Mannheim
Compact Memory

Die Gemeinschaft · 1933-01-01 · 1933 · p. Seite 27

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Gemeinschaft
Volume
1933
Issue
1933
Article
Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933
Date
1933-01-01
Page
Seite 27 (sequence 25)
Language
German
Belongs to
journal additional
OCR quality
90% known words query
IRI
…/4889559-5436043-5436073--342-4889879
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Im Mittelpunkt steht die Toraverlesung: Zur Fessach Vorbereitung (Rosch ehodesch Nissan) Exodus 13, 1 — l(i; Selichot Exodus 32, 11 — 14 und 34, 1 —10; Chanuka Numeri 10, 29—36. Am 9. Ab wird aus Megillat Echa. am Purim aus Megillat Esther gelesen. Der Gottesdienst am 1. Nissan hat also etwa folgenden Verlauf: Vorspiel — Ma tauwu — Adaun aulom — Psalm 14(i — Hallel — Kaddisch jossaum mit Vorspruch des Predigers — Toravorlesung — Aschre — Vorlesung aus der Hagada (vgl. Holt 7 Seite 8 f.) — Predigt — Mussaf — Schlußworte aus Jcrcmia?l — En kelohenu (Melodie Adir hu). Der Selichotgottesdienst schließt sich in der Anordnung und musikalisch eng an die Tradition an. Nach Aschre und dem Kaddisch in der überlieferten Sangweise folgt der Vortrag des <i. Psalms durch den Prediger und einer Reihe von Bibelversen in deutscher Sprache in Anlehnung an das Selichotbuch. Wie dort sind wesentlich die Schiosch Esre Midot und das Sunden* bekenntnis, daher auch die oben erwähnte Toravorlesung aus Exodus 32 und 34 (vgl. Die Gemeinschaft No. 6 S. 6). Den Schluß bildet Schomer jisroel, sch mor scheerit jisroel! Die Chanuka-Morgenfeier sieht etwa folgendermaßen aus: Vorspiel — Ps. 30 (deutsch) — Geschichtliche Erinnerung — (bime mattitjahu) — Hallel — Kaddisch jossaum mit Vorspruch — Toraverlesung — Aschre und Uwo l'zi jaun gauel wegen der darin enthaltenen Keduscha — Chanukalicd — Predigt — En kelohenu. Über den 9. Ab hat H. Falkenberg im Breslaucr Gemeindeblatt vom September 1933 eingehend berichtet. Aus all den Skiz/en läßt sich leicht ersehen, daß der Prediger von Anfang bis zum Ende die gedankliche Leitung in der Hand hat und in der Lage ist, jeder Veranstaltung die besondere Prägung zu verleihen, deren sie im Augenblick bedarf. In unseren Synagogen findet man eine Beterschaft, die Aufmerksamkeit verdient. Wer zu sehen versteht, merkt sofort, daß hier eine ganze Altersstufe ausgefallen ist. Wir haben Kinder und Erwachsene über 30 Jahren in den Gottesdiensten, und die Altersgrenze der Erwachsenen rückt immer weiter hinauf. Dieser Zustand besteht schon eine ganze Zeit. Die letzten Ereignisse haben bei all ihrer aufrüttelnden Wucht hier nur vorübergehenden oder geringen Wandel geschaffen. Aber das darf nicht verewigt werden. Wenn die Frage nach jüdischer Zukunft gestellt wird, J. F r i e d 1 a c n d e r. Kult und Form ösen Erleben de 27

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.