Mannheim
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  1. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 39

    …ut sein, wenn wir heute schon der uns gesetzten Grenzen gedenken. Es ist bezeichnend, daß am Schlüsse eines Briefes von Bertha Pappenheim, der sich bei unseren Akten befindet, gesagt wird: Es wird die Aufgabe der Landesverbände sein, weit umfassende aktive …

  2. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 40

    Was für Aufgaben fallen der Sozialhygiene in der jüdischen Gemeinde-Wohlfahrtspflege zu? Von Dr. med. Gustav Tugendreich-Berlin. I. Die soziale Hygiene studiert die Einflüsse, welche die soziale Bindung auf die Gesundheit des Menschen und d…

  3. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 41

    Eine solche Gruppe stellt nun die Judenschaft dar — freilich nur innerhalb sehr enger Schranken. Die Judenschaft sozialhygienisch zu beleuchten, ist außerordentlich schwierig, falls man hierbei, wie in aller Wissenschaft sonst, voraussetzun…

  4. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 42

    geklärt und als Ursachen abgelehnt werden müssen, dürfte man konstitutionelle, rassische Eigenart vermuten. Dies nur als Beispiel, wie wichtig, wie unerläßlich es ist, die soziale Struktur der Juden, zu der auch der Altersaufbau gehört, gen…

  5. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 43

    Einrichtungen der politischen Verbände von der Caritas unüberlegt nachgeahmt, so häufen sich manche Einrichtungen überflüssig an, während sich auf der anderen Seite schmerzlich fühlbare Lücken auftun. Was dem Sozialhygieniker in der Wohlfah…

  6. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 44

    burtenvermehrung zu geben vermöchten. Hier ist ein Musterbeispiel für die Notwendigkeit caritativer Mitarbeit zu geben, indem die Maßnahmen der politischen Verbände ungenügend sichauswirken. Die Wohlfahrtspflege der jüdischen Gemeinde hat h…

  7. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 45

    holungsfürsorge für Schüler verpflichtet. Um so stiefmütterlicher sind, wie gesagt, die Kleinkinder bedacht; und das ist so bedauerlich, weil ja die Heilwirkung von Luft und Sonne um so kräftiger und nachhaltiger ist, je jünger der Mensch i…

  8. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 46

    angestrengt werden, daß die körperliche Entwicklung darunter leidet, ist eine kaum bestrittene ärztliche Erfahrung. Bietet demnach die Fürsorge für normale Schulkinder keinen Anlaß zu Sondermaßnahmen der jüdischen Wohlfahrtspflege, so gibt …

  9. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 47

    um so niedrigere Geburtenziffern im Durchschnitt auf, je größer sie sind, und geistige Arbeiter und Kaufleute haben weniger Kinder als Handwerker und Handarbeiter. Die werktätigen Altersklassen sind in gesundheitsfürsorgerischer Hinsicht im…

  10. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 48

    Behagen der Alten trägt der Aufenthalt unter Glaubensgenossen wesentlich bei. Der Ring hat sich geschlossen. Von der Geburt bis ins Greisenalter haben wir mit sozialhygienisch eingestelltem Auge den deutschen Juden begleitet. Natürlich wech…

  11. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 49

    Bei dem Betreten der Arbeitsstätte, an der vor Jahren schon im ehemaligen Jüdischen Krankenhause tausende Menschen Heilung und Hilfe in den verschiedensten Leiden gefunden haben, gedenke ich dankbar der Männer, die meine Lehrer gewesen, und…

  12. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 50

    jeder schnell. Jetzt wissen und lehren wir wieder, daß auch die irrationellen Seiten des Lebens genau so zur Tätigkeit des Arztes gehören, wie die Biologie: Aus der Vereinigung beider setzt sich das eigenartige Wesen unseres Schaffens zusam…

  13. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 51

    mit Mildtätigkeit und Mitleid, die an anderen Stellen besser zur Geltung kommen. Die Funktion, die Leistungsfähigkeit ist unser Ziel. Ueberall, wo gestörte Funktion die Leistungsfähigkeit verringert, werden wir versuchen, die Funktion wiede…

  14. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 52

    Wir sind besonders dankbar für das warmherzige Interesse und sachliche Verständnis, das wir in der Leitung unserer Fürsorgestelle für unsere Bestrebungen finden, unserer Fürsorgestelle, welche die weitverzweigten Wege fürsorglicher Hilfe fü…

  15. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 53

    …hdem Ende 1927 und Anfang 1928 die Provinzialverbände für jüdische Wohlfahrtspflege in Niederschlesien, mit dem Sitz in Breslau, und in Oberschlesien, mit dem Sitz in Beuthen, begründet wurden, hat das letzte Vierteljahr des Jahres 1928 den Aufbau…

  16. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 54

    einzelne Arbeits- und Fragengebiete hat der Ausschuß besondere Referate eingerichtet, die durch besonders an der Arbeit beteiligte Rabbiner verwaltet werden. Solche Referate bestehen zurzeit für JugendrUrsorge und Berufsfragen, Studentenfra…

  17. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 55

    not, schloß sich eine Anzahl Männer und Frauen, Sachkenner der Wohlfahrtspflege und Aerzte zu der Arbeitsgemeinschaft „Jüdische Hilfe für das Jüdische Kind" zusammen. Ihnen folgte sozialgesinnte Jugend. Vielen Aufgaben hat die Kinderhilfe s…

  18. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 56

    liehen Aufsicht unterstellt und läßt sich in hygienischen Fragen von uns beraten, so daß man die Kinderhilfe wohl als eine zentrale Stelle jüdischer Sozialhygiene bezeichnen kann. Ihre steigende Inanspruchnahme beweist ein Vergleich der Kon…

  19. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 57

    während des Krieges und die Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt (Lehrlingsmangel) hingewiesen. Im Laufe der Erörterung wurde von verschiedenen Seiten der Wunsch ausgesprochen, die organisatorische Arbeit des Verbandes durch Bereisung der Geme…

  20. 1929-01-01 · 1 (Januar-Februar 1929) · p. Seite 58

    …n müssen, die, wie wir bestimmt hoffen, nunmehr alsbald erfolgen wird. Bücher und Zeitschriften Besprechungen Professor Erich Stern: Zur Psychologie des jüdischen Kindes. Zeitschrift „Der Morgen" Philo- Verlag Berlin 1928, Jahrgang 3, Heft 6. Der Verf…