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Alt-Prager Almanach · 1926-01-01 · 1926 · p. Seite 97

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Alt-Prager Almanach
Volume
1926
Date
1926-01-01
Page
Seite 97 (sequence 103)
Language
German
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einem „Abschied von der Geliebten" (Adieu de sa maitresse) vertreten. Es ist ein zweiteiliger Liedsatz in D-dur, der zweimal in gebrochener Spielmanier variiert wird. Georg Adalbert Kalywoda. Die nähere Kenntnis dieses Lautenisten und „Bürgers der königl. Stadt Prag" verdanken wir Dr. Nettl.1) Seine Unterschrift findet sich zusammen mit den Unterschriften von drei weiteren „Prager Burgern" und ohne Zweifel Berufsgenossen, Andre Joseph Prößl, Philipp Franz Kreutzberger und Jan Ziwny2), auf einer Eingabe vom 27. März 1713 an die Prager Statthalterei um Bewilligung der Errichtung einer „Musikalischen Academie" nach dem Vorbild von Breslau zur periodischen Aufführung von Instrumental- und Vokalwerken. Die nach Übernahme des Protektorates durch Freiherrn von Hartig von der Prager Statthalterei genehmigte Akademie fand, wie aus den von Dr. Nettl mitgeteilten Statuten zu ersehen ist, alle Donnerstage mit Ausnahme des Fronleichnamstages und Gründonnerstages statt, im Sommer von 4—7, im Winter von 3—6 Uhr nachmittags, in dem „hierzu sehr bequemlich befunden undt eingerichten Saal bei der eysernen Thür in der königl. Alten Stadt Prag". Von Kalywoda enthält ein handschriftliches Lautenbuch Dr. Nettls eine Partie vom J. 1720 (Petit[e] Partie de l'Annee 1720). Bemerkenswert ist darin eine „Air de Kalivoda" mit unterlegtem deutschen Text: „Was kan dan mehr betrüblich sein, als unvergnügt zu leben."3) Auch die dieser Partie unmittelbar vorangehende Partie in F-dur ist der Faktur nach dem gediegenen Prager bürgerlichen Lautenmeister gutzuschreiben. *) Zur Geschichte des Konzertwesens in Prag." Zeitschr. f. Musikwissenschaft'' 1922-23, S. 157. 2) Er war, wie Dr. Nettl nachweist, von Beruf Waldhornist. 3) Übertragung sieh' bei dem vorerwähnten Aufsatze von Dr. Nettl. 97

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