Alt-Prager Almanach
- Journal
- Alt-Prager Almanach
- Volume
- 1926
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 99 (sequence 105)
- Language
- German
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Czierwenka. Eine Suite von ihm in C-dur (Allemande, Sarabande, Bouree undMenuet) enthält Gelineks Lautenbuch auf S. 135 mit der Uberschrift „Part: Czierwenka". Die Aufnahme dieser Partie in Gelineks Sammlung würde dafür sprechen, daß es sich um einen heimischen, von Gelinek geschätzten Lautenisten handelt. Dlabacz erwähnt (1788) einen Fagotisten Czerwenka, der „in Ungarn in Diensten des Fürsten Esterhazy ist, und auf seinen Reisen allgemeinen Beyfall fand". Inwiefern diese beiden Czerwenka mit einander in Beziehung stehen, bedarf noch der Untersuchung. Es erübrigt nun noch eine Anzahl von Lautenisten, von denen bisher keine Werke zum Vorschein gekommen sind. Hierher gehören die bei Baron erwähnten: Sch insky, die beiden in Prag 1721 verstorbenen Antonius Eckstein und Aurius oder Audius Dix und Häußler, ein geborener Prager, der sich zumeist in Breslau aufhielt und seinerzeit sehr beliebt war. Schlinskys Lautenkompositionen qualifiziert Baron als technisch schwierig, aber „gar cantable", bei Eckstein und Dix finde man „gute Melodie, Vollstimmigkeit und ziemlich cantables". In die hier betrachtete Epoche fällt in Prag auch die Tätigkeit eines Künstlers auf der Theorbe oder Baßlaute, die in der Kirche, im Theater und bei Konzerten zur Begleitung von Arien und zur Ausführung des Generalbasses verwendet wurde. Dlabacz nennt uns einen Italiener, Anton Ceccherini, der gegen 50 Jahre Teorbist bei der Kreuzherrenkirche in Prag war und 1758 nach der letzten preußischen Belagerung starb. Mit ihm sei auch dieses Instrument abgestorben. Zum Schluß möge in diesem Zusammenhange noch ein Name verzeichnet werden, der nicht nur für die böhmische Musikgeschichte, sondern auch für die Geschich- 99