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19251933
  1. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 18 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    Herrlicher Sabbat kehrte uns wieder, Tag du des Herrn, nimm unsern Dank. Die unter Tränen Saaten verstreuen, Garben in Jubel bringen sie dar. Laßt uns die Seelen dankbar Ihm weihen, Preist den Herrn. Halleluja! Glaube. Ich glaube dich, Gott…

  2. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 19 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    sprechen, weder beim altüberlieferten nuch beim religiös-liberalen Gottesdienst. Der altüberlieferte Gottesdienst hat den ungeheuren Vorteil, ein wirklicher Gcmcinschaftsgottcsdienst zu sein. Oer überwäligendc Ivndruck der betenden Gemeinde…

  3. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 20 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    wahren, daß selbst der. der das Gebet auswendig kennt, nicht Zeit hat mitzukommen. Dies führt zu einer der allcrwesentlichsten :Fragcn. die schon den Obergang zum individuellen Gebet enthalten. Das ist die Frage der Millen Gebete. Mir behal…

  4. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 21 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    Gestaltung des Gottesdienstes als Ganzes und den vielen Einzel- Gcbeten noch genügend Arbeit für wirkliche „systematische" Reform". Gerade wer wie ich unbedingt dafür eintritt, daß der Gottesdienst in seiner grundsätzlichen traditionellen G…

  5. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 22 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    konservativen wie in liberalen Synagogen, weil man doch weiß, die meisten hören nicht hin. und wer hinhört, versteht es nicht. An die Stelle solcher Tora-Stellen sollte in viel stärkerem Maße das sonstige Schrifttum herangezogen werden. Man…

  6. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 23 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    Wesen und Weg der modernen Predigt Wer überzeugt ist, daß es auch in geistigen Dingen eine Entwicklung gibt, der wird der religiösen Rede Möglichkeit und Notwendigkeit der Veränderung zugestehen. Es gibt Zeiten von langer Dauer, in denen St…

  7. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 24 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    und echter seien, als eine mit wahren Farben handgezierte Wand. S<> dürfte es der Predigt nicht ergehen! Die Illusion — selbst beim Theater und heim Film — muß doch darin gipfeln, daß die Imitation oder Reproduktion Wirklichkeit sei. Und wi…

  8. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 25 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    wird, und wir wollen hierbei daran denken, daß die jugendlichen Vorläufer der Propheten sich durch Musik wecken ließen. Ks muß nicht immer der Klang der Harmonie.'es kann auch die Dissonanz des Schmerzes sein. Wenn der Prediger vor eine Auf…

  9. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 26 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    Sondergottesdienste Warum suchen wir nach besonderen Gelegenheiten, um unsere Mitglieder in die Synagoge zu bringen? Man kann sich der Tatsache nicht verschließen, daß die Teilnahme am Gottesdienste eine so äußerliche geworden war, daß dabe…

  10. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 27 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    Im Mittelpunkt steht die Toraverlesung: Zur Fessach Vorbereitung (Rosch ehodesch Nissan) Exodus 13, 1 — l(i; Selichot Exodus 32, 11 — 14 und 34, 1 —10; Chanuka Numeri 10, 29—36. Am 9. Ab wird aus Megillat Echa. am Purim aus Megillat Esther …

  11. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 28 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    so ist im eigentlichen die Jugend gemeint. Die jungen Menschen sind Suchende ihrem Wesen nach und sind dadurch heute Sinnbilder des Juden überhaupt. Dies Judescin empfinden sie alle unter dem Druck einer harten Wirklichkeit. Aber sie empfin…

  12. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 29 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    unser jüdisches Zusammenleben Gemeinschaft und nicht nur Zweckvereinigung sein, so leistet die Religion den wichtigsten Beitrag zu unserem Leben, wenn sie dieser Gemeinschaft ein Gesicht, eigentümliche, sprechende Züge zu geben vermag. Die …

  13. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 30 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    ist innere Form" schreibt ein Wortführer der jungen Generation, man denke nur an moderne Plastik, wo auch die beherrschende Form ganz das Detail verdrängt, an die Vorliebe für Musik. Selbst am Philosophen lockt die Reinheit der gedanklichen…

  14. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 31 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    Norden bewiesen hat. Aber religiöse Form kann weder Norm noch Dauer sein, für den Ruf der Seele gibt es kein Reglement. Schon unsere alten Lehrer wußten von der Gefahr der Mechanisierung des Gottesdienstes. Zur Rechtfertigung mancher kühn e…

  15. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 32 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    Glieder einer sich bewußt gewordenen Gemeinschaft: auch das war etwas Neues, war eine schöpferische Tat. Denn es kommt in der Reformation geistiger Objekte nicht bloß auf das an. was man sagt und lehrt, sondern wie man es sagt, auf den pers…

  16. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 33 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    Dr. Hirschberg fanden inzwischen Anstellung in Karlsruhe und im Haag. Herr Dr. Swarsenski. unier den jüngeren Rabbinern durch glühenden Idealismus und ungewöhnliche Beredsamkeit ausgezeichnet, übt dauernd eine starke Anziehungskralt auf uns…

  17. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 34 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    Die zehnjährige Tätigkeit der liberalen Synagoge Berlin I.Grundlage und Aufgaben. Unsere gottesdienstlichen Veranstaltungen wollen nichts anderes darstellen als einen Versuch, Bedürfnisse, Wünsche und Anregungen religiös interessierter Laie…

  18. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 35 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    weihen... Denn wir sind eine freie Gemeinschaft, die die alte Wandelbarkeit wieder gewinnen will, die unbehindert neue Wege und neue Menschen sucht. Dan. t war zugleich eine besondere Aufgabe gestellt, deren Lösung sich durch die Entwicklun…

  19. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 36 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    b) durch den Wechsel hebräischer und deutscher Gebete, Abwechselung in Psalmen. Vorlesungen, Ansprachen, Einleitungen usw., wobei jede Festlegung vermieden wird, c) dur<h andere Gestaltung der Toravorlesung: zuerst wird der deutsche Text un…

  20. 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 37 · Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933

    III. Entwicklung. Am Sabbat Wajeze 1933 werden es zehn Jahre, seit die Liberale Synagoge Norden ins Leben trat. Ein kleines Häuflein Laien, ganz auf sich gestellt, skeptisch begrüßt oder ignoriert von vielen Gesinnungsgenossen, angefeindet …