Alt-Prager Almanach
- Journal
- Alt-Prager Almanach
- Volume
- 1926
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 92 (sequence 96)
- Language
- German
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Logi ist ein Meister in der Beherrschung und Anwendung der beiden Hauptspielweisen der Laute: der gebrochenen französischen Spielmanier und der cantablen italienischen Art. Sein Cantabile hat geigenmäßigen Charakter, die Melodik zeigt volkstümlichen Anklang, die Erfindung ist flüssig, mit originellen, auf überraschende Wirkung berechneten Wendungen. Er starb 1721 in Prag. Aus seiner zweiten Ehe mit Franziska Klaudia Gräfin Strassoldo stammte sein einziger Sohn Adam Philipp, der mit Maria Ernestine, der Tochter der Obersthofmeisterin Maria Theresias, Gräfin Maria Karoline Fuchs, verheiratet war und zur vertrauten Umgebung insbesondere des Kaisers Franz gehörte. Wie der Vater ein Musikfreund, versah er am Wiener Hofe das Amt eines Generalbau- und Musikdirektors. Er war zuletzt Präsident der niederösterr. Regierung in publicis und starb in Wien 1781. Mit ihm erlosch die männliche Linie seines Geschlechts. In Verbindung mit dem Grafen Logi ist als Lautenist auch sein Kammerdiener Achatius Casimir Huelse zu erwähnen. Er hatte während seiner Dienstzeit beim Grafen, wie Baron berichtet, was rechtes profitiert und lebte dann in Nürnberg. Der Graf hielt große Stücke von ihm und habe ihn, so oft er nach Nürnberg kam, zu sich rufen lassen und beschenkt. Eine Anzahl von Lautenstükken, die Barons Urteil bestätigen, enthält ein handschriftlicher Sammelband im Besitze von Dr. Werner Wolffheim (Berlin). Ein eifriger Liebhaber der Laute und zugleich praktischer Lautenist war ein Mitglied des fürstlichen Hauses Lobkowitz. Die Handschrift der Wiener Nationalbibliothek Supplement Mus. No. 1078 enthält auf Blatt 19 ein Menuet und auf Blatt 20 eine Allemande mit dem Beisatz 92