Mannheim
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  1. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 94

    chen... solange sie aber in ihrer Fremdheit beharren, sind sie so anzusehen, als existierten sie überhaupt nicht." Weiters beschreibt er die Auslesearbeit in der Literatur, wo das Getreide vom Spreu gereinigt wird. Und Bialik fragt: „Wer is…

  2. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 95

    …hätzung ist nur der Umstand, daß selbst seine Fehler als Ausfluß seiner Grösse erklärt und gewertet wurden. So schreibt Nahum Goldmann in dieser Beziehung: daß wir kleine Menschen vollkommen sein müssen, aber große Männer Fehler haben dürfen. Und Goldman…

  3. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 96

    Da uns dies aber zu dessen Lebzeiten nicht vergönnt war, möchte ich wünschen: Möge es uns wenigstens möglich sein, im hehren Geiste Bialik's unser Volk, unser Land, für unsere, seine hebräische Sprache mit Wort und Tat, mit Blut und Schweiß…

  4. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 97

    …n. Als Apologeten und Begründer der religionswissenschaftlichen Definition „Apologetik" gelten nur die Kirchenväter wie Justin der Märtyrer, Tertullian und andere, deren Abwehrschriften durch die metaphysisch-philosophischen Richtungen der heidnischen Umwelt …

  5. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 98

    die Lust allein zu gelten habe, („carpe diem, quam minimum credula postero", „genieße den Tag und glaube nicht dem kommenden Morgen." Horaz.: Oden.) Die Betonung der Freude als Hauptfaktor im menschlichen Leben, mußte von dem Judentum auf d…

  6. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 99

    …erständnis für einen bildlosen Monotheismus und konnte einen solchen nicht begreifen. Die römischen Schriftsteller, wie Tacitus usw. kopierten wörtlich die Anklagen des Apion, laut welcher die Juden auf die vielen Götter Griechenlands und Roms mit…

  7. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 100

    gemeinschaftlich zu verzehren. Diese Anklage wurde zuerst besonders gegen die ersten Christen geführt und diese heidnische, mit besonderer Vehemenz gegen die ersten Christen geführte Anklage wurde zum Ursprung der sogenannten Ritualmord-Ank…

  8. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 101

    …ifchats Sarah" Hagar die Magd Sarah's, wurde so gedeutet, daß die Philosophie (arabische UTrersetzung der Schriften des Aristoteles) der Religion zu dienen habe! Die Scholastiker überzetzten: philosophia ancilla theologiae. Die Religiosität der Ungele…

  9. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 102

    …Menschen ihre Geltung erreicht und dieses höchste Ziel der ganzen Menschheit sollte die Idee des Messianismus bedeuten. Tacitus, der große römische Geschichtsschreiber, versiert in den philosophischen Systemen eines Plato's, Aristoteles' u. Epikur…

  10. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 103

    zialen Rücksichten, die den engen menschlichen Interessen überstellt werden müßen. Das Leben und die historische Entwicklung des Judentums als' Volk, seine nationale, soziale, kulturelle, wirtschaftliche Tätigkeit als Ganzes betrachtet, die…

  11. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 104

    anknüpfend an den Bilemitischen Segen „Mali tobu aholekhoh Jakob". „Wie schön sind deine Zelte Jakob!" nachfolgend: zufrieden und glücklich lebt Israel, wenn es sich nirgends auf- und hindrängt, in seinen eigenen Zelten verweilt, vom Vergnü…

  12. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 105

    formierten, herrschsüchtigen, den ganzen Kosmos mit „schaV lender" Fröhlichkeit erfüllenden Jugend, die aber zur bestimmten Erlösungsstunde bereits veraltert sein wird, erteilt werden. Aus der Niedergebrochenheit ein Ausweg in die Flutung d…

  13. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 106

    nachfolgenden organischen Zerfalls und Vernichtung. Es ist der eigengesetzliche jüdische Pragmatismus des "kollektiven sittlichen Bewußtseins, der Menschenwürde und Menschenliebe (Humanität), mit dem trotz Evolution und Entwicklung ewig ver…

  14. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 107

    Dr. NIKOLAUS KEREKES, BRATISLAVA: Handelsrechtliche Prinzipien im Talmud Ein wichtiges Problem der Rechtsphilosophie ist das Verhältnis des Rechtes zur Ethik. Ich schließe mich der Meinung Hermann Cohens an, daß die Ethik sich selbst als Re…

  15. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 108

    der Idee des Wahren und Guten. Jede Rechtsinstitution ist der Treffpunkt ewiger Werte mit zielbewußtem menschlichen Tun. Der Handel als die auf Vermittlung zwischen Erzeugung und Verbrauch gerichtete Tätigkeit hatte schon in der talmudische…

  16. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 109

    …es die faktische Übernahme gehört, so wird er darauf bedacht sein, die Ware sogar unter Gefahr seines Lebens zu retten. Resch Lakisch meint, daß die faktische Übernahme als Perfektuierung des Vertrages deutlich aus der Torah zu ersehen ist: „Und so Ihr …

  17. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 110

    … beträgt, ist der Vertrag für ungiltig zu erklären, jedoch nur, wenn der Beschädigte darauf besteht (Baba Mezia 51b und Maimonides Hilchoth Mechirah XII 1/4.). Diese Bestimmung legt besonderes Gewicht auf Treue und Glauben im Handelsleben. Die Treue …

  18. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 111

    Der Talmilid vertritt einen richtigen moralischen Standpunkt, nämlich im Falle der unkorrekten Lieferung wird diese Handlung dem Verkäufer zugerechnet, sie wird von ihm moralisch abgeleitet, die Handlung ist das Ergebnis seiner Gesinnung, <…

  19. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 112

    CH. N. BIALIK: Cihal som iejto noci . Tejto noci cihal som na prahu tvojom... a hta! tamo si stdla strpla, zarazena. Oci tvoje v zrkadle patraly zmatene...: „duso moja stratena! kdc si sa len podelaV’ HTadala si> milenko moja, mladi svojej …

  20. 1940-01-01 · 5700 (1940) · p. Seite 113

    Dr. M. ATLASZ, BARDEJOV: Synagogen=Baustil in achtzehn Jahrhunderten BASILIKALER STIL Schon zur Zeit des zweiten Tempels in Jerusalem standen Synagogen im Lande Israel, doch sind uns von diesen keine nennenswerten Reste erhalten geblieben. …