Die Gemeinschaft
- Journal
- Die Gemeinschaft
- Volume
- 1933
- Issue
- 1933
- Article
- Beilage zu Heft Nr. 21/22 Jahrg. 1933
- Date
- 1933-01-01
- Page
- Seite 33 (sequence 31)
- Language
- German
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Dr. Hirschberg fanden inzwischen Anstellung in Karlsruhe und im Haag. Herr Dr. Swarsenski. unier den jüngeren Rabbinern durch glühenden Idealismus und ungewöhnliche Beredsamkeit ausgezeichnet, übt dauernd eine starke Anziehungskralt auf unsere Gemeinde aus. Von den zahlreichen einheimischen und auswärtigen Gastpredigern (Baeck, Weyl, Seligmann, vogelstein u. a.) verdienen Herr Dr. Gottschalk und Herr Professor Josua Friedländer eine besondere Hervorhebung. Gottschalk hat am 30. November unseren Gottesdienst geweiht. Auch nach seinem Fortgänge von Berlin hat er sich mit ganzem Herzen unserer Sache hingegeben und sie stets durch Wort und Schrift auts eifrigste gefördert. Einige seiner Predigten. Meisterwerke der Homiletik, sind noch in lebendiger Erinnerung. Professor Friedender, ausgerüstet mit einer ungewöhnlichen jüdischen Bildung, hat das Gebetbuch für den Freitag-Abend-Gottesdienst und im wesentlichen die Liturgien für die zahlreichen Sondergottesdienste geschaffen In die sen und verwandten Fragen ist er immer unser wissenschaftliches Gewissen gewesen. Sein zehnjähriges Jubiläum Im Dienst unserer Synagoge kann unser aller Freund, unser trefflicher Kantor Herr Kurt JacuboWski begehen. Durch seine seelenvolle Andacht, durch unablässiges Arbeiten an sich und tiefinnerliche Hingabe an sein heiliges Amt hat er weit über den Kreis unserer Gemeinschaft hinaus Anerkennung und Wertschätzung gefunden. Aids vorzüglichste unterstützt wird er durch den Chor, der unter der ausgezeichneten Leitung des Dirigenten Max Kohn Hervorragerides lur die künstlerische Ausgestaltung unseres Gottesdienstes geleistet hat und hoffentlich noch recht lange leistet. F'in Unternehmen eigener Art wie das unsrige hat auch chic besonders bedeutungsvolle technische Seite. Wer aus eigener Anschauung den Umfang all der. geschäftlichen Dinge: die Vorbereitung der Gottesdienste an den Hohen Feiertagen.'der Sondcj Veranstaltungen, den Kreis des ganzen inneren und äußeren Betriebs und der finanziellen Fragen kennt, wird verstehen, daß wir Herrn Moses (i o t t f e I d t neben Falkenberg das größte Verdienst lür Werden und Sein unserer Synagoge zuschreiben' Durch nie erlahmenden Fleiß, durch Umsicht, Organisationstalent und aufopfernde Selbstlosigkeit hat - r eine Mustir\ci Haltung gew ballen, und wenn der Uneingeweihte ihn wegen einer angeblichen äußeren Schroffheit manchmal kritisieren zu müssen glaubt, darf er als gewiß hinnehmen, daß es Im Goltfeldt nur ein „Eifern um Gottes Willen" gibt. Und wed so treffliche Männer an diesen' Werke beteiligt sind, holten wir zuversichtlich, daß es auch im Wirbel dieser Zeiten bestehen wird als eine kleine, abei inicht bare Zelle inmitten der großen Gemeinde Israels Jonas Flaue U