinnere mich an ähnliche Vergnügungen in Forli, im Jahre 1267, wo ich ein Dirnche…

  6. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 87

    Während er sich in die kalte Nacht entfernte, folgte ich mit den Blicken dem Spiel seines Schattens, der je nach den Laternen einfach, doppelt und dreifach wurde. Plötzlich schwenkte er die Arme, stieß den jammernden Schrei eines verwundete…

  7. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 88

    BÖHMISCHE LAUTENKUNST UM 1720. Adolf Koczirz. Die Zeit um 1720 bedeutet einen Gipfelpunkt in der Entwicklung der böhmischen Lautenkunst. Es ist die Zeit, die wir in der Geschichte der Lautenmusik als die ältere Periode der neufranzösischen …

  8. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 89

    …anzösischem Modebeispiel auch persönlich der Laute huldigte. Von der anderen Seite her machte sich der rege Verkehr mit Breslau geltend, einer alten Zentrale der Lautenmusik. Die neufranzösische Kunst besaß hier in einem eingewanderten Franzosen u…

  9. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 90

    …r Witwe und den Kindern, zwei Söhnen und vier Töchtern, ein bedeutendes Vermögen. Er hatte 1677 mit Konsens des Kaisers Leopold I. für seine beiden Söhne zwei Familienfideikommisse errichtet. Unser Lautenmeister, Johann Anton, erhielt die Herrschaft…

  10. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 91

    die Herrschaft Stiekna, die Güter Rzepitz, Czenicz und das kleinere Haus in Prag sowie 100.000 Gulden bar. Nachdem er bereits 1686 als Universitätsstudent in Prag verstorben war, vereinigte Johann Anton den gesamten Familienfideikommißbesit…

  11. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 92

    Logi ist ein Meister in der Beherrschung und Anwendung der beiden Hauptspielweisen der Laute: der gebrochenen französischen Spielmanier und der cantablen italienischen Art. Sein Cantabile hat geigenmäßigen Charakter, die Melodik zeigt volks…

  12. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 93

    …nn „Sylvius Leopold Weiß, der letzte große Lautenist." Biogr. Skizze. (Die Musik, VI. 17.) 2) Näheres hierüber siehe Dr Paul Nettl „Musicalia der Fürstlich Lobkowitzschen Bibliothek in Raudnitz." Mitteilungen des Vereines für Geschichte der Deutschen…

  13. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 94

    …llers Wallenstein eine bekannte Persönlichkeit ist (gest. 1646). Der Grafenstand wurde erst Johann Adam 1696 von Kaiser Leopold I. über Eingabe seines Kurators Grafen Lamberg in Würdigung der Verdienste seines Vaters und Großvaters verliehen. Graf Q…

  14. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 95

    Questenberg speziell als außerordentlicher Liebhaber der italienischen Oper und des Wiener Singspiels auf dem 1737 neu aufgebauten Schlosse in Jaromefitz entfaltete, ist in ihrem Umfange und ihrer Bedeutung von Vladimir Helfert dargelegt wo…

  15. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 96

    „dieses angenehme Instrument" und hebt als Merkmale seiner Komposition „einen ungemeinen Geist und Nachdruck" (Ausdruck) hervor. Einmit,,leComtedeQuestenberg" überschriebenes Menuet findet sich in dem handschriftlichen Lautenbuche eines Lau…

  16. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 97

    einem „Abschied von der Geliebten" (Adieu de sa maitresse) vertreten. Es ist ein zweiteiliger Liedsatz in D-dur, der zweimal in gebrochener Spielmanier variiert wird. Georg Adalbert Kalywoda. Die nähere Kenntnis dieses Lautenisten und „Bürg…

  17. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 98

    Ivan Gelinek. Ein von seiner Hand geschriebenes Lautenbuch verwahrt das Prager Landesmuseum. Nach einer Notiz auf S. 23 besaß die Handschrift im J. 1819 der Berauner Dekan Josef Anton Seydl, dem wir auch die näheren Angaben über Gelinek auf…

  18. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 99

    Czierwenka. Eine Suite von ihm in C-dur (Allemande, Sarabande, Bouree undMenuet) enthält Gelineks Lautenbuch auf S. 135 mit der Uberschrift „Part: Czierwenka". Die Aufnahme dieser Partie in Gelineks Sammlung würde dafür sprechen, daß es sic…

  19. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 100

    …st der letzte namhafte Vertreter der Alt-Wiener Lautenkunst. ') Richtig: Filade von Weisbach. DIE „HISTORISCHE BRÜCKE". Hugo Salus. Auf unsrer alten Brücke ist mit Schwertergedröhn Ist mit Pulver und Blut große Geschichte geschehn. Droben ragt mächti…

  20. 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 101

    Nie noch empfandst du das Große, das hier geglüht und gesprüht, Nie hat den Tritt des Gescheh'ns, der hier so ehern gedröhnt, Dein zu kleinliches Ohr würdig widergetönt. Zwing' dein Ohr heut zu lauschen! Hier in des Denkmals Stein Grub der …